Kultusminister Brodkorb macht sein Ding und das heißt: „Das Schweriner Schloss durchboxen.“ Es geht um das Weltkulturerbe, für das Mecklenburg-Vorpommern zwei Vorschläge im eigenen Land einreichen darf. Nach der Aufnahme der Altstädte von Wismar und Stralsund und den Buchenwäldern im Jasmund-Nationalpark ist klar, dass das Bad Doberaner Münster mit seiner 825jährigen Geschichte und den einzigartigen gut erhaltenen hochgotischen Kunstwerken gute Chancen für eine Weltkulturerbe-Bewerbung hat.
Offenbar so gut, dass man in Schwerin um die Bewerbung des um 1500 errichteten und in seiner Form erst ab 1857 vorhandenen Schlosses fürchtet. Der Minister will die Möglichkeit der zwei Vorschläge nicht ausschöpfen, sondern nur das Schweriner Schloss ins Rennen schicken, weil er Konkurrenz durch das Doberaner Münster befürchtet. Um also in Schwerin beliebt zu sein, klinkt der erst 2011 zum Minister gewordene Sozialdemokrat die Wiege der mecklenburgischen Christianisierung einfach aus. Das Münster ist nach dem Erstversuch in Althof wahrscheinlich das zweitälteste profane Bauwerk Mecklenburgs – also die Grundlage dessen, was später in Schwerin und Ludwigslust entstand (wohin übrigens auch Steine in Bad Doberan abgerissener Klosterbauten gingen).
Die Ostsee-Zeitung hat eine Aktion ins Leben gerufen, um Fairness bei der Klosterbewerbung zu erlangen. Aus der heutigen Ausgabe finden Sie hier die Postkarte, die das Medium vorbereitet hat, ansonsten können Sie auch online abstimmen: http://www.ostsee-zeitung.de/doberan/
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Neue Infos zum Thema:
http://zeit-am-meer.de/doberaner-munster-ist-im-rennen/
