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Das war das Historische Anbaden anno 1841 am 20.06.2026

185 Jahre in die Vergangenheit ging es beim Historischen Anbaden 2026 in Heiligendamm. Der Großherzog Paul Friedrich von Mecklenburg (-Schwerin) eröffnete die Saison 1841 – im wahren Leben seine letzte, denn er starb 1842. Wie immer hatte die Historische Badegesellschaft sich unterhaltsame Geschichten ausgesucht. Sie basieren auf wahren historischen Ereignissen, wie dem Tod der Queen Victoria und den Opiumkriegen, aber auch auf Legenden, wie der von Kardinal Riechelieu und den 3 Musketieren. Und sie spannen einen Bogen zum aktuellen Geschehen:

Für Demmlers Doberaner Lustpavillon braucht es wohl ein Sondervermögen, General Dupré baut ein Auslandsfreiwilligenregiment auf und plant die Eroberung Grönlands und auch einen Seitenhieb auf die KI gibt es, als der Hofmedicus die Idee hat, „kluge Köpfe zu vermehren“. Mit Hilfe von Elektrizität – gewonnen aus einem Zitteraal – soll die „überragende Intelligenz“ des ehrenwerten Generals auf seine Gardisten übertragen werden. Dazu hatte der General sie Helme aus dem Dreißigjährigen Krieg aufzusetzen befohlen. Unverkennbar handelte es sich um Aluhüte – passend zur kruden Theorie, die man gerade spielte. Auch kleine Formulierungen waren tiefsinnig und wurden verstanden: „Opium fürs Volk“ zum Beispiel.

Mancher fragte sich, ob der Lustpavillon extra für das Anbaden gebaut wurde. Nein, er wurde im Gewölbe unter dem Doberaner Rathaus entdeckt. Wer ihn gebaut hat, weiß keiner so recht, aber dass er mit ins Schauspiel sollte, war schnell ausgemachte Sache. So brauchte der bärtige Landforstmeister diesmal keine Requisite basteln. Das hatte er bisher mit Bravour getan. Er selbst war wegen eines Krankenhausaufenthaltes im echten Leben nicht dabei, ließ sich aber in der Rolle gut vertreten. Durch den Lustpavillon hatte auch der Autor dieser Seite als Georg Adolf Demmler zwei längere Sprechrollen.

Die Zuschauer lachten, klatschten, sangen und tanzten und umlagerten nach dem Schauspiel die Historische Badegesellschaft, die sich absichtlich unter das Volk mischte. Insgesamt waren es diesmal wegen der Fußball-WM nicht ganz so viele Besucher, wie in den Vorjahren, aber dafür viele neue, die das Event noch nicht kannten und lobten.

Hans Peter Hahn vor seiner Uniform im Museum

Wie immer begleitete Hans Peter Hahn die illustre Gesellschaft. Er fragte und durfte sehr gern auch mit auf das obligatorische Gruppenfoto vor dem Findling. War er es doch, der 15 Jahre lang den Großherzog Friedrich Franz I. spielte – den Gründer des ersten Seebades Deutschlands, an den der große Findling seit dem 50. Geburtstag des ersten deutschen Seebades erinnert.  Seine von einer Schneiderei in Handarbeit gefertigte Uniform des Friedrich Franz I. ist im Stadt- und Bädermuseum im Möckelhaus Bad Doberan zu bewundern. Wie auch Strandkorb, Bademode und Modelle von Badeschiff und Badekarren und allerhand merkwürdige Utensilien aus dem Badehause.

Die ganze Geschichte des Historischen Anbadens gibt es hier:

https://erstes-seebad.de/eine-neue-aera-historisches-anbaden-jetzt-mit-paul-friedrich-und-alexandrine/

Hier gibt es einen Zusammenschnitt des Schauspiels:

https://erstes-seebad.de/video-vom-historischen-anbaden-anno-1841-in-heiligendamm-vom-20-06-2026/

Impressionen vom Historischen Anbaden 2026:

https://erstes-seebad.de/bilder-vom-historischen-anbaden-2026-in-heiligendamm/

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