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Analyse: Warum das Grand Hotel Heiligendamm in die Pleite gehen musste und wie es weiter gehen kann.

Am 28. Februar gab die FUNDUS-Gruppe bekannt, für das Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG einen Insolvenzantrag gestellt zu haben. Die Pressemitteilung schlug wie eine Bombe ein und die Medien berichteten bundesweit tagelang über immer neue Details der Pleite des vielfach ausgezeichneten Luxus-Hotels, das in dieser Kategorie das erste und einzige an der deutschen Ostsee-Küste ist. Viele Gerüchte kamen auf – teilweise geschickt gestreut durch langjährige Gegner der FUNDUS-Gruppe und ihrer Tochtergesellschaften – und viele Unwahrheiten machten die Runde durch die Medien. Einige Medien fragten auch bei mir nach, wegen Umzug und damit verbundener „Zwangstrennung“ vom Internet, konnte ich aber nicht auf die Anfragen eingehen. Es steht mir nicht zu, ein Urteil über die Insolvenz zu fällen aber in gewohnter Weise versuche ich eine Analyse der Geschehnisse:

Wir müssen zurück gehen in das Jahr 1996, als Anno August Jagdfeld das herunter gekommene Heiligendamm in einem Artikel einer großen Zeitschrift entdeckte und sich in das Ensemble verliebte. Nicht nur das einmalige Ensemble an historistischen Bauwerken mit dem klassizistischen „Tempel am Meer“ in seiner Mitte (gemeint ist das Kurhaus) hat es ihm angetan, sondern zweifellos auch die Chancen, mit diesem erstklassigen Ensemble und seiner großartigen Historie Geld zu verdienen. Der Dürener Geschäftsmann hatte den richtigen Riecher und das Glück auf seiner Seite, denn 1996 waren alle Versuche gescheitert, Heiligendamm zu verkaufen.

Alles oder nichts: Heiligendamm gab es nur als Paket

Wenn wir von Heiligendamm reden, dann sprechen wir von einem Paket von 26 Häusern in einem Alter zwischen über 200 und unter 20 Jahren, das seit 1990 versucht wurde, in Einzelteilen zu veräußern und auf Grund ausbleibender Erfolge dann schließlich gebündelt wurde. Egal wie schlecht der Zustand der einzelnen Häuser waren und ob man sie brauchte oder nicht – wer Heiligendamm kaufte, musste das ganze Paket kaufen. Der Verkäufer – das Land Mecklenburg-Vorpommern mit seiner Oberfinanzdirektion in Rostock (OFin) – wollte verhindern, dass viele Bewerber einzelne Gebäude kaufen und ihre eigenen Brötchen backen, während die vier großen Bauwerke keinen Käufer finden und – das Haus „Mecklenburg“ war bereits wegen Baufälligkeit gesperrt – weiter verfallen. In Schwerin zog man sogar die Einebnung Heiligendamms in Betracht, wenn sich kein Käufer findet.

Schon von Anfang an: Bürgerinitiativen contra Investoren.

Interessenten gab es auch vor Jagdfeld schon: Ein kanadischer Investor, der ein geschlossenes Resort daraus machen und auch den Strand und die Promenade dazu haben wollte (was an deutschen Gesetzen scheiterte) und die Dr.-Marx-Gruppe, die das Ensemble als Bettenburg für eine daneben neu zu errichtende moderne Multifunktionsklinik nutzen wollte. Bad Doberaner Bürger und Bürgerinitiativen verhinderten dies jahrelang, teilweise durch Hetzkampagnen in den Medien, sodass letztlich nur 1996 die Median-Klinik an der Straßenkreuzung gegenüber dem Bahnübergang und außerhalb der heilklimatisch relevanten Zone in abgespeckter Form und ohne sinnvolle Parkraumlösung entstand. Die Klinik ist erfolgreich aber sie ist bei Weitem nicht das, was sie hätte werden sollen: Außer ca. 80 Bäumen ständen dem Projekt Bürger im Weg, die um jeden dieser Bäume vehement kämpften. Die junge Demokratie kam mit diesem Engagement noch nicht klar und positionierte sich nicht für den Investor, der darum das relevante Heiligendamm nicht zu retten vermochte.
Letzte Alternative: Zurück zu den Wurzeln.

Hier kommt FUNDUS-Chef Anno August Jagdfeld ins Spiel. Er will die Legende wiederbeleben und Heiligendamm zu dem machen, was es immer war: Das Bad der Reichen und Schönen, der europäischen Prominenz und all jener, die Rang und Namen haben. Heiligendamm sollte wieder aus dem Grand Hotel bestehen, in dem alles möglich und nichts unerreichbar ist. Die Lokalpolitik war skeptisch, sah aber auch keine Alternative zu Jagdfelds sehr gut vorbereiteten detaillierten Plänen. Die Idee vom Staatsbad war ohnehin gescheitert, eine Gesundheitseinrichtung erschien nach dem Rückzug der Dr.-Marx-Gruppe nicht mehr greifbar und so erhielt Jagdfeld den Zuschlag und auch die Befriedigung von einer Reihe zusätzlicher Forderungen. Maßgeblich hier ist die Überlassung von ca. 500 ha Ackerland mit der Erlaubnis, diese in Bauland umzuwandeln und gewinnbringend wieder in Parzellen zu veräußern. Hier soll eine eigene kleine Villen-Stadt entstehen und dieses Nebenwerk ist eine wichtige Refinanzierungs-Geldquelle für das ehrgeizige Projekt. Die Verantwortlichen stimmten zu.

Gerettet: Jagdfeld baut mit Hilfe von 2000 Anlegern Heiligendamm wieder auf.

Nun ging Jagdfeld auf die Suche nach Investoren, die Geld in seinen aufgelegten Fonds 34 anlegten. Der erste Anlauf scheiterte aber im zweiten Anlauf gelang des dem Fondsmanager, fast 2000 Anleger zu finden, die jeder mindestens 25.000 Euro einzahlten. Mit 150 Millionen Euro von den Anlegern, 125 Millionen Euro Eigenbeteiligung der FUNDUS-Gruppe und 19 Millionen Euro Fremdkapital (Kredite, Darlehen) und Fördermitteln war es der FUNDUS-Gruppe möglich, die  fünf Hauptgebäude des Ensembles (Grand Hotel, Kurhaus, „Haus Mecklenburg“, die Burg und die Orangerie) in erstklassiger Qualität zu sanieren und originalgetreu zu restaurieren, sowie das „Severin-Palais“ als völligen Neubau zu errichten. Alles ist, wonach es aussieht: Das Marmor ist genauso echt, wie die edlen Hölzer und Stoffe und jegliches Mobiliar ist speziell angefertigt. Selbst die Farbe ist eine Spezialmischung – das Blau hinter dem Blattgold des Schriftzuges am Kurhaus ist keine Farbe, sondern ein Muschelextrakt. Man muss diese Frage stellen: Wer hätte es damals geschafft, diese 5 Gebäude in dieser Art, Originalität und Güte zu sanieren und rekonstruieren – wer hätte diese enorme Summe aufbringen können? Denn die einzige Bedingung des Verkäufers war, alle Gebäude alle fünf Jahre zu weißen und ein Team von mindestens 5 Leuten dauerhaft zur Pflege der Gebäude abzustellen. Eine Sanierung wie durch FUNDUS realisiert, hätte 1996 niemand auch nur für möglich gehalten.

Einmalig: Es ist alles Gold, was glänzt. 

Damit war das Luxus-Hotel mit seiner Eröffnung im Mai 2003 nicht nur exklusiv, sondern einmalig. Die Gäste kehrten in ein Haus ein, das den Anschein machte, man würde jeden Moment seine Durchlaucht persönlich treffen und den Leibmedicus am Ende des Wandelganges begegnen können. Nichts deutete darauf hin, dass dieses hier entkernte Neubauten waren, die zu DDR-Zeiten ihren Glanz derart verloren, dass der historische Geist des ersten deutschen Seebades bestenfalls über den Dächern, nie aber in den düster-bohnerwachsmuffigen Bauwerken schwebte. Das Grand Hotel wurde zum Flaggschiff – zum ersten Fünf-Sterne-Plus-Hotel an der deutschen Ostseeküste. Kein geringerer, als die renommierte Kempinski-Gruppe übernahm das Management – von sich aus und ungefragt, wohlgemerkt. Das Hotel wurde gut angekommen und die letzten Leute waren schnell überzeugt.

Natürlich sollte nun auch der graue Rest in Angriff genommen werden und nach diesem Kraftakt traute man FUNDUS das auch zu, versprach jegliche erdenkliche Unterstützung, bestmögliche Vereinfachungen und großes Entgegenkommen – alles natürlich im Rahmen des rechtlich Möglichen und der Legalität. In Wirklichkeit brüsteten sich Politiker von Bad Doberan über Schwerin bis hin nach Berlin – selbst Bundespräsident Johannes Rau war bei der Eröffnung dabei – mit dem Flaggschiff der Hotellerie im Tourismus-Bundesland Nummer eins. So sehr Jagdfeld die Politiker benutzte, um sein Ziel von der Verwirklichung seiner kühnsten aller Visionen zu ermöglichen, so sehr benutzten ihn dieselben für ihre persönliche Profilierung.
Luxuriös: Die Anforderungen des Grand Hotels sind hoch.

Doch es gab auch Gegner und diese wurden monatlich mehr: Die Politik und die Medien – und natürlich auch der Investor selbst – versprachen viele Arbeitsplätze (von bis zu 2000 war die Rede), viele Kooperationen und beste Chancen für die lokale Wirtschaft. In Wirklichkeit war und ist es so, dass ein Luxushotel Ansprüche stellt, die ein Ein-Mann-Unternehmen nicht zu erfüllen vermag. Die große Traditionsfleischerei mit einer größeren Zahl an Angestellten kann den Ansprüchen eines Luxus-Hotels genauso genügen, wie der Taxiunternehmer mit größerem Fuhrpark und vielen Fahrern oder der Blumenhandel mit großen Kapazitäten. Die Internetagentur mit mehreren gut ausgebildeten Profis, die jeden Wunsch erfüllen und schnell auf Änderungen reagieren kann, ist einfach geeigneter, als die kleine Ein-Mann-Internetagentur und der erfahrene Architekt mit guten Referenzen im städtebaulichen Bereich ist ebenfalls besser geeignet, als ein kleiner Architekt mit Referenzen im privaten Bereich.

Gescheitert: Wie aus Bewerbern Gegner wurden.

Die Messlatte des Grand Hotels ist sehr hoch und nicht alle Bewerber brachten die Mindestanforderungen mit. Viele erhielten eine Absage – von der Bewerberin als Zimmermädchen über den Händler, den Architekten und die kleine Dienstleistungsagentur. Viele sahen ein, dass sie die Voraussetzungen nicht erfüllen, andere sahen die Absage als Kriegserklärung für einen Krieg, der 2012 seinen traurigen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Es entstand ein buntes Gemisch aus „Verstoßenen“, die fortan gegen das Hotel arbeiteten, aus Ewiggestrigen, die immer wieder dieselbe Leier von verlorenen Wegen und Plätzen dudeln und von Klassenkämpfern, für die der „böse Wessi“ Grund genug für Feindschaften ist. Zu ihnen gesellten sich immer mehr Menschen, deren Träume ausgeträumt und die auf den Boden der Tatsachen zurück geworfen wurden. In Heiligendamm entstand ein Ventil zwischen Ost und West, Erfolg und Misserfolg, Reichtum und Armut, „Oben“ und „Unten“.

Eingesperrt: Vom „Reichen-Zoo“ und „Gaffer-Tourismus“.

So entwickelte sich ein Brandherd, der mitnichten nur durch Einheimische angeheizt wurde: Busse rollten an, um Touristenströmen das „Reiche-Gucken“ zu ermöglichen. Bis zu fünftausend Touristen an einem Wochenende hatten nur das Ziel, einmal durch das luxuriöseste Hotel Deutschlands zu laufen – hemmungslos und schonungslos. Die Folgen waren fatal: Die zahlenden Hotelgäste fühlten sich (wohl zu Recht) gestört und kamen nicht wieder. Schnell sprach sich herum, dass Heiligendamm ein „Reichen-Zoo“ ist – unterstützt durch Mitglieder jener Gruppierungen, die gegen das Hotel arbeiteten und selbst die Begrifflichkeiten vom „Zoo für Reiche“ nutzten (die aber den „Zoo“ plötzlich leugneten, als Jagdfeld ihn anprangerte, obwohl sie selbst auf ihren Internetseiten eigens diesen Zoo karikieren).

Eingesperrt? Oder doch eher ausgesperrt? 

Mit der einzig logischen Konsequenz aus den unkontrollierten Touristenströmen – der Abschottung des Hotelgeländes – hatte die Bürgerinitiative „Pro Heiligendamm“ (und zugleich contra FUNDUS & Co.) eine Ölspur, auf der ihre Mitglieder direkt ins Stadtparlament schlitterten und seit 2004 aktiv die Hände gegen Jagdfeld und sein Projekt heben konnten. Schnell waren Kuschel-Mehrheiten gefunden: Bei der FDP, bestehend nur aus Harry Klink, selbst vehementer Gegner von FUNDUS und schärfster Kritiker Jagdfelds (zuletzt im Februar 2012 verklagt worden, weil er über FUNDUS, die ECH und Jagdfeld Lügen verbreitete, die die Öffentlichkeit zu glauben begann). Auch bei den Grünen und in der Linkspartei fanden sich Mehrheitsfreunde – nicht selten ging es gar nicht um die Sache sondern nur darum, den politischen Gegner zu behindern. Am Ende arbeiteten die meisten Stadtvertreter gegen die beiden führenden Parteien (SPD und CDU) – besonders aber arbeitete ein harter Kern gegen den Bürgermeister, der FUNDUS gegenüber sehr aufgeschlossen erschien und dem Investor viele Dinge ermöglichte, die er zu Gunsten schneller Entscheidungen auf legalem Wege an den Stadtvertretern vorbei auf den Weg brachte. Polzin wusste, dass die Stadtvertreter punkto Heiligendamm nicht zu Entscheidungen fähig sind – das Abstimmungspatt zweimal hintereinander (9 zu 9 Anfang und 11:11 Ende Februar) in Bezug auf das Vorkaufsrecht beweist diese These. Die erste Entscheidung der Stadtvertreter, die öffentlich auch als „für den Investor“ verstanden und verkauft wurde, fällten die Stadtvertreter Ende 2009, nachdem der Bürgerbund Verluste eingefahren hatte und die FDP von ihm abgerückt war. Die Stadtvertreter beschlossen im Klartext, dass die zukünftigen Bewohner der Villen der Perlenkette statt sechs Monate das ganze Jahr lang ihre Wohnungen bewohnen dürfen und, dass sie statt am Ortsrand direkt unter den Villen parken dürfen. Um diese beiden Voraussetzungen musste die ECH fast fünf Jahre kämpfen, in denen ein Interessent nach dem anderen anklopfte, sich ob fehlender Parkplätze und fehlendem Dauerwohnrecht empörten, wieder gingen und sich größtenteils woanders eine Ferienwohnung kauften – in Warnemünde, Kühlungsborn, zuletzt sogar nach der Aufgabe des Waterkant-Archen-Traumes der dortigen Gemeindevertreter in Börgerende. Diese Investoren waren dann weg und mit ihnen auch das Kapital, das zur Sanierung der Perlenkette nötig war.

Blockiert: Der Hund beißt sich in den Schwanz.

Genau hier beißt sich der Hund in den Schwanz: Ohne ansehnliches Umfeld taugt das beste Hotel nichts. Vorgesehen war, sofort nach Hoteleröffnung wieder einen Fonds aufzulegen und mit Hilfe der Anleger die Perlenkette zu sanieren und das Hinterland mit Sport- und Freizeitangeboten zu versehen. Langfristig sollte ein Thalassozentrum (Meereswasserschwimmbad mit Innen- und Außenbecken, Sole- und Thermalbädern etc.) und ein Ayurveda-Zentrum entstehen, ein Konferenzzentrum, Appartements, Restaurants, Sportstätten, Boutiquen, Dienstleistungsgeschäfte und ein Villenressort. Finanzieren sollten dies der Fonds, die Gewinne aus dem Hotelbetrieb und die Vermarktung der Wohnungen, Appartements und Villen. Das Konzept war schlüssig, fiel aber mit der rot-grünen Regierung unter Gerhard Schröder plötzlich um, weil Steuervergünstigungen gestrichen und damit Fonds für Anleger unattraktiv wurden. FUNDUS musste umdenken, stellte dann aber das Konzept der klassischen Immobilienfinanzierung vor: Erst werden die Wohnungen verkauft und dann gebaut. Das funktionierte aus oben genannten Gründen nicht: Keine Parkplätze am Haus und kein Recht, die Wohnung dauerhaft zu nutzen. Abhilfe sollte eine B-Plan-Änderung schaffen, gegen die sich aber die Mehrheit der Stadtvertreter (bestehend aus Bürgerbund, FDP, Grüne, Linke und ein paar Einzelstimmen quer durch die anderen Parteien) sträubten. Fünf Jahre lang, in denen nichts saniert werden konnte, weil kein Interessent Geld zu geben bereit war. In diesen fünf Jahren kamen Gäste, überzeugten sich davon, dass es in Heiligendamm außer der wirklich schönen Häuser nichts zu sehen gibt, gaben mangels Möglichkeiten kein Geld aus und kamen nicht wieder.

Anspruchslos: In Heiligendamm gibt es eigentlich nichts zu erleben.

Denn hier hat die Stadt die Weichen einfach nicht gestellt: Man glaubte 1996, dass die wenigen verbliebenen gastronomischen und gewerblichen Angebote bestehen bleiben und ausreichen würden. Heiligendamm war während seiner Klinik-Zeit nicht vom Massentourismus überrannt worden und sollte es auch weiterhin nicht werden: Die Seebrücke wurde so gebaut, dass keine größeren Schiffe anlegen können (auch nicht die MS Baltica), auf Busparkplätze wurde verzichtet und auch die Pkw.-Parkplätze wurden stets begrenz gehalten.

Geld verdienen wollte man mit dem Seebad schon aber man war sich auch bewusst, dass es nicht unendlich Platz gibt – zumal in Bad Doberan schon ein Investor für Ferienhäuser für 1000 Menschen am Start stand, die auch noch in Heiligendamm baden wollen würden. Was Heiligendamm wirklich gebraucht hätte und noch immer braucht, ist eine funktionierende Strandversorgung.

Erste Versuche scheiterten daran, dass sich die betroffenen Gastronomen in einem Gebäude zusammenschließen sollten, das sie selbst zum größten Teil mitfinanzieren sollten. Keiner der Gastronomen konnte oder wollte das und so blieb es bei den beiden „Buden“, dem Café, den beiden Gaststätten und dem Café in den herunter gekommenen Kolonnaden. Ein paar neue Angebote siedelten sich an aber mit einer Eismilchbar, einem Luxusrestaurant und einem „Tante-Emma-Laden“ war Heiligendamm nicht zu retten. Die betuchten Hotelgäste gingen zu Gerhard Butze, um Currywurst mit Pommes für 3 Euro zu essen aber anders herum ging kaum ein Strandbistro-Kunde ins „Medinis“, um eine Pasta für 16 Euro zu essen.

Überhaupt hatten die Hotelgäste nicht viele Möglichkeiten, um ihr Geld zu verprassen: Dazu mussten sie nach Kühlungsborn oder Warnemünde fahren. Viele Gäste kamen trotzdem immer wieder nach Heiligendamm. Dennoch hat das Grand Hotel in Heiligendamm zu wenig Stammkundschaft und auch  die gerenelle Auslastung war nur dreimal wirklich gut: 2003 nach der Eröffnung, 2007 nach dem G8-Gipfel und 2009 in einem richtig guten Schönwetter-Sommer.

Jagdfeld vs. Petrus: War das Wetter Schuld? 

Das Wetter war dann auch Jagdfelds Nebenargument, das sich die Kritiker am liebsten heraus pflücken. Wir haben hier an der Ostsee schon viel mehr Sonnenstunden, als es in vielen anderen Urlaubsregionen der Fall ist. Der Sommer 2009 lief nach Angaben des Grand Hotels gut und 2010 gab es auch noch Gewinne in den Hotelkassen. 2011 war Landunter im ganzen ehemaligen Ostseebezirk und das wirkte sich auch auf den Tourismus aus.

Trotzdem gab es auch 2011 Gewinner in der Branche: Wer nicht nur auf Sonne, Sand und Meer setzte, sondern seinen Gästen auch dann gute Angebote machen konnte, wenn es draußen regnete und stürmte, der hatte mehr Gäste, als je zuvor, weil ihm die aus den anderen Hotels flüchtenden Gäste zuströmten – sie hatten ja nun einmal Urlaub und den wollten sie auch verbringen.

Was macht man im Grand Hotel, wenn man nicht an den Strand gehen mag, weil es regnet und wenn auch der Wald und die Wiesen einem nicht reizen? Man kann essen und trinken, kann lesen, Musik hören, fernsehen, einige kulturelle Arrangements in den Abendstunden gibt es auch und man kann sich im SPA-Bereich verwöhnen lassen. Kostenlos ist das Becken und einige Inklusivanwendungen – alles andere kostet extra. Das Becken – das sagt auch Jagdfeld – ist zu klein und zu unruhig, da Erwachsene und Kinder es sich teilen müssen.

Perplex: Retten kann das Grand Hotel genau das, was fehlt.

Abhilfe schafft ein Ausbau des SPA-Bereiches, der zwar in Planung ist, wo es aber wegen der schlechten Auslastung an Geld fehlt. Wobei der Ausbau auch die Auslastung verbessern würde, was aber ohne Geld nun einmal nicht möglich ist und weshalb dann auch Jagdfeld das Millionenloch in der Hotelkasse gesteht und per Insolvenzantrag offiziell macht. 40 Millionen Euro würden reichen, um das Hotel auf Vordermann zu bringen und weiter arbeiten zu können. Dazu aber müssten die Banken auf ihre Forderungen verzichten oder sich jemand finden, der das Hotel für diesen Preis kauft und weiter betreibt.

Genau hier wird es schwierig: Die Firmen des Jagdfeld-Imperiums sind eng miteinander verbunden. Die Entwicklungscompagnie Heiligendamm (ECH) zum Beispiel entwirft, plant und baut das ganze Umfeld des Grand Hotels genau nach den Bedürfnissen des Hotels und seiner Gäste. Ohne ECH gäbe es kein Grand Hotel und ohne die Einnahmen des Hotels würde es der ECH an Geld fehlen. Beide Schwesterunternehmen arbeiten eng zusammen und das muss auch weiterhin funktionieren. Wenn nun aber ein eventueller neuer Eigentümer Anno August Jagdfeld nicht akzeptiert, wird es schwierig, denn der ist ja in jeder Gesellschaft Geschäftsführer oder Teilhaber und hat damit überall Einfluss.
Thronverzicht: Geht ein Heiligendamm ohne Jagdfeld überhaupt?

Das bringt uns zur nächsten Frage: Soll es mit oder ohne Anno August Jagdfeld weiter gehen?
Jagdfeld ist der Entdecker Heiligendamms und gilt auch als sein Retter. 7% hat allein seine Familie in den Fonds 34 eingezahlt und er hat immer wieder auch privat Millionenbeträge investiert, um seinen Traum nicht zerplatzen sehen zu müssen. Heiligendamm ist Jagdfelds „Kind“ und jeder wird verstehen, dass er das nicht so einfach her geben oder seinen Einfluss aufgeben wird. Jagdfeld ist die treibende Kraft, ohne die es wohl nie zur Sanierung in dieser Art und Güte gekommen wäre und seine Entscheidungen in Heiligendamm sind nicht immer ökonomisch, sondern oft auch emotional. Nur er hat diese Emotionen und nur er kann so emotional an diese Sache heran gehen.

Zuschussgeschäft: Heiligendamm war nie allein marktfähig.

Jeder Ökonom hätte viele Male anders entschieden und wahrscheinlich Heiligendamm längst aufgegeben. Jagdfeld aber tut das, was schon die Herzöge vor ihm taten: An Heiligendamm hängen und alles dafür geben (wie auch bei den Herzögen schon zählt dazu auch das Geld anderer). Die größte Pleite erfuhr Heiligendamm, nachdem der Großherzog das Bad verkaufte. Davon hat es sich nie wieder erholt und es blieb immer ein Zuschussgeschäft – selbst zu DDR-Zeiten, wo hunderttausende Mark in die kostenlose Sanierung Werktätiger investiert wurden und nach der Wende noch, als jährlich Zuschüsse für den laufenden Klinikbetrieb flossen. Für den Großherzog bedeutete dieser Zuschuss immer noch einen Imagegewinn und auch Baron Rosenberg butterte aus Liebe Geld hinzu. Für alle nachfolgenden Generationen jedoch war mit den Zuschüssen nichts gewonnen – nur erhalten.

Verliebt: Wie Jagdfeld wider die Ökonomie investiert.

Erst Jagdfeld knüpft wieder da an, aus reiner Liebe wider aller Ökonomie zu handeln und trotzdem einen Gewinn in den Verlusten zu sehen und erleben. Geht es ohne Jagdfeld? Ich denke: Zu seinen Lebzeiten nicht – er würde daran zerbrechen, nicht mehr Teil seines Lebenswerkes sein zu dürfen.

Wenn Jagdfeld aber im Hintergrund bleibt, wird das die Gegner immer wieder bestärken. Nur sein vollständiger Rückzug würde dafür sorgen, dass die Kritiker ihren Gegner verlieren. Gewinner wären sie trotzdem nicht, denn die Öffentlichkeit nimmt es durchaus so wahr, dass die Politik in Heiligendamm versagt hat und maßgeblich die Schuld sind, die jahrelang gegen den Investor bearbeitet haben. Aus der nahen Ferne klingen die Leserbriefe immer in diesem Ton: „Ihr habt den Investor ruiniert“. Vor Ort will man sich das natürlich nicht eingestehen und sucht die Schuld noch allein beim Investor.

Kein Unschuldslamm: Die Pleite ist nicht allein fremdverschuldet. 

Der ist natürlich nicht frei von Schuld. Gerade die emotionale Verbindung zu seinem Lebenswerk machte den FUNDUS-Chef immer wieder blind. In Zingst wurde die FUNDUS-Gruppe verwöhnt, konnte sogar ein denkmalgeschütztes Kapitänshaus versetzen, weil es „im Weg stand“. Dort konnte man den Wunschzettel einreichen und nach einer Woche war er abgearbeitet. In Zingst ist man den Umgang mit Investoren gewöhnt und nahm das Steigenberger Hotel gern an, fasste dafür kurz und schmerzlos Beschlüsse, die in Zingst auch so möglich sind, weil die breite Öffentlichkeit die Erfolge sieht und achtet.

Fatal: Versprechen blieben unerfüllt.

In Bad Doberan hingegen hatte man Heiligendamm schon aufgegeben, als Jagdfeld kam und jedes noch so kleine Versprechen des Investors wog hier doppelt so viel, wie anderswo. 2000 Arbeitsplätze, 500 Villen, zwei Appartmentkomplexe, die Sanierung des Ensembles und der Perlenkette, Konferenzzentrum, Schwimmbad, Wohlfühltempel – man verstand all das in Bad Doberan als „Lieferung bis nächste Woche“. Der Investor hat es leider verpasst, diese Erwartungen zu dämpfen und klar zu sagen, was wann in welcher Reihenfolge entsteht.

Nachtragend: Kritiker nutzen FUNDUS-Fehler aus.

Als er damit anfing (ab 2007), war es bereits zu spät, denn die FUNDUS-Gegner hatten bereits den Masterplan für sich instrumentalisiert und trommelten mit den Fingern auf die – natürlich in der Mehrzahl – unfertigen Projekte. Die Erfolge wurden und werden von den Gegnern totgeschwiegen und ignoriert – zuletzt offiziell auch von Stadtvertretervorsteher Guido Lex (Bürgerbund), der sich über unfertiges und angeblich nicht mehr erreichbares in der Zeitung aufregte, ohne eine Silbe für die Schönheit des Vollbrachten zu verlieren.

Die Presseabteilung – die FUNDUS schon allein dafür braucht, in Heiligendamm eine eigene Zeitung zu betreiben, um sich ins rechte Licht zu rücken – stellt seit einigen Jahren die Erfolge hervor, was natürlich einen sehr werbenden Eindruck hinterlässt, den wiederum Stadtvertreter wie Heinz Keuer (Grüne) oder Harry Klink (FDP) öffentlich als „subjektiv“ anprangern, während sie ihre eigene Meinung in der Ostsee-Zeitung immer wieder als die der Stadtvertretung darstellen lassen, mit der Folge, dass diese sich dann kurz darauf davon distanzieren (CDU-Chef Prof. Kuchenbuch: „Klink für Klink“).

Ungelenk: FUNDUS veranstaltet Fettnäpchenwetthüpfen.

Die sensibel und diplomatisch aufgebauten jungen Pflänzchen werden all zu oft durch einen aufgeregten FUNDUS-Chef, hin und wieder aber auch durch nervös und unbedacht reagierende ECH-Geschäftsführer plattgetrampelt, wenn ihre Konter oder Aufreger in den Medien zitiert, teilweise auch verzerrt werden. Jagdfeld, Schlag, Zimmermann – sie alle haben schon erlebt, was eine unbedachte Äußerung für Schaden anrichten kann. Ganz bestimmte Journalisten warten nur darauf – allen voran Klaus Walter, OZ-Redakteur und der einzige, von dem keiner weiß, warum er so subjektiv gegen den Investor schreibt.

Bevor wir zu der Rolle der Medien kommen, bleiben wir noch einmal bei der Schuld des Investors. Als „wessi- und dünkelhaft“ wurde sein Auftreten 1997 bezeichnet. Jagdfeld gab sich so, wie er ist – zielstrebig und geradlinig. Diese Eigenschaften wurden missverstanden und brachten ihm den Ruf, herrschsüchtig und undiplomatisch zu sein.

Während man ihn in Zingst schon fast bediente, stieß er in Bad Doberan auf ungeahnten Widerstand, festgefahrene Strukturen und Ideologien, sowie einen Interessenkonflikt, den er nicht ignorieren durfte, es aber dennoch versuchte: Der Übergang von staatlichen Eigentum, über das jeder trampeln konnte, wie er lustig war, hin zu Privatland in (westdeutscher) Privathand war nicht so einfach, wie sich die Beteiligten das vorgestellt und umgesetzt haben. Es funktioniert bis heute nicht: Die Menschen verstehen nicht, dass die Zeiten sich geändert und das Heiligendamm von heute nicht mehr das der letzten 50 Jahre ist.

Nicht gerade zuträglich war es da, dass die ECH Dinge versprach, die sie nach Jahren nicht mehr halten konnte und deren Gegenstand nicht schriftlich vereinbart wurde. Einfaches Beispiel: Ein Weg geht über ECH-Grundstück, man spricht darüber, einigt sich und nach Jahren will die ECH das Grundstück verwerten – also nutzen – will den Weg dicht machen und schon gibt es Ärger. Statt Verträge stehen Aussagen gegeneinander, FUNDUS-Gegner eilen dem „Geschädigten“ zu Hilfe und schon wird wieder ein gefundenes Fressen genüsslich ausgeschlachtet. Der Vorwurf an den Investor darf also lauten, zu kurzsichtig gewesen zu sein.

Andererseits darf man den Vorwurf auch gleich wieder aufwiegen: Die ECH hat einige Grundstücke und Gebäude im Laufe der Zeit zusätzlich gekauft um zu verhindern, dass jemand anderes es tut und dann dort denkbar unpassende Dinge etabliert, wie Groove-Diskotheken, Asylantenheime oder Jugendherbergen. Die ECH konnte nicht alles nutzen was sie erwarb und das rief natürlich wieder Kritiker auf den Plan, die bemängelten, dass die ECH alles kauft und verfallen lässt. Schwer zu entkräften, denn die Erklärungen will keiner hören.

Mit im Einkaufswagen der ECH landeten auch Kleingärten, von denen ein großer Teil aufgegeben war und Häuser, die zu über 80% leer standen. Die wenigen, denen noch eine Parzelle zwischen den verwilderten gehörte oder die in einer Wohnung zwischen den leer stehenden wohnten, schlossen sich in ihrem Kampf gegen den Verlust dieser Sache an die FUNDUS-Gegnerschaft an oder wurden von ihr benutzt, um gegen den Investor zu kämpfen. Dem Investor fehlte es hier einfach an Umsicht, sicher auch an Erfahrung – man hätte zusätzlich zur Presseabteilung noch ein eigenes Psychologenteam benötigt, um in Heiligendamm schürfwundenfrei arbeiten zu können.

Konsequent: Alles wird auf eine Karte gesetzt.

Vorgeworfen wurde der FUNDUS-Gruppe auch immer wieder, alles auf eine Karte zu setzen. Mit unliebsamen B-Plan-Änderungen waren manchmal auch ersehnte Dinge verbunden: Änderung des B-Plan 25 und dafür Baubeginn an Villa „Perle“ binnen zwölf Monaten. Immer wieder wurde das als Erpressung angesehen. Gerade bei diesem Beispiel aber zeigt sich, dass es eine einfache und logische Reihenfolge von Voraussetzungen darstellt: Wird Dauerwohnrecht erteilt und die Tiefgarage genehmigt, kann die ECH die „Perle“ wiederaufbauen weil sie sicher sein kann, dass sie sie auch los wird.

Eigentlich ist es gar nicht das übliche Konzept, erst Geld zu investieren und dann das Produkt zu verkaufen, sondern vorgesehen ist, erst einen Teil der Finanzierung durch feste Käufer zu sichern und dann zu bauen und dabei nur den Rest aus eigener Tasche zu bezahlen. Wir reden hier von zweistelligen Millionenbeträgen, die die ECH nicht mal eben vorstrecken und dann  durch Verkäufe im Nachhinein wieder einfahren kann.

Auch für die Käufer sind es Millioneninvestitionen und dafür wollen sie bei der Gestaltung ihrer individuellen Wohnung mitbestimmen können. Schon darum ist es attraktiv, die Wohnung zu kaufen, bevor mit dem Bau begonnen wird: Man kann live seine Wohnung mitbestimmen und mitunter noch in letzter Minute vor Ort kleine Anpassungen vornehmen lassen. In Heiligendamm darf eben nichts von der Stange und muss alles individuell und einmalig sein – so war die Idee der Gründer und Erbauer und nur so funktioniert die Wiederauferstehung der Legende.

Perspektiven: Perlenketten-Pläne sind geschichtskonform.

Wäre die Perlenkette per Fonds finanzierbar gewesen, wäre daraus ein Hotel-Ensemble mit elf Häusern geworden, die allesamt den Gästen fertige Produkte „vorsetzen“, wie es in Hotels nun einmal üblich ist. Das Platzen der Fonds-Finanzierung und die Umorientierung auf den Einzelverkauf von je 6 Wohnungen pro Villa (Anker: fünf) ist eine große Chance für die Villen, denn damit erhalten sie unterschiedliche und individuelle Innenleben – jedes hat einen eigenen Charakter und Charme, eine eigene „Seele“. Ohne diesen glücklichen Platzer wäre alles so gewesen, wie überall im Grand Hotel auch. Der Geschichte hätten beide Konzepte entsprochen: Es gab in den Perlen zeitweise Ferienwohnungen, die alle einer Personengesellschaft (dem Grand Hotel) gehörten und zu anderen Zeiten gehörte fast jede Villa einer anderen Person, die die Wohnungen in ihr vermietete. Beides hat und wird funktionieren – aber dazu darf man die Perlenkette nicht zu einer Dauerbaustelle machen, sondern muss flott hintereinander weg alle Villen sanieren und in sehr absehbarer Zeit mit der letzten fertig sein. Sonst haben die neuen Eigentümer nämlich keine Freude an ihren Wohnungen. Das ist etwas, was die ECH nicht tut – weil sie es finanziell einfach nicht kann. Sie hat aber gezeigt: „Stimmt ihr dem zu, bekommt ihr das.“ – die „Perle“ ist bald fertig und „Greif“ bereits in Planung.

Abhängig: Warum ein neuer Investor mit FUNDUS zusammen arbeiten muss.

Mit der Hotel-Pleite allerdings wird der Geldfluss für die ECH geringer, sodass die Sanierung nur weiter gehen kann, wenn auch das Hotel weiterläuft – und zwar möglich ECH-konform und FUNDUS-nah. Die beste Variante wäre der Kauf durch eine FUNDUS-nahe aber nicht FUNDUS-gehörende Gesellschaft und das Agieren Jagdfelds im Hintergrund – Finger weg vom Hotel und die ganze Konzentration auf die Weiterentwicklung. Das aber erscheint mir fast schon utopisch: Jagdfelds Rückzug würde enttäuschte Anleger stärken, die alle Misserfolge auf ihn projiziert haben. Es würde reihenweise Klagen hageln, weil sie die Position FUNDUS‘ geschwächt sehen würden. Damit würde Jagdfeld dann auch einigen anderen Fonds keinen Gefallen tun.

Enttäuscht: Die wahren Retter Heiligendamms gehen leer aus. 

Die Anleger sind der vorletzte Aspekt der Analyse: Hier handelt es sich um Leute, die Jagdfelds Aussage vom „Liebhaberstück“ entweder voll oder eben doch nicht richtig verstanden haben. Das Gros der Anleger wusste von Anfang an, dass es nicht um Rendite geht, sondern um den Wiederaufbau einer Legende mit ihrem Geld. Für sie war es ehrenhaft, Geld zu investieren und der Gegenwert – die Übernachtung und Vergünstigungen im schließlich „eigenen“ Hotel – war genug. Diese Leute verkrafteten das Ausbleiben der Rendite und machten Jagdfeld auch beim schmerzhaften Kapitalschnitt keinen Strich durch die Rechnung. Jene aber, die auf Jagdfeld nicht hörten und für die die Rendite im Vordergrund standen, die nahmen sich Anwälte, die reihenweise von den Schwächen der betroffenen FUNDUS-Fonds und der misslichen Lage ihrer Mandanten profitierten. Erfolg hatten nur wenige – Jagdfeld blieb stets der Fels in der Brandung und kein Prozess konnte ihn zu Fall bringen.

Darum kann er jetzt auch nicht einfach von selbst gehen. Dem Fonds nutzen unzufriedene Anleger und schlechte Publicity aber auch nicht: Die Zahl der Anleger ist etwas rückläufig und neue kommen kaum noch hinzu. Bemerkenswert auch dies: Während Jagdfelds Familie allein 7% am Fonds 34 zeichnen, sind nur 0,7% der Fonds-Anleger aus Mecklenburg-Vorpommern – 99,3% kommen aus den alten Bundesländern und dem Ausland. Einerseits wollen die Mecklenburger mitreden und mitbestimmen aber andererseits nicht mitmachen und nicht investieren. Wenn auch nur ein Stadtvertreter 200.000 Euro in den Fonds 34 eingezahlt hätte, würde er sich sehr genau informieren und seine Entscheidungen sehr gewissenhaft fällen. So aber wird über das Geld unbekannter Dritter bestimmt, das FUNDUS „doch gefälligst investieren“ solle. Fakt ist: Jagdfeld hat den Fonds aufgesetzt und damit die Weichen gestellt. Gerettet haben Heiligendamm 2000 (1900 sind es aktuell noch) mutige und risikobereite Menschen, die ein Teil ihres Vermögens in eine Sache investierten, die zwar sicherer als Lotto aber unsicherer als der Bausparvertrag ist. Viele Anleger sind gut informiert und schimpfen auf die Stadtvertreter oder auch die investorenfeindlichen unbeweglichen und verbissenen Einheimischen und die „Gaffer“ unter den Touristen.
Schwarzweiß: Die Welt der Medien.

Nicht vergessen werden darf aber die Macht der Medien. Was die Ostsee-Zeitung schreibt, ist für viele ihre Leser Gesetz. Und wenn sie die nun entlarvten Lügen eines Harry Klink immer wieder zitiert, ohne selbst zu recherchieren, trägt sie zum Misserfolg Heiligendamms bei. Die Ostsee-Zeitung hat ein Bild von Heiligendamm gefestigt, das nur die ihr nahe stehende BILD-Zeitung (beide waren zeitweise Schwestern) etappenweise an Schande überbieten konnte.

Medial gesehen ist Heiligendamm der Reichen-Zoo mit den eingesperrten Schönen und Reichen, die dort belagert von Gaffern ihrer Lust oder Langeweile frönen in einer Welt, in der sie alles haben können, wovon jeder Leser nicht einmal zu träumen wagt. Aus medialer Sicht ist FUNDUS ein Verein von Lügnern und Betrügern, die mal vorne- mal hinten herum Vorteile und vermeintlich illegale oder illegitime Rechte (das schließt sich eigentlich aus) erlangen. In einigen Medien stecken sogar FUNDUS und Politiker unter einer Decke (wo man sich dann fragt, wie es dann zu den Abstimmungsergebnissen kommt) und in den Augen derselben Journalisten sind sogar die FUNDUS-Gegner auf ihren verlorenen Posten gegen den Klüngel und den gekauften Bürgermeister die „Guten“. Die Medien zitieren die Lüge der Bürgerinitiative „Pro Heiligendamm“, dass Heiligendamm immer allen gehörte, öffentlich und frei zu betreten war und dass bestimmte Wege und Durchgänge der Öffentlichkeit widerrechtlich entzogen oder widerrechtlich gesperrt worden seien.

Keine der Lügen hielt je eine Überprüfung Stand – Stadtverwaltung, Landkreis, Forstamt und StAUN widersprachen nacheinander den Aussagen, was aber die Medien nicht daran hinderte, sie weiterhin zu zitieren. Erst das rechtliche Vorgehen der ECH gegen den aufdringlichsten und machtvollsten der Lügengeschichten-Verbreiter setzte ein Signal. Der FDP-Ortsvorsitzende wich einem Gerichtsverfahren schnell aus, indem er sich in einem von ihm gewünschten Vergleich verpflichtete, gegen Androhung von über 5000 Euro Strafe bestimmte Aussagen  nicht mehr zu tätigen. Erst einmal steht damit die ECH als Sieger da aber es ist damit zu rechnen, dass trotzdem hier noch keine Ruhe einkehrt.

Medien transportieren nur aber der Ton macht die Musik. Persönliche Kommentare und subjektive Erfahrungsberichte (insbesondere Hotel-Tests von einfachen Journalisten, deren Revier gar nicht in Hotels dieser Klasse liegt und die objektiv gar keine vernünftigen Bewertungen abgeben können) und auch schlecht recherchierte oder unter Auslassung von Tatsachen formulierte Artikel können jedoch mehr, als nur transportieren. Hier liest man von Gaffern, dort von Zäunen aber nirgendwo erklärt man den Zusammenhang zwischen Gaffern und Zäunen.

Die einzigen Medien, die wirklich kompetent recherchiert haben und erklären, fangen mit „S“ an und kosten über 5 Euro. Selbst die „Welt“ lässt sich zu subjektiven Erfahrungsberichten übereifriger Journalisten hinreißen, deren Mission die Suche nach dem Haar in der Suppe ist. Andernorts liest man von Sicherheitszäunen, von denen man gar nicht weiß, ob der von 2007 oder einfach nur ein Gartenzaun gemeint ist oder man liest von der hervor gekramten Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers in Bad Doberan und von Regressionsansprüchen der Vertreter Baron von Rosenbergs.

Von Ost-West- und von Arm-Reich-Konflikten ist die Rede, von bösen Investoren und Behörden-Schikanen aber nie davon, wie das eine mit dem anderen zusammen hängt. Diese ganze Publicity formt ein Image von einem Ort, an dem man keinen Urlaub machen und schon gar nicht investieren will.


Aussichten: Wie kann es weiter gehen?

Wenn PWC es schon nicht weiß, werden Sie und ich auch kein Patentrezept haben. Im elektronisch geführten Austausch mit sehr fähigen Leuten aus ganz Deutschland habe ich aber Ansätze gefunden, die die Auslastung des Hotels und damit die Umsätze und damit wiederum die Investitionsmöglichkeiten steigern können. Hier sind ein paar Beispiele:

1. Kooperation mit Börgerende, wo viele Eigentums-Ferienwohnungen entstehen, deren Eigentümer und deren Mieter in Börgerende kaum Möglichkeiten haben, SPA, Fitness, Wellness und Kultur oder auch nur eine 5-Sterne-Speisekarte zu genießen. Das Grand Hotel kann Angebote bündeln, um diesen neuen Nachbarn in Heiligendamm all das zu bieten und damit Geld zu verdienen. Auch das Gestüt, besonders der Gutsladen, kann von Börgerende profitieren, ebenso das Golf-Resort.

Anders herum gibt es in Börgerende noch viele Gestaltungsmöglichkeiten: Die FUNDUS-Gruppe kann aktiv Einfluss auf das gewerbliche Angebot in Börgerende nehmen und selbst oder über Dritte dort Shopping- und Dienstleistungsangebote etablieren, für die in Heiligendamm derzeit kein Platz vorhanden ist. Die Gäste des Grand Hotel würden dann in Börgerende die Angebote finden, für die sie heute nach Kühlungsborn oder Warnemünde fahren, wo sie Hotels finden, in denen sie vielleicht in Zukunft lieber einkehren. Börgerende hat ein solches Hotel nicht und die Nähe zu Heiligendamm macht es möglich, als „vor Ort“ angesehen zu werden.

Zwischen beiden Orten kann ein gemeinsamer Kurpark entstehen, der die bestehende natürliche Umgebung nicht zerstört und im Gegenteil die Möglichkeit bietet, seltene Tiere und Pflanzenarten zu beobachten, im Grünen zu verweilen und dabei eine bessere Verbindung zwischen Heiligendamm und Börgerende zu haben, als die Promenade, die selbst auch noch ausbaufähig ist. Schnellere Verbindungen sind ebenfalls möglich: Elektromobile oder gar eine kleine Straßen-Mollibahn. Beide Orte können als Einheit agieren, die weit genug von seinen Konkurrenten entfernt liegt: Beide Orte sind fußläufig gut erreichbar, Warnemünde und Kühlungsborn hingegen nicht.

2. Während Punkt 1 sofort und problemlos umsetzbar ist, bedarf es bei Punkt 2 einer fähigen Stadtvertretung, die leider ihre Fähigkeiten noch zu wenig unter Beweis stellt, wenn es um Heiligendamm geht. Heiligendamm braucht eine Strandversorgung, die ein abwechslungsreiches gastronomisches Angebot, Souvenirs und Waren des saisonalen oder maritimen Bedarfs einerseits und maritime Dienstleistungen auf der anderen Seite anbietet. Café, Backwaren, Fisch, den kleinen Snack, die kleine und die große Mahlzeit, Andenken, Badesachen, Strandspielzeug, Sonnenbrille und Sonnencreme, die Tageszeitung, ein wenig leichte Lektüre muss es in Heiligendamm geben und natürlich auch die Möglichkeit, zu Segeln, Surfen, Kiten, Fahrrad zu fahren, geführte Wanderungen oder Rundgänge mitzumachen, Schwimmen zu lernen, zu Tauchen, Beachvolleyball zu spielen oder eben auf Toilette zu gehen. Im Moment sind wegen Versäumnissen zwei Strandversorgungen im Gespräch, was angesichts dessen, was man anbieten könnte, auch keine zu viel wäre. Beide stünden ein wenig voneinander entfernt und könnten sich gut ergänzen. Problem: Bei einer Strandversorgung streiten Mitglieder der FDP und des Bürgerbundes gegeneinander, um jeweils ihren eigenen Parteifreunden  den Bau der Strandversorgung zu ermöglichen und solange der Investor der anderen geplanten Strandversorgung nicht weiß, was genau dort entstehen soll, fängt er mit seinem Projekt nicht an. Er findet ja erst Mieter wenn diese wissen, dass die andere Strandversorgung keine Konkurrenz darstellt. Der Streit der Stadtvertreter untereinander – momentan hat man sich für den Bürgerbund-nahen Betreiber entschieden aber FDP-Mann Klink akzeptiert das nicht und feuert immer wieder dagegen, auch mit widerlegten Parklplatzverlust-Argumenten) – verhindert die Entstehung der für Heiligendamm so nötigen und wichtigen Strandversorgung. Kommt sie, tritt Zufriedenheit ein, denn die Gäste fühlen sich nicht mehr durch das Nehmen (der Kurtaxe und Parkgebühren) ohne Geben (von Angeboten) abgezockt. Sie hätten mehr als nur Sonne, Strand und Meer und würden nicht beim Anblick des Unfertigen noch weiter in Frust verfallen. Darum braucht Heiligendamm eine Strandversorgung für seine Gäste.

3. Das Hotel muss sich für die Öffentlichkeit öffnen.
Da man an der Nasenspitze nicht sieht, wer Kaffee trinken und wer nur gucken will, hat das Grand Hotel recht rigoros jeden Gast ausgesperrt, der kein Zimmer gebucht hat. Schnell hat man aber gemerkt, dass man damit Geld verschenkt und so hat die ECH nach dem Rückzug der Kempinski-Gruppe eine Klingel am Tor installiert und stellt in der Saison einen Pagen an das Nordtor zur Promenade. Damit hält man bestimmt Gaffer fern aber es wirkt nicht einladend. Wäre es möglich, wenigstens zur Kurhaus-Terrasse zu gelangen, würden sich dort auch mehr Gäste nieder lassen. Es gibt zur Burg hin eine weitere Terrasse, die man einfach nur durch eine geschlossene Tür den Hotelgästen vorbehalten und ihnen so eine ruhige Terrasse für sich selbst anbieten kann. Anders herum wäre es auch möglich, einfach eine weitere Terrasse und einen eigenen Service zu errichten, der auf einem geringeren Preisniveau einfachere Speisen anbietet und sich explizit an die Tagesgäste richtet. Wenn man die Tagesgäste und Einheimischen am Grand Hotel Teil haben lässt und ihnen für sie bezahlbare aber dennoch ein wenig besondere Angebote macht, dann fühlen sie sich nicht ausgeschlossen und akzeptieren das Hotel. Statt über die Gerichte zu lästern, die sie sich nicht leisten können, würden sie stolz ihre Gäste „ins Grand Hotel“ einladen, in ein Café, das sie sich leisten und in das sie sogar noch einladen können. Das Herz Heiligendamms ist der Bereich an der Seebrücke. Dort den Gästen außer einer Sackgasse nichts zu bieten, ist tödlich für Heiligendamm. Hier ist das Herz, das immer pulsierte und immer das Ziel der Besucher war und sein wird. Wenn man will, dass dieses Herz schlägt, muss hier etwas hin, das alle bedient. Das Kurhaus kann das nicht und darum muss noch ein zweites Angebot geschaffen werden. Die Zeiten haben sich geändert: Der „Pöbel“ kuscht nicht mehr.

Das sind die drei von vielen Ideen, die am weitesten ausgearbeitet und aktuell am einfachsten umsetzbar sind. In Börgerende erwartet uns das nächste Debakel durch verkehrt herum begonnene Bauarbeiten und vermurkste Dorfbauplanung. Die Gemeinde hat bereits finanziell stark abgebaut und verlässt sich auf Investoren, die dabei sind, einen Karren gegen die Wand zu fahren. Börgerende tut gut daran, sich mit Heiligendamm zusammen zu tun und gemeinsam den einzigartigen Standortvorteil zu nutzen. Unter dem Großherzog ist die Erweiterung Heiligendamms nach Osten begonnen wurden. Heute muss der Schulterschluss vollzogen werden. Ohne Vereinigung oder Ehe – einfach durch konstruktive und gute Zusammenarbeit und gemeinsame Präsenz.
Folgenschwer: Warum keiner sich die Pleite leisten kann.

Für das erste ist die Gefahr, dass das Grand Hotel schließen muss, nicht sehr groß. Die Aufgabe Heiligendamms wäre das Schlimmste, was dem Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern passieren könnte, denn damit würde das Signal gesetzt werden, dass Luxustourismus hier nicht möglich ist. Auch viele Politiker haben sich für das Grand Hotel in die Bresche gelegt und das Land bürgt mit Millionenbeträgen.

Für Bad Doberan würde der Rückzug eines so bedeutenden Investors bedeuten, dass die Münsterstadt nicht marktfähig ist – es käme einer Ausladung an alle Investitionswilligen gleich. Das Rathaus hätte seinen Ruf zu verlieren, denn es steht derzeit als Verhinderer und Blockierer da – die jüngste „Entscheidung“ (11:11 Stimmen) verdeutlicht dies. Selbst alle, die es „ja schon immer gesagt“ haben und den Jubel um den Insolvenzantrag nur schwer unterdrücken konnten, sind Verlierer, denn sie sind Mit-Ursache des Schlimmsten, was Bad Doberan und dem Land passieren kann.

Verschworen: Will ein Konkurrent Jagdfeld ausspannen? 

Außerdem leben ganze Organisationen davon, FUNDUS und Jagdfeld zu bekämpfen. Was wäre, wenn sie ihr Ziel erreichten? Installierten sie dann einen neuen Investor und Betreiber und bewiesen damit, was lange vermutet aber wofür nie ein Indiz gefunden wurde: Dass ein Mitbewerber den ganzen Trubel anheizt und bezahlt? Oder lösten sich diese Kontras einfach auf und hinterließen einen Scherbenhaufen, mit deren Folgen und Hohn sie dann leben müssten?

Aussichten: Warum Heiligendamm noch Chancen hat.

Ob Befürworter oder Gegner, Akteure oder Passive: Keiner kann es sich leisten, das Grand Hotel winkend untergehen zu lassen und auch die Banken tun besser daran, auf einen Teil des Geldes zu verzichten, als möglicherweise ganz verzichten zu müssen. Für das Land ist es billiger, noch einmal Unterstützung nach Heiligendamm zu geben, als das Hotel in die Insolvenz gehen zu lassen und dann als Bürge belangt zu werden. Die Orangerie als Sicherheit für die Bürgschaft ist so wertvoll, wie ein saftiges Steak für einen Veganer: Er könnte es essen aber eigentlich kann er es doch nicht.

So werden sich Mittel und Wege finden, um dem Grand Hotel den Weiterbetrieb zu ermöglichen. Schlimmstenfalls kostet dies ein personelles Opfer – bisher waren das immer Hoteldirektoren, diesmal könnte es auch ein Geschäftsführer sein. Das würde dann aber nur bedeuten, dass Jagdfeld sich nicht mehr ins Hotel einmischen kann – ringsherum bliebe er der Primus. Die Gemüter wären beruhigt, die Gläubiger zufrieden und es bliebe Luft und vielleicht sogar Geld für die dringend nötigen Erweiterungen. Natürlich ist eine drohende Insolvenz auch ein gutes Mittel, um bei vorgetragenen Änderungs- und Beschluss-Wünschen an die Folgen einer Ablehnung zu erinnern. Das birgt Zündstoff und sollte tunlichst unterlassen werden.

Packen statt Schnacken: Warum Reden nichts bringt. 

Wichtig ist, dass nicht weiter diskutiert und zerredet, gelogen und beschimpft wird, sondern alle Verantwortlichen endlich an einen gemeinsamen Tisch finden, um Lösungen zu erarbeiten. Nur dann kann das Wunder von Heiligendamm erneut wahr werden und sich Phönix zum fünften Mal aus der Asche erheben. So oft war Heiligendamm nämlich schon am Boden – mal finanziell, mal ideell.

 

Dieser Beitrag ist vom 04.03.2012.
Das Grand Hotel wurde am 01.08.2013 von der Familie Paul Morzynski übernommen. Morzynski war zunächst im Bieterverfahren unterlegen, aber das Konsortium aus der Paladio AG und der De&De Holding , das den Zuschlag erhalten sollte, hatte die Anzahlung nicht geleistet und nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft kam es nicht zum Zuschlag. Die Familie Morzynski führt das Grand Hotel Heiligendamm und das Prinzen-Palais Bad Doberan bis heute. 

Ein Kommentar

  1. Ein sehr interessanter und beeindruckender Artikel.
    Ich glaube das Ihre Analyse in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch nicht zu Ende sein wird.
    Meiner Meinung nach handelt es sich hier um eines der schönsten und geschichtsträchtigen Standorte an der Ostseeküste.

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