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Auswertung der Umfrage zum neuen Tourismuskonzept

Jahrelang wurde in Sachen Tourismus mehr schlecht als recht versucht, verschiedene Gästegruppen unter einen Hut zu kriegen und Angebote für unterschiedliche Interessen zu machen.

Innerlich wusste jeder, worauf es im Kurort Bad Doberan mit seinem Seeheilbad Heiligendamm ankommt: Sanfter Tourismus mit Ruhe auf der einen und heilsamer Aktivität auf der anderen Seite. Jeder fand für sich Mittel und Wege, die Gäste zu bedienen, dennoch sind die Gästezahlen unter dem nötigen Niveau und die Zahl der Übernachtungen wird nur durch die beiden Kurkliniken hoch gehalten.

Studenten der Jade-Hochschule Wilhelmshaven attestierten der Stadt viel ungenutztes Potenzial, aber auch viele Schwächen. Es gibt kein einheitliches Auftreten (Corporate Identity) und kein Tourismuskonzept. Das heißt: Es gibt eines, aber das ist so alt, dass es noch die Jugendherberge beinhaltet.

Ein neues Konzept soll her und der Städte- und Gemeindetag würde helfen, aber dazu braucht es erst einmal ein Ziel. Soll die breite Masse bedient werden und somit Geld von vielen Tagesgästen kommen, mit Nebenwirkungen wie Staus, Parkplatznot, Abgase und Lärm? Oder sollen lieber weniger, aber Wohlhabendere kommen, denen man dann aber auch was bieten muss und die Anforderungen an ein Kurbad haben, welche mitunter erst erfüllt werden müssen? Wie kann man mit dem Tourismus Geld verdienen, ohne die Einwohner zu benachteiligen, wie es in einigen Nachbargemeinden der Fall ist, weil dort nur Fewo-Siedlungen entstehen? Was würde Gäste und Einheimische auf einen gemeinsamen Nenner bringen, ohne dass es der kleinste ist?

Um das herauszufinden, startete die Stadt eine in der Art einmalige Umfrage. 29 Einwohner und Vereine, 5 Freizeitanbieter,1 Veranstalter, 5 Gastronomen und Hoteliers und 2 Gewerbetreibende nahmen an der Umfrage teil, 5 E-Mails gingen direkt ein und 13 Antworten kamen bei einer Umfrage einer Lokalzeitung zusammen.

Das ist auf dem ersten Blick nicht viel, aber für Bad Doberan dann doch. Bei der Auswertung im Tourismus-Ausschuss waren alle Gästeplätze besetzt und es gab noch einmal viele Ideen.

Die Auswertung der Umfrage finden Sie unter http://www.stadt-dbr.de/tourismuskonzept/

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