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Bad Doberan aus der Sicht seiner Gäste: Schmucklose Ortseingänge

Die Saison läuft auf Hochtouren und die Autokolonnen werden länger. Vieles, was für uns selbstverständlich ist, sehen die Touristen zum ersten Mal und vieles, mit dem wir uns abgefunden haben, ist für unsere Gäste unverständlich. Eine gute Gelegenheit, unsere Stadt einmal mit den Augen unserer Gäste zu sehen.

Das fängt bei der Ankunft in Bad Doberan an. Viele Wege führen in die Münsterstadt und alle verlaufen durch eine reizvolle Landschaft. In drei Fällen passieren die Gäste Wälder, bevor sie die ersten Häuser der Stadt sehen. Von Rostock aus gelangen sie über eine für die Region nicht untypische lange Ausfallstraße in die Stadt, vorbei an Hallen und Baracken, zwei Gewerbegebieten und dem Einkaufszentrum. Das alles wirkt recht trostlos und einfarbig. Parallel zur Bundesstraße verstärkt sich die Tristesse. Auf dem Weg nach Heiligendamm sieht der Gast zur Rechten eine Ruine und ein Klärwerk und zur linken erst Plattenbauten, bevor dann auch neue Häuser für eine gewisse Auflockerung sorgen. Von Warnemünde aus erscheint der Ortsteingang mit Pferdekoppel und Wagenburg zur Rechten und Scheune mit Hühnerhof zur Linken einerseits idyllisch aber andererseits viel dörflicher, als es Gäste von einer Stadt erwarten. Von Börgerende, Wittenbeck und schließlich Heiligendamm aus begrüßen die Touristen sanierungsbedürftige Häuser und wenn er aus Richtung Kröpelin oder Schwaan kommt, sogar richtige Ruinen. Gerade der Autobahnzubringer als eine der am meisten benutzten Zufahrten zur Stadt enttäuscht nach einer vielversprechenden grünen Einfahrt mit dem zugenagelten Bahnhof im unaufgeräumten und unstrukturierten Umfeld, woraufhin der Gast dann auf die Moorbad-Ruine stößt und bei Gelegenheit seinen Gastgeber danach fragt. Wer mit der Bahn oder Molli anreist, steigt verwundert auf einem großen aber überwiegend leer stehenden Bahnhof aus. Selbst der von Touristen kaum benutzte Stülower Weg führt an Ruinen vorbei, sodass man sich dem Anblick gar nicht entziehen kann. Nicht für alles kann die Stadt sorgen aber in bunte Ortsteingänge zu investieren, die den Gast auf seinen Urlaub einstimmen, kann sich Bad Doberan bei anderen Kurorten abgucken.

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