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Börgerende: Bewegung in der Parteienlandschaft

Nicht nur Wellen brechen an der Waterkant, mitunter auch Parteien. So geschehen in Börgerende-Rethwisch, wo kurz vor den Kommunalwahlen Bewegung in die politische Landschaft kommt. Auslöser dürften zwei Wurfsendungen aus den letzten Wochen sein.

In der Gemeinde gibt es seit einiger Zeit ein Informationsblatt, als dessen Absender die CDU-Fraktion und der parteilose Gemeindevertreter Klaus Bergmann angegeben sind. Nun tauchte ein zweites Blatt als „Faktenprüfung“ zum ersten auf, in dem es unter anderem heißt, die CDU-Fraktionsmitglieder Lothar und Janina Mergenthal und Christoph Seyer seien nicht an der Erstellung des Informationsblattes beteiligt und hätten keine Kenntnis vom Inhalt. Unterzeichner hier sind neben den Genannten auch Mitglieder der FDP.

In einer Anfrage beim CDU-Mitglied Horst Hagemeister, stellvertretender Bürgermeister und voraussichtlicher Kandidat für das Bürgermeisteramt, stellt dieser den Sachverhalt so dar: „Ich möchte eindeutig darauf verweisen, dass ich keinen Alleingang gemacht habe, es war alles so abgesprochen.“ Hagemeister sieht eher in Mergenthals Verhalten einen Alleingang und fragt sich „Warum auch immer und für wen auch immer?“

Tatsächlich trifft er damit eine Kerbe, in die auch andere Gemeindemitglieder schlagen. Von „Beeinflussung durch Investoren“ oder „Unterwanderung“ ist da die Rede und so einige Verschwörungstheorien kursieren im Dorf. Hagemeister findet es darum „schlimm genug, dass hier parteiinterne Probleme öffentlich diskutiert werden“, wobei ihn empört, dass dies „auf einem Zettel einer anderen Partei“ passiert. Er plädiert auf dringende Gespräche innerhalb der Partei und eine geschlossene Außendarstellung.

Auf sich selbst angesprochen sagt Hagemeister „Es bleibt alles beim Alten, so wie es im Informationsblatt steht. Auf dessen Rückseite nun tut sich die nächste Überraschung auf: Am 04.11. um 19 Uhr will sich um Bergmann eine „Unabhängige Wählergemeinschaft“ für Börgerende-Rethwisch gründen. Diese wiederum will Hagemeisters Kandidatur unterstützen, was angesichts der Ereignisse in dessen eigener Partei durchaus einleuchten mag.

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