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Börgerende: Unwetterwolken an der Waterkant

An der Waterkant braut sich etwas zusammen. Es sind mehrere Strafanzeigen wegen Anlagebetruges im Rahmen der Immobilienverkäufe in Börgerende erstattet worden. Dem Vernehmen nach wird der Vertriebsgesellschaft außerdem Schwarzarbeit vorgeworfen. Aus informierten Fachkreisen ist zu erfahren, dass ein Hotel mit der im Bebauungsplan vorgeschriebenen maximalen Bettenzahl von 150 grundsätzlich nicht rentabel geführt werden kann. Aus diesem Grund konnte kein Hotelbetreiber gefunden werden, was aber weder den Erwerbern von Ferienwohnungen, noch den Einheimischen offenbart wurde. Vize-Landrat Wolfgang Kraatz äußerte sich im Januar gegenüber einer Lokalzeitung, dass durch zu viele Ferienwohnungen eine „Rolladensiedlung“ entstanden wäre, die für Hotelbetreiber eher abschreckend wirke. Nunmehr sollen so genannte „Suiten“ entstehen, bei denen es sich laut Aussage des Architekten Wöhlk um 2-Raum-Wohnungen handelt. Börgerende-Rethwischs Vize-Bürgermeister Hagemeister und der Gemeindevertreter Bergmann äußerten die Befürchtung, dass diese später als Ferienwohnungen verkauft würden. In Grömitz werden von W&N bereits an das Carat-Hotel angegliederte 2-Zimmer-Ferien- und Hotelapartments an Private verkauft, um das Objekt zu finanzieren. Hier stellt sich die Frage, ob das in Börgerende ebenso passieren wird. Christoph Brakel und Andreas Pfann von der Firma ABC bestätigten im oben genannten Zeitungsartikel, dass Knud Wilden von W&N sich vorstellen kann, „mit dem Hotel etwas zu machen.“ Brakel: „Auf diesem Gebiet stellt er sich ja bereits mit seiner Ostseetraum-Ferienwohnung-Gesellschaft auf.“ Demnach würde der als „Hotel“ bezeichnete Fünfgeschosser keine Ergänzung der bestehenden Ferienwohnungen werden, sondern schlimmstenfalls mit 75 weiteren Wohnungen für ein Überangebot sorgen, das den bestehenden Gastgebern weiterhin Übernachtungen und Einnahmen kostet. Wie durch die Umsetzung dieses Bauprojekts eine ganzjährige Belebung der „achtmonatigen Rolladensiedlung“ erfolgen soll, bleibt derweil im Dunkeln. Die Mehrheit der Gemeindevertreter hat dem Projekt zugestimmt und auf ein Verbot der Umwandlung der Wohnungen verzichtet.

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