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CDU-Fraktion gibt Informationsblatt für Börgerende-Rethwisch heraus.

Die CDU-Fraktion und die fraktionslose Einzelperson Klaus Bergmann in der Gemeindevertretung Börgerende-Rethwisch gehen neue Wege. In einem Informationsblatt, das letzte Woche in der Ostseegemeinde verteilt wurde, wollen die Lokalpolitiker fortlaufend über das politische Geschehen in der Gemeinde informieren. In dem Flyer heißt es u. a., dass sie es „wegen verschiedener, für den Bürger nicht nachvollziehbarer, öffentlicher Beschlüsse der Gemeindevertretung für dringend erforderlich erachten, den Bürgern dieses Informationsblatt zur Verfügung zu stellen“. Die fünf Gemeindemitglieder schreiben, dass sie Beschlüsse aus dem öffentlichen Teil der GV erläutern, Diskussionen öffentlich machen, Gespräche mit den Bürgern herausfordern, die eigene Meinung erläutern und das Wohl der Gemeinde bei den Beschlüssen hinterfragen wollen. Die Bürger sollen zu Fragen, zur Mitarbeit und Mitgestaltung angeregt werden.

Das Blatt geht in der ersten Ausgabe Themen zu geplanten Vorhaben an, wie den Anbau an die KITA, den Sportplatz und die Sporthalle und hinterfragt die B-Pläne und ihre Einhaltung. Die Verfasser wollen die Bestandteile der B-Pläne einfordern, wie z.B. das seit Jahren vertröstete Hotel mit Wellnessbereich für alle, die Segelschule und das Sport- und Freizeitzentrum. Wichtige Fragen tauchen im Flyer auf: „Wo gibt es noch Wohnbebauung zur Miete? Welche saisonverlängernden Maßnahmen wollen wir?“ Mit beiden muss sich die Gemeinde beschäftigen, wenn sie Seebad oder wenigstens Kurort werden will. Tatsächlich sucht man all das, was ein funktionierendes Seebad ausmacht vergebens. Die neuen Häuser im Überflutungsgebiet haben Millionen in die Kassen weniger gespült, weisen aber einen großen Leerstand auf, denn insbesondere die Gewerbeflächen in den Villen werden kaum angenommen und die fehlenden touristischen Angebote sind nicht Ursache, sondern Ergebnis der mangelnden Attraktivität.

Parallelen in der Entwicklung Börgerendes und Heiligendamms.

In Heiligendamm – mit dessen Nähe die Verkäufer in Börgerende werben – ist es entgegen gesetzt gelaufen: Dort ist man von einem richtigen Seebad zwar ebenso weit entfernt aber es wurde ein offenbar funktionierendes Hotel geschaffen, das vor allem an der Schuldenlast krankt und alles was in Heiligendamm sehenswert ist, wurde mit privaten Geldern aufgebaut. Die Taschen der Investoren sind leer, während die der in Börgerende voll sind. Nach außen hin sieht man kaum Unterschiede: Hier herrscht Leerstand in unsanierten Häusern und dort in neu gebauten. Eine Gemeinsamkeit aber haben die beiden Nachbarorte: Die Gemeinden haben für die touristische Entwicklung zu wenig getan. Wie also kommt man aus dieser Situation wieder heraus und macht die beiden Küstenorte zu einem ganzjährigen attraktiven Ziel für die Gäste? Das Infoblatt in Börgerende-Rethwisch mag da ein Angebot sein, sich darüber Gedanken zu machen.

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