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Das war wirklich ein City-Fest.

Am Nikolaustag zauberte Bad Doberan einen Weihnachtsmarkt in seine Innenstadt. Viele Gewerbetreibende zog es vor die Tür – der Bäcker lockte mit weihnachtlichem Gebäck, der Fleischer mit Leckerem vom Grill, der Spirituosenhändler mit heißen Getränken, das griechische Restaurant mit einer Spezialität aus der Heimat und dazu gesellten sich Händler von nah und fern. Künstler stellten auf einem Kunstweihnachtsmarkt im Kunsthof ihre Werke aus, Händler boten saisonale Waren feil, es war Markttag, die Geschäfte, Gaststätten und Galerien hatten geöffnet, im Roten Pavillon war eine Ausstellung, das Münster bot Führungen an, der Molli fuhr Sonderfahrten und der von eigens erstellte Flyer führte durch 18 Veranstaltungen für und auch von Jung und Alt. Kreismusikschule, Lehrerchor, Blasorchester, Bläserchor, Karnevalklub, die AWO-Kindergartenkinder, der Buchenberg-Hort, ein DJ, die Ostsee-Zeitung und der Ostsee-Anzeiger sorgten für Unterhaltung und Kultur und selbst am Sonntag gab es im Festsaal noch einen Lesungsnachmittag des NDR. Die Ostseesparkasse stellte – wohl ein letztes Mal an dieser Stelle – ihre Filiale für eine Weihnachtspassage zur Verfügung. Vielleicht ist ein gemanagter Kunst- und Kultur-Mix eine Möglichkeit für die Zukunft des Hauses nach dem Umzug der OSPA. Das Kamp-Theater spielte noch einmal richtig auf und ließ sich seine Zukunftssorgen nicht anmerken. Seine Zukunft liegt nach den Vorstellungen seines Eigentümers auch in einem Mix – aus Theater, Konzerten, Lesungen, Tagungen, Kultur und Bildung. Es muss sich aber jemand finden, der das wagt. Neue Unternehmen nutzten die Chance für eine Präsentation – so lockte die Ostsee-Salzgrotte Neugierige in die ehemalige Schlecker-Filiale. Andere Unternehmen setzen die Tradition fort und beteiligten sich mit einem eigenen Stand, wie z.B. das Grand Hotel, der Rotary Club, der DFC und das DRK. Oder sie boten Kultur, wie z.B. das Modehaus Kronke mit der jährlichen Vorlesung. Die Stadt präsentierte sich über das große Zelt der Touristinformation, auch Möckelhaus und Stadtbibliothek waren mit dabei und viele hier gar nicht aufgezählte Unternehmer trugen mit ihren Ideen und ihrer Dekoration zu einem runden Ganzen bei. Jeder tat das, was er am besten konnte. Am Kamp hing ein Transparent, das daran erinnerte, dass dieses Fest eigentlich den Namen „Cityfest“ trägt. Und das war es wirklich: Ein Fest, an dem sich die ganze Stadt beteiligte und das gefühlt auch die ganze Stadt auf den Beinen hielt.

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