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Daten und Fakten zur Landratswahl

Der Landkreis Rostock hat gewählt. Im viertgrößten deutschen Landkreis waren 179.737 Wähler aufgerufen, für einen der sechs Bewerber auf das Anfang des Jahres durch den Tod Thomas Leucherts frei gewordene Amt des Landrates abzugeben. 119.203 Bürger gaben ihre Stimme ab, womit eine Wahlbeteiligung von 66,3% erreicht wurde. Einen klaren Gewinner gibt es nicht: Die Bad Doberanerin Katy Hoffmeister (CDU) bekam 44.533 gültige Stimmen (38,0%) und der Bützower Sebastian Constien (SPD) kam auf 33.578 Stimmen (28,6%). Zwischen beiden werden sich die Wähler am 6. Oktober in einer Stichwahl entscheiden müssen. Interessant ist ein Blick in die Auswertung nach Wahlkreisen. Er zeigt, dass Katy Hoffmeister ihr bestes Ergebnis nicht in Bad Doberan, sondern im kleinen Sukow-Levitzkow nahe Gnoien erzielte. Von den 254 abgegebenen Stimmen gingen 69,7% an sie. In den 8 Bezirken Bad Doberans kam Hoffmeister auf 27,9 bis 36,8%, gefolgt sechsmal von Constien und zweimal von Reinke. Das schlechteste Ergebnis erzielte sie im Wahlbezirk Baumgarten 2, wo sie mit 13% ihrem einheimischen Herausforderer Sebastian Constien unterlag, der hier 59,4% erreichte. Constiens bestes Ergebnis gab es in Jürgenshagen 1, wo er 62,5% der Stimmen erhielt. In den sechs Wahlbezirken seiner Heimatstadt Bützow schnitt Constien mit 50 bis 57,4% deutlich besser ab, als die dort stets an zweiter Stelle folgende Hoffmeister in ihrer Heimatstadt. Das schlechteste Ergebnis erzielte Constien in Laage, wo er wie Andreas Reinke bei 9,4% verblieb, während Hoffmeister 40,3% erzielte. Reinke war oft dritter oder zweiter, lag fünfmal mit einem der beiden Favoriten gleichauf, schaffte es aber in Sanitz 6, Kröpelin 1, Güstrow 16 und Poppendorf, beide zu überholen. Die verbliebenen Bewerber konnten sich nicht gegen die drei Favoriten behaupten. Helmut Precht (Freie Wähler) erhielt 7.507 Stimmen (6,4%), Michael Theis (FDP) bekam 4.583 Stimmen (3,9%) und für Dirk Bethke (NPD) stimmten 3.360 Wähler (2,9%). Nun liegt es an Ihnen, am 6. Oktober eine endgültige Entscheidung darüber zu treffen, wer den jungen Großkreis anführen soll.

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