Nachrichten

Fazit 2016: Und es bewegte sich doch

Fernab von Brexit, Putsch, Krieg und Trump ist auch in der „Provinz“ im Jahr 2016 viel passiert, das nicht weniger die Zukunft bestimmen wird, als die großen Themen der Weltgeschichte.

Im Gewerbe gibt es einige erfreuliche Bewegungen und neue Wohngebiete sind entstanden, besonders große in Kühlungsborn und Bad Doberan. Das wird sich nachhaltig auf die Entwicklung der Städte auswirken und es gibt Hoffnung, denn nur echter Wohnraum und echtes Gewerbe bringen das ganze Jahr über Geld und Leben in die Stadt.

Ferienwohnungen – ob nun als Apartments oder Suiten bezeichnet – können das nicht und vermögen eher zu stören und zerstören, als nachhaltig zu nützen. Das haben in Börgerende-Rethwisch einige Leute erkannt und das gibt Grund zur Hoffnung auf eine Änderung der Richtung weg von der Masse und hin zur Klasse, auch wenn das WIE auch im neuen Jahr umstritten bleiben wird. Das wird es aber auch nebenan in Nienhagen und Heiligendamm, in Wittenbeck und Rerik, wo man daran feilt, sich hervor zu heben.

Ein wenig spiegelt sich das Große im Kleinen: Statt zusammen als starke Einheit die Region am Markt zu präsentieren, kocht jeder sein eigenes Süppchen und glaubt, dass ein paar Mitgliedschaften in Marketingverbänden reichen und die das schon machen. Tourismus spielt in den meisten Verwaltungen nur eine untergeordnete Rolle und einige Politiker konzentrieren sich nur auf Wähler oder politische Gegner. Die Gäste kommen zu kurz und nicht so viel Geld in die Kassen, wie es möglich wäre.

Aber es gab auch positive Dinge in 2016. Der „Leuchtturm der Erneuerung“ Heiligendamm ist auf einem guten Weg, auch wenn man die Entstehung neuer Fewo und Billigangebote im Auge behalten muss. Die Münsterstadt selbst kann mit der Kornmühle einen großen Erfolg verzeichnen und für die Vitakost-Ruine, aber auch den Bahnhof, die Chemiefabrik und die Jugendherberge gibt es gute Zeichen.

Beim Moorbad hingegen kann man nur hoffen, dass es nicht zum Denkmal wird, wie man Mögliches unmöglich macht. In Kühlungsborn heißt das Sorgenkind „Villa Baltic“ und da sieht die Zukunft besser aus.

2016 war ein Rekordjahr für den Tourismus, trotz alledem. Oft reichen einfach gutes Wetter und nette Leute. Und beides haben wir!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.