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Im Internet gestöbert: Bad Doberan aus der Sicht seiner Gäste…

Die Autokolonnen werden kürzer, die Saison nähert sich dem Ende. Zeit für ein Fazit: Wie denken unsere Gäste über unsere Stadt? Direkte Befragungen fallen aus Höflichkeit oft besser aus, als die Erfahrungsberichte im Internet.

Dort finden sich viele positive Meinungen, gerade in Bezug auf die Wahrzeichen. Molli und Münster werden kommen gut an, die Kurkliniken schneiden ebenfalls gut ab und auch die Hotels glänzen mit guten Bewertungen. Das Grand Hotel wird beschrieben mit „erstklassige Lage, sehr ruhig, top Qualität, was für Genießer.“

Ein anderer schreibt „Tohuwabohu gibt es hier nicht“ und findet das auch gut so: „Wer Action will, soll doch einfach an einem anderen Ort Urlaub machen“.

Im Vergleich zu Sylt wird die Weiße Stadt als „nicht so stylisch“ befunden und „wirkt deshalb, wie eine etwas einsame Dame der besseren Gesellschaft, die gemessen an ihrer Attraktivität zu wenig Beachtung findet“. Kinder kommentieren ihre Ankunft in Heiligendamm auch mal mit „verlassenes Kaff“ und finden, dass hier „tote Hose“ ist. Die hohen Erwartungen kann der bekannte Stadtteil nicht erfüllen: „Außerhalb des Grand Hotels gibt es keine Läden oder Restaurants, keinen Ortskern. Da muss man schon nach Kühlungsborn… .“ übersieht ein Gast glatt die Doberaner Innenstadt.

Andere Gäste fanden dorthin, aber bemängeln die „Mini-Einkaufsstraße“. Jemand empfiehlt Tagesgästen, „sich ein gutes Buch mitzunehmen, um die Wartezeit zu überbrücken.“ Der Sommer ist für die Gäste interessanter, als die Nebensaison.

Lange Spaziergänge finden sie reizvoll, aber „das kulturelle Angebot an Bars, Museen und Theatern ist eingeschränkt und man müsste schon nach Rostock oder Stralsund fahren.“ So läuft die Münsterstadt Gefahr, dass die Gäste beim nächsten Mal gleich dort statt hier Urlaub machen.

Dazu tragen auch die größten Kritikpunkte bei: „Der Verkehr ist zu laut, sodass man nachts nicht mit offenen Fenster schlafen kann“. Die Parkplatz- und Verkehrssituation ist unbefriedigend und der Strand oft schmutzig und „voller großer Kieselsteine und Zigarettenkippen.“

Auch die Stadt selbst wird außerhalb der Klostermauern eher als trist empfunden und hat „Dorfcharakter“.

Nehmen wir diese wertvollen Meinungen aus dem Internet doch als Anregungen für Verbesserungen, denn wirklich Unmögliches ist nicht dabei.

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