Linden-Palais (ersetzt Waldhaus, Golfhaus, Hopffgartensches Haus)

Alte Namen: Hopfgartensches Haus, Waldhaus, Golfhaus, Café im Alten Golfhaus

Standort:
Seedeichstr. 15
54.14378979236661, 11.849527802300733

Bauzeit: 1850, Abriss 2012, Neubau 2013
Architekt: unbekannt (1950), WBG Projektentwicklungs GmbH Stade (2013)
Eigentümer: General von Hopfgarten (1850-unbekannt), Badeintendantur (1875-unbekannt), privat (unbekannt-2012), WBG Stade (2012-2014), Wohneigentümergesellschaft (seit 2014)
Nutzungen: Wohnhaus (1850-1875), Gästehaus (1875-unbekannt), Wohnhaus (unbekannt), Gaststätte (unbekannt -2012), Abriss (2012), Ferienwohnungen, Café, Gewerbe, Büro (seit 2014)
Wohnungen: 39 Wohneinheiten zu 26-133 qm

Beschreibung:

An dieser Stelle befand sich ursprünglich das „Waldhaus“. Es wurde 1850 zusammen mit dem Prinzessin-von-Reuß-Palais errichtet. Mit roten Klinkern und reichlich Fachwerk, weit vorgezogenem Dach und offenen Sprengwerk entspricht es dem Schweizerstil.

(Quelle: J.A. Gebhard Album Doberan, Althof und das Ostseebad)

Hopffgarten ist ein altes Adelsgeschlecht aus Thüringen mit Verbindungen zu den Reußen. Ob und welche Verbindung es zu August von Reuß-Köstritz gab, ist nicht erforscht. Darum kann auch nicht beurteilt werden, wie lange das Haus von Hopffgartens genutzt wurde. Gesichert ist ein Kauf durch die Badeintendantur unter Baron von Kahlden 1785 zur Vermietung als Gästehaus:

„Am entgegengesetzten östlichen Waldrand hatte sich der Generaladjudant Generalmajor von Hopfgarten eine Sommerwohnung erbaut, das sogenannte Waldhaus, welches von der Badeverwaltung angekauft und auch an Badegäste vermietet wurde“.  (Adolf Nizze: Doberan-Heiligendamm Geschichten des ersten deutschen Seebades, Rostock 1936, S. 152)

Von Hopffgarten wurde 1852 vom Major zum Generalmajor befördert. 1847 stationierte man die 1812 gegründete Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinsche Landesgendarmerie in Schwerin. Das geschah offenbar zur Sicherheit wegen der sich anbahnenden Revolution des Vormärz. Die Beförderung von Hopffgartens erfolgt im Zuge der Verstärkung der Gendarmerie. Als Adjutant dürfte er dem Großherzog oder seiner Frau Auguste gedient haben.

(Quelle: A. Beckmann)

Nach 1925 wurde das Haus auch als Clubhaus vom Golfverein genutzt. Zu DDR-Zeiten beinhaltete das Haus Wohnungen, nach der Wiedervereinigung wurde es zum „Café im Am alten Golfhaus“ umgebaut, erhielt Anbauten und Ferienwohnungen waren beim Verkauf 2012 noch im Rohbauzustand.

Die WBG Stade erwarb das Haus, riss es ab und baute auf die ganze Grundstücksfläche einen Ferienwohnungskomplex mit 39 Wohneinheiten zu 26 bis 133 Quadratmetern und drei Gewerbeeinheiten. In die südliche zog ein Textilgeschäft ein, in der nördlichen eröffneten Ines und Alexander Ramm vom Jagdhaus das Bistro und Café „Schwanencafé“, dessen Name aber keinen Bezug zur ehemaligen Gaststätte in den Kolonnaden hat.

In der Mitte eröffnete die Vermietungsagentur „Meerfun“ eine Filiale und übernimmt auch die Rezeption für die über sie vermieteten Wohnungen. Die meisten Ferienwohnungen werden über sie vermietet. Der Bebauungsplan ließ eigentlich nur eine Gaststätte, Pension und Betreiberwohnung zu. Er wurde 2014 geändert, um die Ferienwohnungen zu legalisieren.

 

Entwicklung des Golfhauses 2003-2012

Entwicklung des Umfeldes

Abriss und Neubau

Die Ferienwohnungen im Linden-Palais finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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