Aus dem Norden

Prora – Statt unter mal über dem Baum sitzen

Nach Usedom kommt Deutschlands größte und sonnenreichste Insel Rügen und auf der hohen Insel gibt es natürlich viele Aussichtspunkte, wie den Kreidefelsen „Königsstuhl“ mit dem legendären Viktoriablick oder auch die Aussicht vom einem oder anderen Hügel oder Turm, wie dem Aussichtsturm am Nonnensee.

Bitte gehen Sie an die Steilküsten nur so weit heran, wie es erlaubt ist – beachten Sie unbedingt die Schilder und wo keine stehen, gehen Sie lieber gar nicht erst an die Kante heran. Es sind schon zu viele Urlauber aus Unvorsichtigkeit an Rügens Steilküsten verunglückt. Den Sturz von der Kreideküste hat noch keiner überlebt.

Wenn man aber von Aussichtsturm und Rügen hört, dann ist vom Baumwipfelpfad Prora die Rede. Um einen 40 Meter hohen Baum herum wurde ein Aussichtsturm gebaut, der einem Adlerhorst ähnelt und auf den man nicht klettern oder Treppen steigen muss, sondern 600 Meter über eine sanfte Ebene läuft und so auf einer stufenlosen Wendeltreppe nach oben gelangt. Oben, das sind 82 Meter über dem Meeresspiegel.

Von dort aus kann man nicht nur über die riesigen Wälder des Nationalparks blicken, sondern hat auch einen Blick auf das KdF-Bad Prora, dessen fast 5 Kilometer langen Koloss man von unten nicht annähernd so gut erfassen und begreifen kann, wie vom Baumwipfelpfad aus. Natürlich hat man aus dieser Höhe auch einen wunderbaren Blick über die Ostsee und den Schiffsverkehr an Deutschland nördlichstem Punkt.

Wer angesichts der Weiträumigkeit der größten deutschen Ostseeinsel bisher noch nicht das Gefühl hatte, überhaupt auf einer Insel zu sein, kommt dem Inselgefühl hier ein Stück näher. Um ganz Rügen überblicken zu können, reicht das jedoch noch nicht – ein solcher Turm wäre dann Wahrzeichen für ganz Mecklenburg-Vorpommern.

Weitere Informationen: http://nezr.de/nezr/ueberblick/aussichtsturm/

 

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