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Unternehmensberater stellen Ideen für das Ehm-Welk-Haus vor

Ideen sind sehr wichtige Bestandteile des Berufes von Heinz Märtin und Björn Burmeister aus Bad Doberan. Gerade suchten die Unternehmensberater nach Ideen zu einer noch besseren Nutzung des Zisterzienserklosters Doberan, da mussten sie von den Absichten der Stadtvertreter erfahren, das Ehm-Welk-Haus teilweise oder ganz zu schließen. Märtin und Burmeister sehen der Stadt historische und kulturelle Werte verloren gehen und haben darum erste Vorschläge entworfen, um das Haus zu retten. Denn auch die Schließung verursacht Kosten, so dass es betriebswirtschaftlich sinnvoller ist, das Geld in eine Erhaltung und Optimierung zu investieren. Das erste Manko entdeckten beide in der mangelhaften Wahrnehmung. Das Haus wird schlichtweg nicht ausreichend von Touristen wahrgenommen und in den Prospekten und auf der Internetseite der Stadt wird zu wenig über das traditionsreiche Haus berichtet. Es gibt nur wenige Veranstaltungen im Haus, und die Angebote des Museums sind nicht ausreichend. Daraus entwickelt sich ein Teufelskreis aus Desinteresse und Verlust: Berichten zu Folge stehen 3.000 Euro Einnahmen 50.000 Euro Ausgaben gegenüber. Zugleich werden renovierungsbedürftige Räume einfach nicht genutzt, statt mit ihnen Einnahmen zu generieren. Mehr und hochwertige Angebote würden auch höhere Eintrittspreise rechtfertigen. Schulklassen könnten hier Bildungsmöglichkeiten wahrnehmen und Aufführungen von Filmen oder Ausschnitten der „Heiden von Kummerow“ und „Gerechten von Kummerow“ würden Welks Werk nicht nur für Kinder erlebbar machen. Audiovisuelle Führungen in mehreren Sprachen wären auch für ausländische Touristen interessant. Auch Serviceerfordernisse von Behinderten sowie Sitzmöglichkeiten im Museumsraum fehlen. Mit etwas Gastronomie würde man neue Einnahmequellen erschließen und mit besserem Marketing und einem Gesamtkonzept für die Kultur der Münsterstadt, in dem auch das historische Erbe von Ehm Welk ausreichend eingebunden ist, würden auch wieder mehr Gäste in das Haus des bekannten Dichters finden. Es gibt also bessere Möglichkeiten, als den Rotstift anzusetzen. Die genannten Maßnahmen sind dabei nur Beispiele.

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