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Aus der Stadtvertretersitzung: Buchenberg-Schule bekommt Container, Fritz-Reuter-Straße neue Brücke und Heiligendamm Spielplatz

Wenige Gäste kamen zur öffentlichen Sitzung am Montagabend. Die Tagesordnung sah neun Abstimmungen vor, von denen bei zweien Diskussionen erwartet wurden. Beide standen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Grand Hotels. Hier gab es Unklarheiten, so wollte ein Stadtvertreter wissen, ob der Vertrag zwischen Median, der ECH und dem Grand Hotel zur Durchquerung des Hotelgeländes für Kurgäste bestehen bleibe. Jochen Arenz (parteilos) zitierte Median-Berater Hartmut Polzin, dass es keinerlei Probleme gäbe und Thorsten Semrau erklärte, dass er zur Fortführung „Ansätze erkennen“ würde. Guido Lex (Bürgerbund) warf ihm vor, im Heiligendamm-Beirat keine Details nennen zu wollen aber sie dann in öffentlicher Sitzung preiszugeben. Außerdem wollte Lex Einzelheiten zum Verlauf der Änderungen der Verträge wissen. Stadtvertretervorsteherin Gerlinde Heimann (Linke) schlug vor, den neuen Investor einzuladen, Arenz ergänzte mit Hinweis auf schlechte Erfahrungen, dies in einer nicht öffentlichen Sitzung zu tun. Birgit Mersjann (SPD) wies darauf hin, dass der Übergang des Hotels noch nicht stattgefunden hat und der Investor erst im August eingeladen werden solle, worauf Lex erwiderte, dass das bei dieser Größenordnung keine Rolle spiele. Harry Klink (FDP) mahnte zur Ruhe und sah die Existenz eines weiteren Investors als Chance. Klaus-Peter Behrens (fraktionslos) meinte, das Gremium setze zu viel voraus; die Asklepios-Gruppe hätte ein Jahr gebraucht bis sie erkannte, dass sie nicht investieren kann und er sei sich sicher, dass „sie (Palladio und De&De) heute noch nicht begreifen, was sie überhaupt gekauft haben“. Gerlinde Heimann setzte der Diskussion mit einem Einwurf ein Ende, in dem sie über eine Veranstaltung des Ehm-Welk-Hauses informierte. Von nun an ging es um ein Gutachten und am Ende ausgelöst von Klink zwischen Mersjann und Lex um die Grundsatzfrage, ob Stadtvertreter Teil der Verwaltung seien, was Lex nutzte, um wieder auf Heiligendamm zu lenken. Als einige Gäste den Saal verließen, ordnete Heimann eine Pause an. Trotz der markanten Diskussionen gab es aber auch Entscheidungen: Die Neufassung der Hauptsatzung, Auftragsvergabe für die Erneuerung des Klosterbereiches, Satzung für den B-Plan 35 (Wohnanlage „Gala“), Annahme von Spenden, Änderung eines Beschlusses und auch die beiden Beschlussvorlagen zum Vorkaufsrechts-Verzicht und zur Zustimmung zur Veräußerung des Erbbaurechts in Heiligendamm wurden angenommen. Bekanntgegeben wurde der Beitritt Prof. Rolf Kuchenbuchs zur CDU-Fraktion und dass an der Buchenberg-Schule der Bau von zwei Containern genehmigt und etwa 70.000 Euro in den Schallschutz investiert werden, Ende Juli der Neubau der Brücke in der Fritz-Reuter-Straße beginnt, der Saisonparkplatz am Strand noch Markierungen und eine Schranke bekommt, ein Spielplatz in der Nähe entsteht und für die Jugendherberge die Waldumwandlung beantragt wird. Für Verständnis warb Semrau für die grünen Karten, zur Erinnerung der Grundstückseigentümer an die Pflege der Straßen und für den Bauhof, der kaum mit der Pflege nach kommt. Dank richtet der Bürgermeister an die Helfer des DRK beim Hochwasser in Sachsen.

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