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Aus der Stadtvertretersitzung: Lex in der Kritik, Behrens trennt sich vom Bürgerbund

Auch wenn zwei Beschlussvorlagen in Zusammenhang mit dem Heimfall der Wege in Heiligendamm den Abend dominierten, waren es doch 17 Punkte, welche die Stadtvertreterversammlung am 06.05. abzuarbeiten hatte.
Für Aufsehen sorgte die Erklärung von Klaus-Peter Behrens zum Anfang der Sitzung. Er distanzierte sich vom Antrag Guido Lex‘ zur Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen Bürgermeister Thorsten Semrau. Behrens bezeichnete den Antrag Lex‘ als Alleingang und erklärte den Austritt aus der Bürgerbund-Fraktion aber die Fortführung des Mandats. Im Verlauf der Sitzung distanzierten sich weitere Stadtvertreter und Guido Lex sah sich Vorwürfen aus mehreren Fraktionen ausgesetzt. Man sei von ihm gewohnt, dass alle die nicht seiner Meinung sind, dumm und unfähig sind und jemanden zu kriminalisieren ginge zu weit. Von einer 180°-Wende nach der nicht erfolgten Teilnahme Lex im Heiligendamm-Beirat war die Rede und aus den bisher eigenen Reihen von einem unverarbeiteten Abwahl-Trauma in diesem Zusammenhang. Lex wischte diese Einwände mit der Bemerkung weg, seine Vorlage hätte geradezu hysterische Zuckungen ausgelöst und sei das letzte Mittel, die Verwaltung zur Vernunft zu bringen. Bei der Abstimmung über die Vorlage stimmte nur der Fraktionskollege Hannes Roggelin im Sinne von Lex ab, während 15 Stadtvertreter dagegen stimmten und somit Semrau ihr Vertrauen aussprachen und der Rest sich enthielt.

Während man in der Weißen Stadt weiter auf Stillstand und Bekundungen setzt, gibt es für die Jugendherberge auf dem Tempelberg neue Hoffnung. Forstamt und Stadt wurden sich einig und die Stadt muss keinen B-Plan aufstellen, weil das Haus im Sanierungsgebiet liegt und das Forstamt darin das öffentliche Interesse sieht, das es brauchte, um den Wald rechtmäßig zu entwidmen. Die Nutzungsmöglichkeiten sind beschränkt auf Jugendhotel und Ausflugslokal und Forstamt und Stadt nehmen derzeit Kontakt zu möglichen Interessenten auf. Ein paar Bedingungen sind zu erfüllen: Alle nicht historischen An- und Nebenbauten müssen abgerissen und eine Ersatzfläche aufgeforstet werden. Auch die Goethestraße war ein Thema. Hier stimmten die Stadtvertreter knapp gegen ein Tempolimit von 30 km/h. Freigabe erteilte das Gremium hingegen bei der Teileinziehung der Straße von Althof nach Hohenfelde zur Verkehrsberuhigung.

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