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Ernüchterung im Villenressort „Ostseestrand“ Börgerende.

Letzte Woche ging es hoch her in den Villen in Börgerende. Viele neue Eigentümer der Ferienwohnungen nutzten die Gelegenheit, um ihre Wohnungen erstmals zu besichtigen und die weiteren Details zu planen und abzusprechen. Beim Kaffee in den Arkaden der neu eröffneten „Cocos Eismilchbar“ konnte man hören, wie sie zwischen Freude und Zweifel schwanken. Freude herrscht darüber, in der nächsten Saison die Wohnungen vermieten oder selbst bewohnen zu können. Zweifel ruft ein Baustellenschild hervor: Neben der Villa „Bernstein“ entsteht die Villa „Seeadler“. Eigentlich sollte diese den Abschluss der Bautätigkeiten bilden und zuvor im Herzen des Resorts ein Hotel entstehen, wie die Definition des Wortes „Resort“ verspricht. Doch Versprechen scheint es zu viele gegeben zu haben: In den Verkaufsprospekten wurde ein hochwertiges Hotel hinlänglich beworben und in Gesprächen bestätigt, doch immer wieder wurde der Baubeginn verschoben, zuletzt auf Anfang 2013, was angesichts der aktuellen Planungen unrealistisch erscheint. Auch von weniger Niveau war die Rede und das verunsichert und verärgert die zukünftigen Vermieter des „Villenresort Ostseestrand“. Für ihre hochwertigen Ferienwohnungen brauchen sie ein ebensolches Hotel in der Mitte des Resorts, in dem die Gäste speisen, in die Sauna oder zum Schwimmen gehen und die Freizeit- und Sport-Angebote nutzen können. Genau darum wurde das Hotel geplant und nur so lässt sich die hohe Investition für eine Ferienwohnung finanzieren. Den Gewerbeflächen im Zentrum des Villenresorts beschert ein Hotel ganzjährliche Kundschaft und auch alle Ferienwohnungen profitieren davon, in der Nebensaison und bei schlechtem Wetter attraktive Angebote vorhalten zu können. Versprochen wurde den Käufern auch ein sauberer Sandstrand und ein Kurpark, die beide für die Seebad-Bewerbung Börgerendes wichtig wären. Die Wirklichkeit jedoch sieht anders aus: Der Strand ist steinig, wirkt unsauber und ist vor dem Villengebiet als FKK-Strand ausgewiesen. Eine Seepromenade fehlt völlig, der Deichweg endet auf der Straße und der ca. 100.000 Euro teure baum- und buscharme „Künstler-Park“ wird als Innenhof zwischen den Bauten dem Charakter als Kurpark nicht gerecht. Ernüchterung macht sich breit im neuen Börgerende.

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