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Fünf große Themen im Landkreis in 2015

Fünf roße Themen stehen für Verwaltung, Politik und Bürger im Landkreis Rostock an. Eine kleine Änderung wurde gerade im Norden bemerkt, wo viele ihre schwarzen und gelben Restabfallbehälter an zwei verschiedenen Tagen heraus stellen müssen. Das ist ein Stück mehr Güstrow für uns, aber die Fusion wird auch Doberaner Praxis nach Güstrow bringen, wenn sie fair verläuft. Eine faire Fusion ist eine der großen Aufgaben, an der letztlich alle miteinander mitwirken müssen. Thema Nummer zwei ist die Lösung des Ferienwohnungs-Problems. Für viele Menschen ist das ein existenzielles Problem und für die Gemeinden eines, das sie überfordert und wo sie Hilfe brauchen. Im Vorjahr wurden Fronten aufgebaut, die eine Zusammenarbeit jetzt erschweren. Der Landkreis hat Fachleute, aber den größten Teil der Problemlösung müssen die Gemeinden selbst machen und da fehlt die Expertise, die der Landkreis hat. Zugleich zeichnet sich ein neues Problem ab, denn immer neue Verstöße gegen die Bebauungspläne kommen ans Licht. Nachdem klar ist, dass Ferienwohnungen keine kleinen Betriebe des Beherbergungsgewerbes sind, stehen ganze Projekte in Frage. In Börgerende schaut man beim „Maritim-Touristische Zentrum“ nebst umliegender, teils fertiger und teils in Bau oder Planung befindlicher Häuser seit Monaten genau hin und in Heiligendamm betrifft das ein im Bau befindliches Haus. Der Landkreis macht es nicht einfacher, wenn er Vorhaben genehmigt, die Misstrauen hervorrufen, weil die angestrebte Nutzung nicht recht zu den Vorgaben des Bebauungsplanes passen will. Es gibt aufmerksame Bürger, die genau hinsehen. Keine neuen Invest-Ruinen zu schaffen, ist also die dritte große Aufgabe. Die vierte ist, Farbe zu bekennen: Will Bad Doberan ein mondänes Seebad oder reichen die Bade- und Tagesgäste? Will Kühlungsborn am Baltic-Platz das vom Investor vorgestellte Projekt oder eigentlich nur die Schwimmhalle und kein Hotel? Will Börgerende das Waterkant-Areal entwickeln oder reicht eine Rollladensiedlung? Will Nienhagen den „Seestern“ oder reicht der Status quo? Will Wittenbeck generell kein GolfFußball oder hapert es nur am Standort? Und so weiter. Die fünfte Aufgabe ist der Landesraumentwicklungsplan (LEP), der in die nächste Phase geht und wo man nun sieht, ob die Proteste und Eingaben gegen die Windkraftvorranggebiete in Küstennähe wirken oder das Land sie ignoriert. Zunehmend wird Kritik von unten nach oben gerichtet, aber wenn von dort Geld gebraucht wird, klingt alles ganz anders. Stetigkeit und Verlässlichkeit sind wichtige Voraussetzungen für das Vertrauen der Bürger in die Politik und Verwaltung und nur auf Vertrauensbasis kann Gemeinschaft funktionieren. Gemeinschaft mag das Stichwort sein, unter dem alles wieder zusammenfließt: Es geht nur gemeinsam, auch in 2015.

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