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Gerlinde Heimann ist neue Stadtvertreter-Vorsteherin.

Gut gefüllt waren die Besucherreihen und die Tagesordnung für die öffentliche Stadtvertreterversammlung am 18.03.2013. Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Landrat und dem Bericht des Bürgermeisters standen Nachbesetzungen an. Guido Lex hatte den Sitz im Wirtschaftsausschuss aufgegeben, sodass der Bürgerbund Klaus-Peter Behrens als Nachrücker vorschlagen durfte, für den Finanzausschuss wurde der nicht anwesende Wolfgang Wenkel an Stelle des ausgeschiedenen Dr. Gelpcke vorgeschlagen und als sachkundige Bürgerin im Bauausschuss sollte die ebenfalls abwesende Heike Ohde den zurück getretenen Hannes Meyer ersetzen. Die Stadtvertreter stimmten den Vorschlägen zu. Hauptthema sollte die Wahl der Stadtvertretervorsteherin sein. Da nur Gerlinde Heimann (Linke) vorgeschlagen wurde und sie gemeinsame Favoritin der Stadtvertreter war, wurde die 71jährige einstige Kämmerin der Stadt einstimmig gewählt. An ihre Seite wählten die Stadtvertreter als 1. Stellvertreterin Sylvia Stracke (FDP) und als 2. Stellvertreter Heinz Keuer (Grüne). Als zäher Teil der Sitzung erwies sich die Abstimmung über den Umzug des Feuerwehr-Vereins. Die Feuerwehr hatte Eigenbedarf angemeldet und es besteht Einigkeit darüber, dass der Verein ausziehen muss. Die Stadt will Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, was allerdings angesichts der Gleichbehandlung der Vereine Grundsatzfragen aufwarf. Auch die Details des Umzuges wurden immer unklarer, weil die Kosten nicht beziffert werden konnten. Nach langer Diskussion, einigen Missverständnissen und mehreren verlorenen Fäden stimmten die Stadtvertreter dafür, dass die Verwaltung die Verhandlungen fortführt und alles so vorbereitet, dass sie in sechs Wochen nur darüber abzustimmen brauchen. Danach ging es schneller voran: Dem Bebauungsplan Nr. 32 (Saisonparkplatz Heiligendamm) und der Auftragsvergabe wurde zugestimmt, dem Abschluss eines Vertrages mit dem LK Rostock zur Regelung der Aufgabenerfüllung im Bereich der Kita-Förderung ebenso; eine Zuwendung für den Brandschutz und die Satzung des Seniorenbeirates angenommen, die Vorschlagsliste für die Schöffen-Wahl bestätigt und eine Umschuldung genehmigt. Weitere Themen waren der Zaun um das Moorbad, den die Jugendkunstschule vorsorglich gegen Sprayer gestalten könnte, mögliche Protestaktionen gegen die Verlegung der restlichen Ämter nach Güstrow und die Schließung des Amtsgerichts und gegen die Benachteiligung des Münsters bei der Weltkulturerbe-Bewerbung. Thomas Leuchert wurde zum Ende der Sitzung noch einmal zum Thema: Die Absicht, die August-Bebel-Straße umzubenennen führte zur Verwunderung und es kam der Vorschlag, den Rosengarten nach ihm zu benennen. Gerlinde Heimann brachte es mit der Aussage auf den Punkt, dass man später über eine Ehrung sprechen könne und es so kurz nach der Trauerfeier pietätlos sei. Kein Thema war die Ruine der Chemiefabrik: Die Verwaltung sieht den Landkreis in der Verantwortung.

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