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Im Interview: Bad Doberans Bürgermeister Thorsten Semrau

Seit 21. März ist Thorsten Semrau Bürgermeister der Stadt Bad Doberan. Der Stadtanzeiger befragte ihn zu aktuellen Themen.

Bürgermeister will Teamplayer sein
Das ist noch kein so langer Zeitraum, wodurch die Liste der erreichten Ziele noch kurz ist. Semrau betont, dass er keine Alleingänge mag und ein Teamplayer ist, sodass er auch die erreichten und noch zu erreichenden Ziele als gemeinsame Sache ansieht. Er will das Gespräch mit den Händlern der Stadt suchen und setzt auch bei den Stadtfesten auf Zusammenarbeit. Einige Sachen hat er bereits auf den Weg gebracht, wie die Weltkulturerbe-Bewerbung des Münsters, die er persönlich in Schwerin übergeben hat.

Angefangenes soll zum Abschluss gebracht werden
Andere Projekte wurden schon von seinem Vorgänger angeschoben und Semrau bringt sie zum Abschluss. Hier nennt er die Sanierung der Goethestraße – das größte Sanierungsprojekt seit der Wende – als Beispiel oder auch die Bebauung der Westseite des Marktes und die Umgestaltung des Markt- und Alexandrinenplatzes. Das sind für ihn wichtige Projekte für ein gutes Image der Stadt. Wie auch die großen Events, wie die Zappanale, die nun schon das 23. Mal stattfindet, das Ostseemeeting, das ebenfalls schon eine 20jährige Tradition hat, das Kampfest, der Molli-Lauf und all die anderen kleinen und großen Veranstaltungen, die Bad Doberan bekannt machen. Die Landpartie des NDR hat ihn besonders stolz gemacht.

Große Bauvorhaben auf der Liste
In Bad Doberan soll sich noch viel verändern: Der Schul-Campus soll fertig gestellt, die Brücke in der Fritz-Reuter-Straße saniert und das Verkehrskonzept überarbeitet werden. Zuerst braucht es einen beschlossenen Haushalt, der bereits auf seinem Tisch liegt. Bei aller Konzentration auf die Münsterstadt will der Bürgermeister die Ortsteile nicht aus den Augen verlieren.

Seeheilbadstatus muss gehalten werden
Die endgültige Anerkennung des Seeheilbadstatus für Heiligendamm ist ein Hauptthema im Rathaus, hier laufen Gespräche und Vorbereitungen mit allen Beteiligten, denn schon am 22. August ist die Kommission vor Ort. Der Bau der Strandversorgung und des Saison-Parkplatzes sind für das Jahr 2013 vorgesehen, im Vordergrund steht aber die Rettung des Grand Hotels und der Erhalt der Arbeitsplätze.

Heiligendamm wieder ins rechte Licht rücken
Semraus wichtigstes Anliegen ist es, Heiligendamm wieder ins rechte Licht zu rücken und die jahrelange Diskussion zu beenden. Dabei verweist er auch darauf, dass die Stadtverwaltung Dienstleister ist und wichtige Beschlüsse zusammen mit der Stadtvertretung geschehen müssen.

Kreisumlage bringt mehr Kosten, als Nutzen
Nach den größten Problemen der Stadt gefragt kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: Die Kreisumlage von fast 1 Mio. Euro belastet die ehemalige Kreisstadt, ohne ihr positive Effekte zu bringen und an fast allen Eingangsstraßen Bad Doberans stehen hässliche Ruinen, gegen die er nichts tun kann.

Bürgermeister wird ab September Doberaner
Besonders froh ist der Bürgermeister darüber, ab September auch in der Stadt zu wohnen, deren Geschicke er leitet.

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