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Im Interview: Hohenfeldes Bürgermeister Karlheinz Siewert

Seit 1999 ist Karlheinz Siewert Bürgermeister der Gemeinde Hohenfelde. Der Stadtanzeiger befragte ihn zu aktuellen Themen.

Ohne Sponsoren kein Dorffest
Das Dorf vor den Toren Bad Doberans feiert am zweiten September-Wochende sein 835jähriges Jubiläum mit einem Gemeinde- und Sportfest. Siewert selbst ist es, der dafür bei den Sponsoren Geld sammelt, ohne die ein solches Fest gar nicht möglich wäre. Auch die Aushänge schreibt der 74jährige am Computer selbst. Für ihn gehört das zum Ehrenamt dazu.

Ehrenamt prägt das Dorfleben
Das Ehrenamt ist zugleich ein Stichwort für die Erfolge und Probleme in Hohenfelde: Die fleißigen Ehrenamtlichen, die Vereine und das Engagement der Einheimischen in ihrer Freizeit prägen seit Jahrzehnten das Dorf. Trotz Wachstum gibt es so etwas wie eine Dorfgemeinschaft und viele Neu-Bürger fühlen sich schnell in Hohenfelde zuhause. Die Bürger selbst sind es, die Hohenfelde und seine Ortsteile schön aussehen lassen und die Gemeinde hat ihren Teil dazu beigetragen.

Geschafft: Straßen, KITA, Gemeindezentrum
Die letzten Landwege konnten 2011 saniert werden, darunter auch vorher nie befestigte Wege. Zu den größten Errungenschaften des Dorfes zählt das Gemeindezentrum, im Volksmund „Scheune“ genannt, das den Hohenfeldern, den Vereinen und auch Gästen zur Verfügung steht. Zahlreiche Veranstaltungen finden in der alten Ziegelscheune statt, viele davon hat Siewert durch seine Kontakte selbst ins Dorf geholt, mit Unterstützung des rührigen Kulturausschusses.

Kreisumlage belastet das gewerbearme Dorf
Doch auch Hohenfelde bekommt die Kreisumlage zu spüren, hat wenig Steuereinnahmen, um die hohen Belastungen zu kompensieren und muss die freiwilligen Leistungen auf den Prüfstand stellen. Gern würde die Gemeinde das in der Wendezeit errichtete KITA-Gebäude der „Teichfrösche“ sanieren, kann das jedoch nicht allein stemmen. Hohenfelde hat ein kleines Gewerbegebiet; die großen Firmen jedoch sind längst verschwunden und mit ihnen auch die Steuereinnahmen.

Es ist ruhiger geworden, aber nicht tot
Dadurch ist es zu einem recht ruhigen Dorf geworden, das aber durch das Quellental, den Chor, die Lindedancer, Freiwillige Feuerwehr, Vereine und die beiden Gaststätten, sowie die solide Arbeit der Gewerbetreibenden doch jeder kennt. Vom 07.09. bis 09.09. wird wieder groß gefeiert: Zu traditionellen Veranstaltungen, wie die Kleine Friedensfahrt, das Chor-Konzert und Linedance gibt es auch neue Angebote, wie vom Reiterhof Satow, der nach dem Voltigieren die Kinder reiten lässt. Ein buntes Angebot für Jung und Alt rundet das Fest ab, an den Abenden unterhalten die „Rostocker Greifvögel“ und die Atlas-Band die Gäste.

Bürgermeister Karlheinz Siewert ist froh, dass es auch 2012 wieder mit vereinter Kraft möglich ist, dieses Angebot zusammen mit dem Schaustellerbetrieb Taube auf die Beine zu stellen.

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