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Info-Stelen: Was lange währt…

Man sagt, was lange währt, würde endlich gut. Mehr als sechs Jahre brauchte es von der Idee für die Info-Stelen bis zu ihrer Aufstellung. Während man im Jahre 2010 noch keine Auftragnehmer fand, hatte man im zweiten Anlauf vier Jahre später über 5 Entwürfe abzustimmen.

Das Bewertungsgremium entschied sich für den Entwurf von Andreas Dietzel von der Agentur Nord Design. Die qualitativ hochwertige Materialauswahl, Art der konstruktiven Ausbildung und die Gestaltung überzeugten, hier besonders die plastische Darstellung des Schwanes als Wappentier und damit Alleinstellungsmerkmal.

Bei einem Rundgang am 02.06.2014 wurden die Standorte festgelegt und zur Überarbeitung des Designs ein Fragekatalog erarbeitet. Einen Monat später konnte der Inhalt erarbeitet werden. Nun war die Politik am Zug und die wollte Geld sparen, indem sie den Auftrag in Teilen vergibt. Dietzel lehnte das aus organisatorischen und urheberrechtlichen Gründen ab, bot aber an, den Preis durch Fertigung aller Stelen auf einmal um je 500 Euro zu senken.

Die Kosten wurden auf 50.000 Euro beziffert, davon sind 50% Fördermittel, denn die Stelen sind eine städtebauliche Maßnahme zur infrastrukturellen Erschließung unter Berücksichtigung der sozialen und kulturellen Aufgaben des Gebietes. Im ISEK 2020 stehen sie als eine der 20 Impulsmaßnahmen in der Prioritätenliste und sind zusammen mit den braunen Schildern Teil des neuen touristischen Wegeleitsystems der Stadt, das schon 2013 fertig gestellt wurde.

Eigentlich sollten die Stelen auch schon 2015 stehen, aber der Haushalt ließ es nicht zu. Nun sind sie seit einigen Wochen da und informieren die Gäste an vorerst 5 Standorten (siehe Kasten).

Ende gut, alles gut? Leider nicht: Der Fehlerteufel hat sich eingeschlichen: Statt nach Ägypten soll Haliflor Duftstoffe nach „ypten“ exportiert haben. Auch bei der Grammatik liegt einiges im Argen. Das darf natürlich nicht passieren. So informativ die Stelen auch sind – zu einem Rundgang taugen sie nicht, weil man auf der Karte nicht sieht, wo die nächste Stele steht. Gut Ding hätte vielleicht noch Weile gebraucht.

Stelen-Standorte:
Moorbad, Kamp, Markt, Torhaus, Münster,
geplant: Kleiner Kamp, Idee: Althof, Heiligendamm

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