Pferderennbahn Bad Doberan-Heiligendamm Luftbild

Rennbahn

Schon 1803 gab es ein „Rennen auf freien Felde“ zwischen Doberan und dem Heiligen Damm. Richtig in Fahrt kam der Galopprennsport aber erst durch Erbprinz Paul Friedrich von Mecklenburg und seine Gemahlin Alexandrine von Preußen. Zur Hochzeit des pferdebegeisterten Thronfolgerpaares wurde 1822 die Pferderennbahn angelegt. Wahrscheinlich war sie die erste auf dem europäischen Kontinent. Ihr Vorbild hatte sie zweifellos in England und Besuche von Charles Nipperley trugen zu einer Perfektionierung bei. Majorisiert wurde der Rennbetrieb durch die Gründung des Doberaner Rennvereins im Jahr 1822.

Seitdem werden auf der Rennbahn zwischen Bad Doberan und Heiligendamm Pferderennen ausgetragen. Meistens sind die PMU-Leistungsprüfungen. Von 1911 bis 1928 gab es bedingt durch Krieg und Inflation Ausfälle und nach einem durch die SMAD organisierten letzten Rennen 1945 wurde die Rennbahn zu Bodenreformland und das Geläuf umgepflügt. Ein Entwurf Lutz Elbrechts zum Wiederaufbau der Rennbahn und Tribünen nach dem historischen Vorbild lehnte die DDR ab.

Plan der Galopprennbahn Bad Doberan-Heiligendamm
Plan der Galopprennbahn Bad Doberan-Heiligendamm

Bis 1990 existierte nur der vordere Alleen-Teil als Lagerplatz des Meliorationsbetriebes. 1992 ging die Rennbahn wieder in Betrieb, aber finanzielle Probleme des Rennvereins führten nach der Jahrtausendwende zu weiteren Ausfällen. Aktuell sucht die Stadt als Eigentümer und Verpächter der Rennbahn nach neuen Wegen, einerseits den Rennbetrieb zu sichern und andererseits weitere Nutzungen zu realisieren, um die Kosten für den Erhalt der Rennbahn zu decken.

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