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Sondersitzung zu Kammerhof-Vorhaben und Jugendbeirat

Das bisher dunkle Kammerhof-Kapitel soll am 3. Dezember geschlossen werden. In einer öffentlichen Sondersitzung der Stadtvertreterversammlung wird über drei Punkte abgestimmt, die den Weg für die Wohnbebauung auf der dreieckigen Ackerfläche zwischen Dammchaussee und Randstraße ebnen soll. Im ersten Punkt geht es um den Aufkauf der Geschäftsanteile der „Kammerhof Grundstücksfonds- und Beteiligungsgesellschaft mbH Bad Doberan & Co. Grundbesitz B-Plan Nr. 12 KG“. Schon 1999 erwarb die Stadt alle Kommanditanteile, bis auf den von Wilhelm Chmiela aus Nienhagen. Inzwischen ist die Gesellschaft insolvent und die Stadt erhofft sich daraus eine bessere Verhandlungsbasis mit Chmiela. Sie will sich mit dem Aufkauf zum alleinigen Gesellschafter und damit unabhängig von Dritten machen und rechnet sich Kosten- und Zeitersparnis aus. Laut Gesellschaftervertrag ist Chmiela mit 60.843,73 Euro beteiligt. Zugleich soll dann auch die Vorbereitung einer Gesellschafterversammlung der eben genannten Gesellschaft beschlossen werden. Hier wird es darum gehen, die „Ostsee-Wohnpark Beteiligungsgesellschaft mbH“ als persönlich haftende Gesellschafterin aufzunehmen und die „Kammerhof Grundstücksfonds- und Beteiligungsgesellschaft mbH Bad Doberan“ ohne Abfindung ausscheiden zu lassen. Mit dem neuen Namen „Ostsee-Wohnpark 2 GmbH & Co. KG soll die Gesellschaft mit neuem Gesellschaftervertrag jetzt als Vermarkter der Grundstücke im B12-Gebiet weiter existieren. Im dritten Tagesordnungspunkt soll nun diese neue alte Gesellschaft mit der „Ostsee-Wohnpark GmbH & Co. KG“ verschmolzen werden, sodass am Ende nur noch die „Ostsee-Wohnpark 2 GmbH & Co. KG“ übrig bleibt. Die Verschmelzung soll aber nur geschehen, wenn keine Grunderwerbssteuer anfällt. Die Verträge hat der Bürgermeister abzuschließen. Die Stadt zählt zu den Vorteilen der Verschmelzung die Erstellung einer gemeinsamen Eröffnungsbilanz und den Verzicht auf zwei Bilanzen. Noch wichtiger sind die Übernahme der Kosten zur Fortführung des B-Planes und der Umlegung durch die neue verschmolzene Gesellschaft und die sofortige volle Handlungsfähigkeit, damit es auf „Los“ auch los gehen kann. Die neue Gesellschaft wird nämlich sofort handlungsfähig sein. Hier wird der Doberaner Ferienpark-Traum nach über einem Jahrzehnt begraben. Noch nicht ganz so lange träumt die Doberaner Jugend von Mitsprache im Rathaus. Dieser Traum soll sich nach dem Willen der UDI erfüllen, indem die Stadtvertreter für die Vorlage zur Bildung eines Jugendbeirats stimmen. Die Sondersitzung findet am 03.12.2014 um 18:15 Uhr im Ratssaal statt.

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