Strand- und Baderegeln: In Deutschland gibt es keine einheitlichen Vorgaben

Unabhängig von Wetter und Temperaturen zieht es Menschen oft das ganze Jahr über an die Strände, Küsten, Seen und Flüsse des Landes. Ein ausgiebiger Spaziergang im Sand ist dabei meist genauso beliebt wie das Sonnenbaden oder das Planschen im seichten Wasser. Doch neben dem Vergnügen ist auch die Sicherheit aller von Bedeutung. Um diese zu gewährleisten, gibt es Vorschriften und Baderegeln.

Geht es um das richtige Verhalten am Strand bzw. darum, was erlaubt ist, sind einheitliche Regelungen nicht zu finden. Im Allgemeinen erstellen Gemeinden und Kommunen sowie die Landkreise die geltenden Vorschriften und fassen sie in Strandordnungen zusammen. In der Regel sind die aktuellen Ordnungen öffentlich ausgehängt und. einsehbar, sodass sich jeder diesbezüglich informieren kann.

Rücksichtnahme als oberstes Gebot

Die Gründe für das Formulieren von Ständeordnungen, Verhaltens- oder Baderegeln können vielfältig sein. Die Vorschriften enthalten meist Themen, die vom Umweltschutz, über Sicherheitsmaßnahmen bis hin zur konfliktfreien Nutzung der öffentlichen Räume an Stränden, Seen und Flussufern reichen.

Auch wenn das Wetter noch so schön ist und der Lieblingssong gerade läuft, diese Lebensfreude mit allen zu teilen, kommt nicht bei jedem gut an. Der Strand ist in der Regel ein öffentlicher Raum, in dem die unterschiedlichsten Menschen miteinander in Kontakt kommen. Rücksichtnahme sollte hier unabhängig von geltenden Vorschriften immer an erster Stelle stehen. Dennoch beinhalten viele Strandordnungen und Baderegeln zum Beispiel Vorgaben zur Lautstärke und zu sportlichen Aktivitäten bzw. auch zum Einsatz von Sport– oder Spielgeräten.

Es ist nicht selten, dass in den Strandordnungen bestimmte Bereiche festgelegt sind, die einzig dem Sport dienen. Dafür ist dann der restliche Strand für diese Aktivitäten tabu. Gleiches gilt oft auch, wenn Strandgänger vierbeinige Freunde mitnehmen. Das Laufenlassen ohne Leine, ist wenn überhaupt, nur an den ausgewiesenen Abschnitten (z. B. Hundestrand, Reitstrand) zulässig.

In den meisten Strandordnungen werden nicht nur Bereiche für bestimmte Aktivitäten definiert, sondern auch Vorgaben für das Betreten von Strandschutzanlagen, Wehren, Hafenanlagen oder anderen Einrichtungen der Kommunen am Wasser festgelegt.

Vorsicht ist an manchen Stränden geboten, wenn es um die Themen „Sandburgen und Buddeln“ geht. Ob es erlaubt oder beispielsweise aus umwelttechnischen Gründen (zum Beispiel als Erosionsschutz) untersagt ist, bestimmen die Gemeinden und Landkreise selbst.

Da die Gemeinden die Strandordnungen erlassen, definieren sie auch die Bußgelder, die bei einer Missachtung anstehen können. Regionale Unterschiede in der Höhe der Sanktionen sind also eher die Regel als die Ausnahme.

Baderegeln für die Sicherheit im Wasser

Neben dem rücksichtsvollen Verhalten spielt natürlich auch die Sicherheit am Strand eine große Rolle. So beinhalten viele Strandordnungen auch Baderegeln oder die Gemeinden hängen diese zur Sicherheit aller Besucher gesondert öffentlich aus. Ist ein Strand bewacht, kümmern sich nicht selten die zuständigen Organisationen um den Aushang der wichtigsten Baderegeln.

Doch was ist im Wasser eigentlich zu beachten? Die vom Roten Kreuz und der DLRG formulierten Grundsätze zum Verhalten im Wasser sind keine gesetzlichen Vorschriften, sollten jedoch bekannt sein und auch befolgt werden. Sie gelten sowohl am Meer als auch im Freibad oder am Badesee. Bußgelder drohen bei einer Missachtung zwar nicht, allerdings können dadurch gefährliche Situationen entstehen.

Es sollte grundsätzlich immer wichtig sein, das eigene Wohlbefinden im Auge zu behalten. Auch die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten ist von Bedeutung, damit Schwimmer ihre Kraft nicht falsch beurteilen und zu weit hinausschwimmen. Dass die Fahrrinnen zum Schwimmen und Baden tabu sind, ist verständlich, sollte aber immer wieder in Erinnerung gerufen werden. Der Sprung ins Unbekannt ist ebenso wenig eine gute Idee, wie mit vollem Bauch ins Wasser zu gehen.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Baderegeln, finden Sie im Ratgeber zum Thema unter https://www.bussgeld-info.de/baderegeln/.

Dies ist ein Gastartikel der VFR Verlag für Rechtsjournalismus GmbH. Wenn Sie auch einen Gastartikel veröffentlichen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt auf.

Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.