StrandPunkt (Strandversorgung)

Standort:
Seedeichstraße 14
54°08’39.7″N 11°51’01.6″E

Beschreibung:

Die Stadt Bad Doberan beabsichtigte seit 2004, ein Strandzentrum zu errichten. In dieses sollten Gerhard Butze mit seinem Bistro und Bernd Walter mit seinem Schwanencafé einziehen, weil ihre Pachtverträge mit der EntwicklungsCompagnie Heiligendamm befristet waren. Die Kolonnaden sollten saniert und der Imbiss am Haus Bischofsstab für den Neubau des Thalassozentrums abgerissen werden. Die Strandversorgung sollte öffentliche Toiletten haben, in den Beratungen sprachen sich die Stadtvertreter aber für ein separates Toilettenhaus aus. Streitpunkte waren unter anderem die Lage mitten auf einem zu der Zeit befahrenen, aber langfristig zu beruhigenden Platz und die Beteiligung der zukünftigen Pächter an den Kosten. Beide waren mit den Vorschlägen nicht einverstanden. Schließlich entbrannte 2004 ein Streit mit dem Investor über Wegeführungen durch Heiligendamm, sodass das Thema nicht weiter behandelt wurde. 

So sollte es hier eigentlich aussehen. Nach langem Gezerre konnte der Investor das nicht mehr umsetzen.
(Quelle: ICH Ingenieur Concept Heiligendamm)

Im Jahr 2012 entschied die Stadt dann, die Fläche zu vererbpachten. Es gab zwei Interessenten, von denen Tom Wosar einen handgemalten Entwurf einer Kolonnade vorlegte und Ralf Gödeke eine geschwungene Gebäudeform visualisierte. Auch öffentliche Toiletten und einen Spielplatz sollte ein möglicher Investor schaffen. Wosar wollte nicht selbst bauen, Gödeke hingegen schon. Darum bekam er den Zuschlag

(Quelle: ICH Ingenieur Concept Heiligendamm)

 

Nach einigem Streit um den nach Ansicht von Stadtvertreter Guido Lex zu niedrigen Erbpachtzins und weiteren Verzögerungen einerseits durch die Politik und andererseits durch ein Normenkontrollverfahren musste Gödeke von seiner Planung abrücken. Das Normenkontrollverfahren hatte Klaus König angestrebt, weil er ein Strandzentrum bauen wollte und bis zur Baugenehmigung keine Rede von einer Strandversorgung als Konkurrenz direkt nebenan war.

Gödeke musste bis zu einem bestimmten Termin mit dem Bau fertig sein, sonst wäre der Vertrag ungültig geworden und er hätte die Bank entschädigen müssen. Selbst das wurde noch verzögert, indem die frisch gegossenen Bodenplatten seiner nun abgespeckten Variante zerstört wurden.

2011 hatte er die ICH Ingenieur Concept Gesellschaft Heiligendamm eintragen lassen. 2014 wurde die Strandversorgung fertig gestellt.

2016 baute die Stadt wie geplant ein Toilettenhaus im Winkel zum StrandPunkt. Dafür hatte sie Fördermittel beantragt. Auch den Spielplatz realisierte die Stadt auf diese Weise selbst.

Die Kolonnaden beherbergen drei Tresenverkaufsstellen. Derzeit sind sie an eine Espressobar, einen allgemeinen Imbiss (Wurstbox) und einen Fischimbiss (Fischbox) vermietet. Gegessen wird auf dem mit Seesand aufgeschütteten Platz zwischen dem Bau und der Straße oder an der Seite und Rückseite des Hauses. Während der Wintermonate schließen die Gastronomen die meiste Zeit und auch in der Saison öffnen sie je nach Wetterlage unterschiedlich.

 

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