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Wie man wieder mehr Farbe in die Stadt bringt.

Bad Doberan ist erwacht: Die Bänke sind längst wieder aufgestellt worden, Händler stellen ihre Auslagen vor das Geschäft, andere schmücken die Gehwege mit kleinen Kunstwerken und auch die Blumen in den Kübeln und Töpfen blühen jetzt in ganzer Farbenpracht. Erinnern Sie sich noch, wie bunt Bad Doberan trotz seiner teilweise sehr grauen Straßenabschnitte früher einmal war? Blumenrabatte begrüßten die Autofahrer am Alexandrinenplatz und Blumen schmückten auch Parks und Wegesränder. In den Seebädern gehörten Blumenduft und Farbenpracht einfach zur Erholung dazu. Viele bunte Flecken sind dem Rotstift gewichen, weil sie zu teuer oder aufwändig in der Pflege waren. Andere sind mit der Zeit abhanden gekommen, weil Bushaltestellen benötigt oder Straßenräume den Anforderungen und Normen folgend verbreitert werden mussten. Doch es gibt auch viele Grünflächen, wo ein paar Blumen schöner wären, als bloß Rasen. Die Stadt kann diese kleine aber effektive Stadtverschönerung kaum bezahlen und schon gar nicht dauerhaft erhalten. Hier sind neue Konzepte gefragt und diese finden sich zum Beispiel im Zoo. Dort gibt es Tier-Patenschaften, mit denen Unternehmen, Vereine und Privatpersonen Tiere unterstützen und dafür auf Wunsch ihr Name auf dem Schild neben den Informationen zum Tier erscheint. Auch Alleen-Partnerschaften wurden in unserer Stadt schon realisiert. Mit gutem Willen und wenig Bürokratie sollten sich auch in unserer Stadt Möglichkeiten finden lassen, Blumenbeet-Partnerschaften oder Sitzbank-Sponsoring zu betreiben. Sei es durch Spenden oder durch fleißige Hände, die selbst anpacken und aus Blumenrabatten kleine Kunstwerke machen. Am Ende muss für die Paten und Sponsoren natürlich etwas dabei heraus springen: Ein dekoratives und nicht zu großes und aufdringliches Werbeschild zum Beispiel oder die Erwähnung auf einer Sponsorentafel, wenn sich für Stellen gleich mehrere Spender finden. Auf diese Weise würden in der Stadt graue oder „nur grüne“ Flecken verschwinden und alle würden davon profitieren, denn ein schönes Stadtbild bleibt bei Besuchern genauso hängen, wie Münster, Molli und Meer.

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