Veranstaltungen

ZAPPNALE #28 – Das Programm vom 12. und 13. und 14. bis 16. Juli 2017

MITTWOCH – 12.07.2017

Opening exhibition
14:00 Uhr – Am Markt 3

AUSSERDEM:
ZAPPA SPIELT FÜR BACH
HAMBURG, ST. KATHARINEN
„BABY SNAKES BIS JESUS JOY“

Das Programm „Baby Snakes bis Jesus Joy“ bietet dieses Jahr eine ungewöhnliche Instrumentierung für ungewöhnliche Musik: ein internationales Duett interpretiert auf Kontrabass und Vi braphon Werke großer Komponisten wie Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) u.a. und vor allem Titel des US-Musikers Frank Zappa (1940 bis 1993). Die akustisch gespielten Instrumente entfalten in dem bis 26 Meter hohen Kirchenraum mit einem Nachhall von rund sieben Sekunden von St. Katharinen ihren ganz eigenen Zauber.

Valentina Ciardelli, Jahrgang 1989, stammt aus dem toskanischen Pietrasanta bei Lucca aus der Familie einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters. Zunächst studierte Valentina wie ihre Mutter auch Klavier bevor sie sich für den Kontrabass entschied und am „Instituto Musicals L. Boccerini“ in Lucca 2014 mit Auszeichnung ihr erstes Studium abschloss. In London bekam sie ihre weitere Ausbildung als „Master of Performance“ am Royal College of Music bis 2016. Mehrfach ausgezeichnet wirkte Ciardelli u.a. im „Gustav Mahler Jugend Orchester“, im „Gran Teatro Giacomo Puccini“, dem „BBC Symphony Orchestra“, sowie dem „Royal Philharmonic Orchestra“ in London. Daneben glänzte sie als Solistin und in kleineren Ensembles wie „The Girls in the Magnesium Dress“ oder einem Projekt zur Musik von Giacomo Puccini. Beim Prager Kontrabass-Festival 2016 kamen ebenfalls Eigenkompositionen von Ciardelli zum Thema „Madame Butterfly“ zur Aufführung. „Die Musik von Frank Zappa, der absolut frei lebte und dabei diszipliniert komponierte“, sagt die Arrangeurin und Künstlerin, „hat mich schon früh beschäftigt. Hier in London habe ich außergewöhnliche und smarte Musiker gefunden, mit denen ich solche Werke spielen kann“.

Benjamin Boo, Jahrgang 1989, wurde im fernöstlichen Stadtstaat Singapur als Sohn eines Symphonikers geboren. Bereits mit drei Jahren startete er unter väterlicher Anleitung seine Musikausbildung. Mit neun Jahren trommelte er in dem chinesischen Orchester seiner Grundschule und blieb den Trommelstöcken bei der weiteren Ausbildung zum westlichen Perkussions-Spiel treu. Von 2014 bis 2015 wurde er in das Förderprogramm des BBC Symphony Orchestras in London berufen. An dem Royal College of Music schloss er mit Auszeichnung 2016 sein Studium ab, das Vibraphon und Marimba umfasste. Beide Instrumente spielen für das kompositorische Werk von Frank Zappa eine wichtige Rolle. Benjamin gewann innerhalb des „Chinese Art Festival Percussion“-Wettbewerbs 2014 den ersten Preis für Marimba Solo. In Singapore engagiert er sich in vielfältigen multikulturellen Ensembles.

VALENTINA CIARDELLI
Kontrabass- Double Bass / London

BENJAMIN BOO
Vibraphon, Percussion / Singapur

Mittwoch, 20.00 Uhr, 12. Juli 2017, Hamburg, St. Katharinen

Karten:
VVK € 19,- zzgl. Geb.,
AK € 22,-
www.ticketmaster.de

DONNERSTAG – 13.07.2017

Zappnoise (DE)
16:00 Uhr – Kamp

Gegen 16:00 werden Zappnoise aus Stralsund die Warm Up Party zur Zappanale am Donnerstag auf dem Kamp eröffnen. Das Programm der Band wird ihre bewährte Setliste enthalten, wenn auch in z.T. neu arrangierter Form. Spannend wird dabei auch der Gastauftritt von Freunden aus Portland/OR sein, denn Rhonda und Matthew möchten die Gelegenheit nicht missen, auch ein paar Takte aus dem Zappa-Cosmos zu spielen, sind beide doch Teile der Portland-Musik-Szene.

Freuen wir uns gemeinsam also wieder auf den „Muffin Man“, auf „Ms. Pinky“, auf die „Totrure Never Stops“, auf „Filthy Habits, auf die „Crew Slut“ oder auf die Beantwortung der Frage „Why Does’t Hurt When I Pee?“

Agnete Granitzka/ keyb
Stefan Berg/ drums
Peter Görs/ git
Sven Schönfeld/ sax
Andreas Safran/ sax
Kevin Nestler/ trumpet
Hansi Lüder/ perc
Carien Streng/ flute
Jörn Bantow/ bass

Dirty Feetz (EU)
17:15 Uhr – Kamp

Lebendiger Funk mit saftigem Punk, treibender Rock, melancholischer Floyd-Einschlag, schnulzige Melodie? Alles kein Problem für die vierköpfige Band aus vier verschiedenen Ländern! Sie leben die europäische Einheit und mischen alles zu einem musikalischen Kosmos aus Garage, Pop, Trash und Lalalalala! Dazu die Stimme von Frontmann Nat Gecko! Man fühlt sich erinnert an vergangene Tage: Die Power von der Bühne ist frisch und belebend! Die Spuren dieser Jungs wird man noch lange verfolgen können! Frank hätte seinen Spaß!

NAT GECKO (UK) – Voc, Trumpet, Synthisizer
GEHOL FREIHEIT (Germany) – Gitars, Voc
DR. MAIK ELINHO (Italy) – Bass, Backvoc
ROBIN LANCELOT VILLEVAL (France) – Drums, Percussions, Backvoc

Thorsten Schütte – Interview & ETQ Outakes
18:30 Uhr – Kino

Paul Greens RockAcademy (US)
19:30 Uhr – Kamp

Paul Green ist Musiker, Kontrollfreak und Gründer der School of Rock und der PGRA.

Im Jahr 2009 verkaufte Green die School auf Rock an die Muttergesellschaft des Sylvan Learning Center. Er sagte, er bekam was 7-Stelliges für das School of Rock Franchise Unternehmen, welches heute mehr als 100 Filialen über die ganzen USA verteilt hat.

Die Leidenschaft, die ihn damals antrieb, ist immer noch vorhanden. Und so entschloss er sich, alles das, was er über Musik gelernt hat, weiterhin zu lehren. Die geschäftliche Seite dazu, sollte ein Rock College sein – The Paul Green Rock Academy

Diese Rock Academy ist eine interaktive Musikschule, die auf Auftritte ausgerichtet ist. Sie basiert auf einer Methode, die in den letzten Jahren stetig verbessert und verfeinert wurde. Sie soll  der beste Weg sein, Musik zu lehren … und zwar mittels praktischer Herangehensweise. Daher ist die Rock Academy darauf ausgelegt, dass die Kids lernen, Musik so authentisch wie möglich zu spielen.

Die Lehrer/Dozenten der Rock Academy sind wirkliche Rockmusiker, und als solche sind sie in der Lage, den Studenten auf eine sehr direkte Weise zu helfen, indem sie auch wertvolle Ratschläge und Hilfestellung zu Auftritten geben können. Die Shows, die auf die Bühne gebracht werden, sind nicht nur Proben für Freunde und Familie, sondern streben an, echte Rockshows zu sein, mit professionellem Sound und – soweit möglich – diversen Showeffekten.

Die Rock Academy ist ein Programm, welches das ganze Jahr läuft. Die Studenten erhalten wöchentlich einen 45 Minuten langen Unterricht im Erstinstrument und nehmen in Vorbereitung auf die Shows wöchentlich an Proben teil (ca. 30mal im Jahr).

Die Shows werden nach künstlerischen und pädagogischen Gesichtspunkten ausgewählt und es werden immer Variationsmöglichkeiten geboten, um zum besten Ergebnis zu kommen. All das ausgerichtet auf die unterschiedlichen Könnensstufen und Erziehungsbedürfnisse der Studenten. Wenn es klappt, kommen 5 Produktionen im Frühjahr und Herbst und 3-4 im Sommer zustande. Dazu gehören die Proben für diese Shows, die sowohl während der Woche als auch am Wochenende stattfinden. Diese sind an den individuellen Zeitplan der Studenten angepasst.

Die Philosophie der Paul Green Rock Academy:

  • Die Erschaffung bedeutender und schöner Musik durch die Entwicklung von großartigen Musikern zu fördern
  • Für die künstlerischen Fähigkeiten all unserer Studenten zu sorgen und diese zu entwickeln
  • Unsere Studenten zu ihrem vollen Potential zu verhelfen und sie niemals unter Wert zu verkaufen
  • Unsere Musiker mit wundervollen, einzigartigen und persönlichen Möglichkeiten auszustatten, Musik zu studieren und aufzuführen
  • Lokale Aufführen als wirkliche Unterhaltungsmöglichkeit zu etablieren
  • Unseren fortgeschrittenen Studenten immer herausfordernde und spannendere Möglichkeiten zu bieten, auf größeren Bühnen aufzutreten
  • Die Tradition von Rock Musik durch das Studium mittels ausgewählter Künstler und Liveauftritte zu erhalten
  • Bereitstellung von bedeutenden und bezahlten Stellen für örtliche Musiker, Erzieher und Künstler
  • Die beste Musikschule der Welt zu sein

Das erinnert an Green´s Herangehensweise an die uns gut bekannte School of Rock. Freuen wir uns also auf frisch und unbekümmert aufspielende junge Musiker, die sich ausgerechnet an den Künstler heranwagen, der es selbst seinen Angestellten wahrlich nicht einfach gemacht hat, sein Werk zu spielen.

Eat That Question (Film)
20:30 Uhr – Kino

The movie: Frank Zappa in his own words.

Bad Penny (DE)
21:00 Uhr – Kamp

Bad Pennys Musik ist poetischer Rock’n’Roll, durchsetzt mit verschiedenen Folkelementen wie Cajun, Celtic, Gipsy und Blues, vorgetragen mit einer explosiven Energie. Die Musiker vertreten ihre Philosophie durch ihre faszinierende Ausstrahlungskraft und können durch Leidenschaft zur Musik das Publikum begeistern und den Funken überspringen lassen.

Bad Pennys Weg führte durch Großbritannien, Irland, Holland, Frankreich und durch zahlreiche Städte Deutschlands. Vom Open Air bis zum kleinen Club – Bad Penny versteht es, mit einer sagenhaften Natürlichkeit und durch ihre zahlreiche Bühnenerfahrung, ihrem Publikum ein unvergessliches Event zu präsentieren.

Ola van Sander:  Vocals, Guitar, Dobro
Axel Hennig: Vocals, Bass
Peter Möller: Piano, Keyboards, Accordeon, Organ
Matthias Dankert: Guitar
Ulf: Jacobs Drums

 

FREITAG – 14.07.2017

Theo And The WristBand (RO)
15:00 Uhr – MainStage

Die Rumänen Theo and The WristBand verbinden musikalisch Vergangenes mit der Zukunft. Und das mit Frische, Rock, Funk, Fusion und all dem zusammen. Die Band ist in Bukarest beheimatet und setzt sich aus Theo Rusu (Gesang), Adrian Chepa (Bass), Sergiu Popa  (Gitarre), Sebastian Nazarevscky (Gitarre), Constantin Barbaselu (Schlagzeug) und Istvan Illyes (Keyboard) zusammen.

Seit einigen Jahren setzen sie sich vehement mit dem Werk Zappas auseinander und bringen das recht lebhaft auf die Bühne. Im Jahr 2015 waren sie die Opener für The Aristocrats, als diese ein paar Gigs in Rumänien hatten.

Frustice (DE)
16:45 Uhr – MysteryStage

sind Jan Klare am Basssaxofon und Alex Schwers am Schlagzeug. Frustice bedeutet Substrat und Reduktion. Frust, Justiz und ICE. Beat, Melodie, Harmonie – alles kommt hier kondensiert und dicht.

Die beiden bilden ein ungewöhnliches Rhythmusteam – eine Protoband. Ob man dereinst von „Sly & Robbie“ des Ruhrgebiets sprechen kann, wird sich zeigen. Alex Schwers ist ein Stück deutsche Punkhistorie, Jan Klare erlebten wir bereits im letzten Jahr als Dirigent von The Dorf..

Jan Klare ist seit Mitte der 80er Jahre als Saxofonist, Bandleader und Komponist unterwegs und hat wenig ausgelassen. Seine Biographie verweist auf Konzerte  in vielen Ländern, dutzende CD-/ Radio/ TV- Produktionen  und Kooperationen mit namhaften Kollegen.  Er versteht seine Arbeit als “soziologische Feldforschung” über Hörgewohnheiten, Hörerwartungen und deren Manipulation.

Verschiedene Preise belegen seine Qualität – als Begründer des Orchesters »The Dorf« hat er in den letzten zehn Jahren Spuren hinterlassen, eine Masterclass am New England Conservatory in Boston, die Fußballoper “Duell D/NL 74″, die Kammeroper “Ich war die Krawatte von Prinz Claus”, Kompositionen für “Neue Musik” Ensembles sowie die WDR BigBand, ein Stück für zwei Blasorchester/ Gospelchor/  Rockband/ Kirchenglocken + Pyrotechnik und vieles mehr lässt sich aufzählen.

Kazutoki Umezu „Kiki Band“ (JP)
18:15 Uhr – MainStage

Einen der überraschendsten Momente der Zappanale #24 lieferte die bis dato den wohl wenigsten bekannte Kiki Band. Damals kündigten wir sie mit den Worten „… Da ist Jazzrock, der improvisativ in avantgardistische Felder und Free Jazz bricht, in folkige Leichtigkeit und schneidend harten Progressive Rock mit erheblicher Komplexität wechselt…“ an, was zunächst vielleicht einige abschreckte. Was dann aber zu hören war, war mitreißender avantgardistischer Rock, erfrischend und locker gespielt.

Dabei ist es gar nicht so leicht, die Kiki Band in eine Schublade zu stecken. Es könnte die neueste Art von Jazz-Rock sein, klingt aber auch ein bisschen wie progressive Rock. Sie lieben ungewöhnliche Beats. Aber im Grunde genommen ist es Jazz. Wenn man auf den Rhythmus achtet, dann ist es Rock, hört man dagegen auf die Melodie, hat man das Gefühl, ethnischer Musik zu lauschen.

Die Kiki Band ist eine Vorzeigeband, die vermutlich mehr außerhalb Japans auf Tour war als jede andere Jazzband. Sie sind eine Band von Gleichgesinnten, in der jeder Musiker er selbst sein kann und auch in die Musik seine eigenen speziellen Interessen einbringen kann, wo alles zu einem ganz eigenen Sound verschmilzt, der ihre Live-Shows mit treu ergebenen Fans seit mehr als 15 Jahren füllt. Anders als andere Bands, die ein paar Songs brauchen, um sich aufzuwärmen, ist die Kiki Band von der ersten Note an ganz da.

Joe (!) Trump schlägt so hart auf die Trommeln ein dass man Angst hat, sie würden platzen. Kido springt mit der Speed Metal Gitarre rein. Hayakawa bringt in jedes Stück seinen harten funkigen Bass ein. Umezu spielt mit zwei Saxofonen, wenn eins allein nicht ausreicht.

Die Kiki Band liebt es, Einflüsse zu vermischen, aber sie lieben es auch, ihre Emotionen in die Musik einfließen zu lassen. Der große Strom der Gefühle kommt ihnen dabei weder in die Quere der Komplexität der Musik, noch verletzt die gut ausgereifte Struktur je diese Gefühle. Die Kiki Band scheint die richtige Balance gefunden zu haben, und dadurch ist es ihnen möglich, intensive, schöne und großartige Musik entstehen lassen zu können. Eine der besten Bands Japans!

Sie haben bislang neun Alben und eine DVD veröffentlicht, wobei die DVD auf der Zappanale #24 entstand. Damals spielten sie folgendes Set:
Squirrelly Dragon – DOWSER (2005)
Monkey Mash – DOWSER (2005)
Gibbs‘ Paradox – Coyote (2013)
Gelcoroido
Tohoku – Izumoya
Dressler # 36 – DOWSER (2005)
Crawler – Land Dizzy (2002)
Jumina – A Chrysalis‘ Dream (2010)
Make Make – A Chrysalis‘ Dream (2010)
Viva Chuosen Jazz – DOWSER (2005)
Flying Head – KIKI (2001)

Die Kiki Band sind:
Kazutoki Umezu (As,Ss,Bcl)
Natsuki Kido (Guitar)
Takeharu Hayakawa (Bass)
Joe Trump (Drs,Per)

The Untouchables (UK / SG)
20:30 Uhr – MysteryStage

Valentina Ciardelli, Jahrgang 1989, stammt aus dem toskanischen Pietrasanta bei Lucca aus der Familie einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters. Zunächst studierte Valentina wie ihre Mutter auch Klavier bevor sie sich für den Kontrabass entschied und am „Instituto Musicals L. Boccerini“ in Lucca 2014 mit Auszeichnung ihr erstes Studium abschloss. In London bekam sie ihre weitere Ausbildung als „Master of Performance“ am Royal College of Music bis 2016. Mehrfach ausgezeichnet wirkte Ciardelli u.a. im „Gustav Mahler Jugend Orchester“, im „Gran Teatro Giacomo Puccini“, dem „BBC Symphony Orchestra“, sowie dem „Royal Philharmonic Orchestra“ in London. Daneben glänzte sie als Solistin und in kleineren Ensembles wie „The Girls in the Magnesium Dress“ oder einem Projekt zur Musik von Giacomo Puccini. Beim Prager Kontrabass-Festival 2016 kamen ebenfalls Eigenkompositionen von Ciardelli zum Thema „Madame Butterfly“ zur Aufführung. „Die Musik von Frank Zappa, der absolut frei lebte und dabei diszipliniert komponierte“, sagt die Arrangeurin und Künstlerin, „hat mich schon früh beschäftigt. Hier in London habe ich außergewöhnliche und smarte Musiker gefunden, mit denen ich solche Werke spielen kann“.

Benjamin Boo, Jahrgang 1989, wurde im fernöstlichen Stadtstaat Singapur als Sohn eines Symphonikers geboren. Bereits mit drei Jahren startete er unter väterlicher Anleitung seine Musikausbildung. Mit neun Jahren trommelte er in dem chinesischen Orchester seiner Grundschule und blieb den Trommelstöcken bei der weiteren Ausbildung zum westlichen Perkussions-Spiel treu. Von 2014 bis 2015 wurde er in das Förderprogramm des BBC Symphony Orchestras in London berufen. An dem Royal College of Music schloss er mit Auszeichnung 2016 sein Studium ab, das Vibraphon und Marimba umfasste. Beide Instrumente spielen für das kompositorische Werk von Frank Zappa eine wichtige Rolle. Benjamin gewann innerhalb des „Chinese Art Festival Percussion“-Wettbewerbs 2014 den ersten Preis für Marimba Solo. In Singapore engagiert er sich in vielfältigen multikulturellen Ensembles.

VALENTINA CIARDELLI
Kontrabass- Double Bass / London

BENJAMIN BOO
Vibraphon, Percussion / Singapur

Paul Greens RockAcademy
feat. Denny Walley & Ike Willis (US)

22:00 Uhr – MainStage

Paul Green ist Musiker, Kontrollfreak und Gründer der School of Rock und der PGRA.

Im Jahr 2009 verkaufte Green die School auf Rock an die Muttergesellschaft des Sylvan Learning Center. Er sagte, er bekam was 7-Stelliges für das School of Rock Franchise Unternehmen, welches heute mehr als 100 Filialen über die ganzen USA verteilt hat.

Die Leidenschaft, die ihn damals antrieb, ist immer noch vorhanden. Und so entschloss er sich, alles das, was er über Musik gelernt hat, weiterhin zu lehren. Die geschäftliche Seite dazu, sollte ein Rock College sein – The Paul Green Rock Academy

Diese Rock Academy ist eine interaktive Musikschule, die auf Auftritte ausgerichtet ist. Sie basiert auf einer Methode, die in den letzten Jahren stetig verbessert und verfeinert wurde. Sie soll  der beste Weg sein, Musik zu lehren … und zwar mittels praktischer Herangehensweise. Daher ist die Rock Academy darauf ausgelegt, dass die Kids lernen, Musik so authentisch wie möglich zu spielen.

Die Lehrer/Dozenten der Rock Academy sind wirkliche Rockmusiker, und als solche sind sie in der Lage, den Studenten auf eine sehr direkte Weise zu helfen, indem sie auch wertvolle Ratschläge und Hilfestellung zu Auftritten geben können. Die Shows, die auf die Bühne gebracht werden, sind nicht nur Proben für Freunde und Familie, sondern streben an, echte Rockshows zu sein, mit professionellem Sound und – soweit möglich – diversen Showeffekten.

Die Rock Academy ist ein Programm, welches das ganze Jahr läuft. Die Studenten erhalten wöchentlich einen 45 Minuten langen Unterricht im Erstinstrument und nehmen in Vorbereitung auf die Shows wöchentlich an Proben teil (ca. 30mal im Jahr).

Die Shows werden nach künstlerischen und pädagogischen Gesichtspunkten ausgewählt und es werden immer Variationsmöglichkeiten geboten, um zum besten Ergebnis zu kommen. All das ausgerichtet auf die unterschiedlichen Könnensstufen und Erziehungsbedürfnisse der Studenten. Wenn es klappt, kommen 5 Produktionen im Frühjahr und Herbst und 3-4 im Sommer zustande. Dazu gehören die Proben für diese Shows, die sowohl während der Woche als auch am Wochenende stattfinden. Diese sind an den individuellen Zeitplan der Studenten angepasst.

Die Philosophie der Paul Green Rock Academy:

  • Die Erschaffung bedeutender und schöner Musik durch die Entwicklung von großartigen Musikern zu fördern
  • Für die künstlerischen Fähigkeiten all unserer Studenten zu sorgen und diese zu entwickeln
  • Unsere Studenten zu ihrem vollen Potential zu verhelfen und sie niemals unter Wert zu verkaufen
  • Unsere Musiker mit wundervollen, einzigartigen und persönlichen Möglichkeiten auszustatten, Musik zu studieren und aufzuführen
  • Lokale Aufführen als wirkliche Unterhaltungsmöglichkeit zu etablieren
  • Unseren fortgeschrittenen Studenten immer herausfordernde und spannendere Möglichkeiten zu bieten, auf größeren Bühnen aufzutreten
  • Die Tradition von Rock Musik durch das Studium mittels ausgewählter Künstler und Liveauftritte zu erhalten
  • Bereitstellung von bedeutenden und bezahlten Stellen für örtliche Musiker, Erzieher und Künstler
  • Die beste Musikschule der Welt zu sein

Das erinnert an Green´s Herangehensweise an die uns gut bekannte School of Rock. Freuen wir uns also auf frisch und unbekümmert aufspielende junge Musiker, die sich ausgerechnet an den Künstler heranwagen, der es selbst seinen Angestellten wahrlich nicht einfach gemacht hat, sein Werk zu spielen.

Yellow Snow Crystals (DE)
00:30 Uhr – MysteryStage (Samstag)

Yellow Snow Crystals – Zappa im Deutschrock

Nach seiner Posaunen-Solo CD „Loverman“, auf der sich auch eine wunderschöne Version von „Evelyn, a modified dog“ befindet, verfestigte sich bei Paul Hubweber der Gedanke, ein Zappa-Programm zu machen.

In Simon Camatta, den er seit einigen Jahren kennt und schätzt und mit dem er bereits in diversen Projekten gespielt hat, fand er schnell einen geneigten Mitstreiter. Camatta wiederum verbindet eine lange gemeinsame musikalische Praxis mit Alexander Morsey, der sich bestens auskennt im Zappatischen.

Die ersten öffentlichen Auftritte ließen nicht lange auf sich warten. Es entstand in kurzer Zeit ein Programm, dass zwar von der Musik Frank Zappas inspiriert ist, aber weit darüber hinaus geht. Bald wurde jedoch klar, dass ein Posaunist überfordert ist, wenn er auch auch die hauptsächlichen Gesangsparts übernehmen soll. So rannte Hubweber bei  Gerhard Horriar offene Türen ein, als er von seinem Projekt erzählte.

Horriar ist Zappatist der ersten Stunde und als Master of Poetry Slam sehr zuhause „im Wort“. Sein hintersinniger Wortwitz ist dem Zappas nicht unähnlich und dem geneigten Publikum seit Jahren aus Auftritten der „Vakanten Genies“ und „Heinz im Sinn und die Geteiltdurchs“ bekannt.

Hier sind keine Kopisten am Werk, sondern Könner, die dem Meister in Nichts nachstehen und einzelne seiner Preziosen so lange durch den musikalischen Wolf drehen, bis daraus ein alsolutes Gute-Laune-Programm entsteht, das etwas völlig Eigenes kreiert, ohne dabei je den Ursprung aus den Augen zu verlieren.

Ein weiteres wichtiges Merkmal unterscheidet die Musik der YELLOW SNOW CRYSTALS von der Frank Zappas. Während Zappa immer wieder betont hat, dass er sich vor allem als Komponist und Dirigent sieht, entstehen die Songs und die deutschen Übersetzungen der YELLOW SNOW CRYSTALS im Kollektiv.

Seit Herbst 2014 ist Martin Verborg mit im Boot, der mit Saxophon und Violine die musikalische Bandbreite der Band enorm erweitert.

Der Bandname, übrigens, geht zurück auf  Zappas LP Apostroph(`), wo Nanook, ein kleiner Eskimojunge, einem Robbenjäger die tödliche gelben Schneekristalle (mit Schlittenhundpipi getränkter Schnee) in die Augen reibt, weil dieser seinen kleinen Lieblings-Seehund erschlagen hat.


Paul Hubweber
: Posaune, Gesang, Narration, Komposition

Paul Hubweber ist ein deutscher Posaunist im Modern Creative Jazz und der freien Improvisationsmusik. Er begann als Zwölfjähriger Schlagzeug zu spielen; in den nächsten Jahren spielte er auch Gitarre und E-Bass.

Mit siebzehn Jahren wechselte er an die Posaune und trat zwischen 1973 und 1975 auch in Italien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden auf. Ab 1976 war er einige Jahre an der Organisation des New Jazz Festival Moers beteiligt.

Er spielte mit vielen Größen des europäischen Freejazz zusammen; John Butcher, Paul Lovens, Peter Kowald, John Edwards, Paul Lytton, Alexander von Schlippenbach um nur einige zu nennnen.

Zur Zeit ist er neben den YELLOW SNOW CRYSTALS auch noch mit der Band HALF CAMOUFLAGE unterwegs und verfolgt darüber hinaus Soloprojekte.


Gerhard Horriar
: Gesang, Narration, Unterhaltung

Horriar ist poetry-slamer und Mitglied von HEINZ IM SINN UND DIE GETEILTDURCHS. Ihre Musik bezeichnen die „HEINZEN“ als Klamauk-Pop. Im April 2015 ist ihre CD „Das weise Abum“ erschienen.

Er hat Germanistik und Anglistik studiert und ist Sprachberater am Grammatischen Telefon und Dozent für Deutsch als Fremdsprache an der RWTH Aachen.


Alexander Morsey
: Kontrabass, Tuba Guembri, Gesang

Morsey, der mehrfach bei Jugend jazzt erfolgreich war, wurde Mitglied des Landesjugendjazzorchesters NRW und später des Bundesjazzorchesters. Von 1995 bis 2000 studierte er an der Folkwang-Hochschule Essen bei Gunnar Plümer und John Goldsby, wo er anschließend eine Lehrtätigkeit ausübte.

Am Stadttheater Münster übernahm er 2006/07 die musikalische Leitung von „Shockheaded Peter“.

Morsey absolvierte internationale Tourneen und Gastspiele mit Matthias Schriefl. Weiterhin war er Mitglied von Un Tango Más, der Gruppe Disguiseund Jan Klares Formationen 7 und The Dorf. Mit diesen und anderen Bands hat er mehr als 20 CDs eingespielt.


Simon Camatta
: Schlagzeug, Percussion, Gesang

Camatta spielt Schlagzeug, seit er 11 Jahre ist. Er studierte jazz an der Folkwang Hochschule Essen.
Jederzeit auf dem Punkt spielend, legt er einerseits bei den YELLOW SNOW CRYSTALS  zusammen mit ALEX MORSEY die rhythmischen Grundlagen, nimmt aber auch immer wieder an deren  improvisatorischen Ausflügen teil und ist somit genau wie auch Morsey weit mehr als bloßer „timekeeper“


Martin Verborg
: Violine, Saxofone, Keyboards, Komposition;

Seit Sommer 2014 Mitglied der „YELLOW SNOW CRYSTALS“ . Geboren 1955 in Hagen , Violinunterricht an der Jugendmusikschule der Stadt, auf den Blasinstrumenten Autodidakt. 1968 Preisträger bei  „Jugend Musiziert“

Aus Folklore- und Klassiktraditionen kommend, arbeitet er an der Transformation der reinen, der abstrakten Melodie ins konkrete Geräusch und an der Dehnung des ZeiTraums. Spezielle Spieltechniken auf der Violine.

Spielt in Kammermusikensembles, Rock-, Blues-, (Free-)Jazzgruppen und arbeitete mit Tänzern und Pantomimen zusammen.

1975 Hinwendung zum Jazz; arbeitete u.a. mit Jay Oliver, Jim Meneses, Martin Theurer, Alexander von Schlippenbach, Lee Konitz, Gioni Raducanu, Chris Cutler; Tourneen, Festivals, Radio-, TV-Mitschnitte, Konzerte

(Gründungs-)mitglied vom „Ersten Improvisierenden Streichorchester“, „Arts Praxis“, „Sprinx!“, „Baba Jam Band“

Seit 1995 Ensemblemitglied beim Improvisationstheater „Emscherblut“

Seit 2007 Mitglied in verschiedenen experimentellen Großformationen wie „the Dorf“ (Dortmund), „Wuppertaler Improvisations-Orchester“(Wuppertal) und „Collage 13-2“(Recklinghausen)

SAMSTAG – 15.07.2017

Jim Cohen (US)
13:00 Uhr – Stage Tent

Mountains! Monsters! Masmanian Protuberances!! FAKE NEWS!!
Ja, die Zeiten sind mies! Was tun? Der Ami Jim Cohen (OK, that’s me, but I have to pretend, it’s the media, y’know…) macht wieder einen deutschsprachigen Ausflug ins Land der Zappalyrik. Dieses mal ist Billy The Mountain dran: But wait, there’s more! Falls Du damals vor acht Jahren den Vortrag gesehen hast (und es noch weißt), in der Zwischenzeit hat Jim einiges Neues herausbekommen, ja sogar eine originelle Erkenntnis über das Stück, etwas was bis jetzt anscheinend noch niemand im Blog-O-Sphäre bemerkt hat: Vielleicht nur Trump-Tweet? Nah – Stammt eigentlich von Dweezil selbst! So fix your comb-over and grab a sofa! You’ll love it, it’s a way of life…

Meet & Greet with Dweezil Zappa
15:00 Uhr – Stage Tent

Eine Stunde mit Dweezil Zappa – moderiert vom Master of Ceremonies Jim Cohen.

Polka Streng (AUT)
16:00 Uhr – MysteryStage

Polka Streng plays strictly Zappa

Die Verneigung vor Frank Zappa, dem größten Förderer der böhmischen Polka in der nichtklassischen Rockmusik.

Polka Streng, eine ländliche Blasmusik in Minimalbesetzung (2 Trompeten, ein Euphonium) angetrieben von einer Rockband (Gitarre, Bass, Schlagwerk), präsentiert musikalische Beiträge zur böhmischen Polka in der nichtklassischen Rockmusik.

„Unser Grundkonzept ist eben eher das Gegenteil von Unplugged“

Die Grundthese
Die Wurzel und tragende Säule der nichtklassischen Rockmusik ist die Polka. Die böhmische Polka wohlgemerkt. Und ihre Lieblingscousine aus Südosteuropa.

Das Material
besteht neben Titeln von Frank Zappa auch aus Polkas von Deep Purple, Tom Waits, King Crimson und vielen anderen.

Polka Streng versprechen: „Bei einem einstündigen Programm spielen wir 100% Zappa – wenn wir schon bei der Zappanale sind. (Abgesehen von einigen Takten böhmischer Polka, aber die stammen vermutlich von den tschechischen Vorfahren von Frank!).“

Hildegard lernt fliegen (CH)
17:30 Uhr – MainStage

Krieg den Schubladen, Friede der Musik! Ein Haus, ein Springbrunnen mit klarem Quellwasser und ein Grammo-, nein Saxophon. Liebe Freunde der Staatsoper, Geeks and Geezers, Hocker und Tänzer, hier ist sie: HILDEGARD LERNT FLIEGEN!

Nehmt eine Sechzehntelnote von ihrem narkotischen Protranspirans und seht, wo das Wort MUSIK seinen Ursprung hat. Ausgeschrieben heisst es nämlich nicht: Mega Untighte Sinologen Im Kongo, sondern Morgen Unbedingt Selbst Ins Konzert.

Denn: Wer diese Band live gesehen hat, vergisst  komplett, wie das mit Bach, Miles und AC/DC war und sieht, schnüffelt, spürt, wofür all diese Töne, die Blech, Felle, Holz und harter Gaumen so machen, gut sind: nämlich die Lebenden und Toten zu feiern in allen Farben und Zählzeiten. Meine Damen und Begleiter! Nehmt Beile mit für eure Stühle! Vom ersten Ton an ist alles erlaubt, wenn the one and only Hildi auf den Brettern, die die Welt bedeuten, fliegen lernt.

Hildegard lernt Fliegen ist keine Band, sondern ein Sturm. Man kauft ein Ticket und erwartet ein Konzert, doch was man bekommt ist ein theatralischer Anschlag auf das Musikverständnis, eine Dada-Party, eine einzige Aufregung. Bandkopf Andreas Schaerer lässt seine sprudelnde Fantasie mit Vollgas aufs Publikum los, und das feiert das Schweizer Sextett wie die Rettung der Kunst vor sich selbst. Das namenlose Debütalbum schlug ein, der Nachfolger ebenso, und die Band tourte mit ihrer Mischung aus Jazzrock, Tarantella, Zirkus-Blues, Swing und Oper durch halb Europa, Russland und China. Der Drittling von Hildegard lernt fliegen „The fundamental rhythmofunpolishedbrains“ setzt dort an wo die Band aufgehört hat. Gewitzt setzt das Sextett ängstlichen Biedermeiern frische Ideen entgegen, stürzt sich als Sandkorn ins Getriebe des Gleichklangs. Die Band lässt Konventionen hinter sich, erhebt Nonkonformismus nicht zum Dogma und zeigt bei aller Präzision umwerfenden Witz. Eine ewig zappende Gruppe – ein famoses Chaos!

Bandmitglieder

Andreas Schaerer  Stimme
Andreas Tschopp  Posaune, Tuba
Benedikt Reising Bariton-, Alto-Saxophon, Bassklarinette
Christoph SteinerSchlagzeug, Percussion, Marimba
Marco Müller  Kontrabass
Matthias Wenger Alt-, Sopran-Saxophon

Studio Dan Project (AUT)
19:30 Uhr – MysteryStage

Als sich hier vor vier Jahren 17 MusikerInnen samt ihrem Instrumentarium Platz auf der Mainstage verschafften, fand mit Studio Dan ein viel umjubeltes Konzert statt. Dieses 17köpfige Orchester, bestückt mit u. a. Cello, Violine und Kontrabass in Verbindung mit elektronisch verstärkter Musik, wollten wir unbedingt noch einmal präsentieren … nun haben wir sie sogar zweimal und wir freuen uns auf eine fette Portion Zappa und mehr.

Denn Studio Dan heißt diese Band ja nicht von ungefähr: Der Name dieses Ensembles leitet sich von dem von Frank Zappa (1979) produzierten Album Studio Tan ab und ist eine große Verneigung vor ihm. Seine völlig vorurteilsfreie Haltung jeder Art von Musik gegenüber, gepaart mit seinem alles verbindenden Humor inspirierte Studio Dan von Anbeginn. Die Verquickung jedweder Art von „Unterhaltungsmusik“ und allen möglichen Spielformen der so genannten „Kunstmusik“, ohne dabei an der Oberfläche eines substanzlosen Eklektizismus zu bleiben, ist vielleicht noch immer einzigartig und hat noch immer nicht die Bedeutung erlangt, die sie verdient. Die Besetzung bietet sowohl von der personellen wie auch der instrumentalen Seite alles, was es zur Produktion dieser „grenzenlosen“ Musik braucht.

Studio Dan wurde 2005 von Daniel Riegler im Rahmen des ersten Festivals der JazzWerkstatt Wien gegründet. Das Ensemble hat als Big Band begonnen und tritt mittlerweile, dem Anlass entsprechend, in verschieden großen Formationen auf. Die Gruppe bewegt sich an den Grenzlinien avancierter Spielformen experimenteller und zeitgenössischer Musik – zwischen Improvisation und neuer Musik, Jazz und Prog-Rock, um einige Schlagworte zu nennen.

Bei einem zweiten Auftritt auf der Mystery Stage werden Studio Dan im Rahmen ihres „Classic Project“ Werke von Varèse, Stravinsky und Zappa präsentieren.

Dweezil Zappa (US)
21:00 Uhr – MainStage

Dweezil Zappa wurde am 5. September 1969 in Los Angeles als Sohn von Frank und Gail Zappa geboren.

Sein offizieller Name lautete – nach den Vornamen von Bekannten seines Vaters – zunächst Ian Donald Calvin Euclid Zappa, da die Krankenschwester die Eltern direkt nach der Geburt drängte, das Kind nicht Dweezil zu nennen. In der Familie wurde er jedoch stets Dweezil gerufen. Als er fünf Jahre alt war, entdeckte er auf seiner Geburtsurkunde, dass er offiziell so nicht hieß und verlangte von seinen Eltern eine Namensänderung, woraufhin sein Name offiziell in Dweezil geändert wurde.

Von dem Augenblick seiner Geburt an war es unausweichlich, dass sich sein Leben ununterbrochen um Musik drehen würde (sein Vater hat bei Religionszugehörigkeit “Musiker” in der Geburtsurkunde eintragen lassen).

Da er die Auftritte seines Vaters von der Seite der Bühne miterlebte, als er noch Windeln trug, war es keine Überraschung, dass er von früh an Interesse an Musik hatte. Mit 6 Jahren bekam er seine erste Gitarre von seinem Vater, eine Fender Music Master. Sie befindet sich jetzt in irgendeinem Hard Rock Cafe. Aber erst mit 12 Jahren zeigte er ein ernsthaftes Interesse an der Musik und beschäftigte sich nun ambitioniert an der Gitarre.

Hauptsächlich hörte Dweezil bis dahin die Musik seines Vaters, an der dieser ständig arbeitete. Aber er fand plötzlich ganz neue Töne, die aus dem Radio kamen, die ihn faszinierten: die Beatles, Queen, AC/DC, Led Zeppelin, Black Sabbath, The Who und Jimi Hendrix waren seine Favoriten. Auch war er geradezu gefesselt von den bahnbrechenden Gitarrenstilen von Edward Van Halen und Randy Rhoads.

Er hörte stundenlang ihre Platten, um am Ende herauszubekommen, wie er das, was er hörte, schließlich selbst spielen konnte. Dabei bat er auch seinen Vater um Hilfe. „Ich erinnere mich daran, wie ich Frank fragte, herauszubekommen, wie man den Song „Revelation/Mother Earth“ von Blizzard of Oz spielte. Ich wusste nicht wirklich etwas über Akkorde oder Gitarrengriffe und in dem Song benutzte Randy Rhoads Elemente der klassischen Musik, die in der Gitarrenrockmusik zu der Zeit völlig neu waren. Frank half mir, das gezupfte Intro zu lernen.“

Um mehr fundamentale Kenntnisse über Technik und Tonarten zu erlangen, war Dweezil in der glücklichen Lage, Unterstützung von einem der Musiker aus der Band seines Vaters zu bekommen: Steve Vai.

1982, als er 12 Jahre alt war, hatte er seinen ersten Bühnenauftritt mit der Band seines Vaters im Hammersmith Odeon in London. „Das war eine großartige Erfahrung. Ich war so aufgeregt, als ich gefragt wurde, ob ich spielen wolle, aber ich war auch unglaublich nervös. Da ich eigentlich nur richtig in Tonart A spielen konnte, gab Frank mit der Hand ein Zeichen, damit die Band den Song „Stevie’s Spanking“ von der Originaltonart B auf A herunter transponierte. Nachdem ich mein Solo beendet hatte, bedeutete Frank der Band, zu B zurück zu modulieren. Es war cool, dass er die Musik so unter Kontrolle hatte, für mich war es wie ein magischer Trick. Es hat mich mächtig beeindruckt und mich mein ganzes Leben lang begleitet.“

Etwas später in diesem Jahr nahm er seine erste Single “My Mother Is A Space Cadet auf, die unter Zappa’s Barking Pumpkin Label veröffentlicht wurde. Die verblüffende Geschichte hinter dieser Aufnahme ist, dass sie von Edward Van Halen produziert wurde. (Auf der Hülle steht, dass sie von De Vards produziert wurde, um mögliche vertragliche Probleme für Van Halen zu vermeiden.) Edward Van Halen spielte den eröffnenden Slide Guitar Riff und die Outro Melodie mit. Dweezil spielt den ganzen Rest des Gitarrenparts. „Als ich das Solo auf „Space Cadet“ spielte, arbeitete Edward daran, den richtigen Gitarrensound zu finden. Das war einer meiner Lieblingsteile der Session. Wir benutzten einen von Franks braunen Acoustic Combo Verstärkern.

1984 steuerte Dweezil Gitarrensoli sowohl bei „Stevie’s Spanking“ als auch „Sharleena“ auf Franks Album „Them Or Us“ bei. 1986 debütierte Dweezil in Hollywood als Schauspieler in “Pretty In Pink”. 1987 hatte er eine weitere Filmrolle neben Arnold Schwarzenegger und Mick Fleetwood in „The Running Man“. Im Fernsehen arbeitete er als Gast MTV VJ. Damals entstand auch sein erstes vollständiges Album „Havin‘ A Bad Day“. Dieses Album beinhaltete die Single „Let’s Talk About It“, mit seiner Schwester Moon, die den Gesangspart hatte.

Dweezil spielte auch auf der Grammy nominierten Coverversion von “Wipeout” mit Herbie Hancock und Terry Bozzio, die vom Soundtrack von “Back To The Beach” stammt. Er wurde gefragt, ob er zusammen mit Stevie Ray Vaughn und Bonnie Raitt zusammen Gitarrenauftritte für das Soloalbum von Miami Vice Star Don Johnson beisteuern wollte. Während Dweezil zwar beim Song „The Last Sound Love Makes“ mitspielte, war es jedoch sein Auftritt im Video für Don Johnsons Single “Heartbeat”, an den er sich am liebsten erinnert.

1988 veröffentlichte er sein zweites Album „My Guitar Wants To Kill Your Mama“ (eine Coverversion einer Frank Zappa Single). 1990 spielten Dweezil und Moon zusammen mit Cindy Williams in einer Sitcom für CBS mit dem Titel “Normal Life”.

1991 folgte die Veröffentlichung seines dritten Albums “Confessions”. Gastauftritte auf diesem Album wiesen Dweezil den Weg in die Zukunft, insbesondere die Beiträge von Nuno Bettencourt, Gary Cherone und Pat Badger von Extreme und den legendären Gitarristen Warren DeMartini, Steve Lukather und Zakk Wylde sowie Frank Zappas Mitstreitern Mike Keneally und Scott Thunes. Sowohl Moon als auch Ahmet Zappa sagen auf diesem Album.

Nach einer Confessions-Promo-Tour gründete Dweezil eine neue Band mit Ahmet, die er Z nannte. Das „Shampoohorn“ Album wurde 1992 fertiggestellt, musste aber über ein Jahr auf die Veröffentlichung warten. Schließlich wurde es mit zwei unterschiedlichen Tracklistings veröffentlicht.

In der Band spielten Mike Keneally, Scott Thunes und Joe Travers. Thunes wurde 1994 durch Bryan Beller ersetzt. 1996 wurde „Music For Pets“ veröffentlicht. Beller und  Keneally verließen anschließend die Band und Z hörte mehr oder weniger auf, zu existieren. 2000 veröffentlichte er das Album „Automatic“.

Während der nächsten Jahre bereitete sich Dweezil auf eine extreme schwierige Herausforderung vor: die legendäre Musik seines Vaters wieder auf die Bühne zu bringen. Auf seinem nächsten Soloalbum „Go With What You Know“ (2006) bekam man einen Eindruck davon, was einen erwarten würde. Das Album beinhaltete Dweezils bisher kreativstes, fortgeschrittenes Gitarrenspiel.

Im Frühjahr 2006 war es dann schließlich so weit: Dweezils neue live Band “Zappa Plays Zappa” ging zum allerersten Mal auf Tour. Dweezil hatte nun eine Band aus vorher unbekannten guten Musikern gegründet, die in der Lage war, die Musik seines Vaters mit dem ihr gebührenden Respekt zu spielen. Es war zu dem damaligen Zeitpunkts unmöglich vorhersehbar, wie lange dieses Projekt andauern würde. Dweezil setzte ein weiteres Sahnehäubchen drauf und lud die Alumni Steve Vai, Napoleon Murphy Brock und Terry Bozzio ein, ihn bei der allerersten ZPZ Tour zu begleiten. Dieses Line-Up wurde auf der ersten ZPZ CD und DVD im Jahr 2008 festgehalten. Im Rahmen dieses Projekts erhielt Dweezil den Grammy für die „Best Instrumental Performance“ für seine Version von „Peaches En Regalia“.

2007 wurde die Tour mit Ray White fortgeführt. 2010 erschien „Return Of The Son Of“. „The Deathless Horsie“ erhielt für „Best Instrumental Performance“ eine Grammy Nominierung. 2009 verließen Aaron Arntz und Ray White die Band und wurden durch den Keyboarder Chris Norton und Ben Thomas (Lead Vocals und Trompete) ersetzt.

Im Oktober 2009 wurde die Band erstmals „Dweezil Zappa Plays Zappa“ benannt. Seit 2010 hat ZPZ einige wenige F.O.H. Aufnahmen veröffentlicht und es fanden erneut einige Umbesetzungen statt. Das Line-Up von 2014 wurde als die „Rocking Teenage Combo“ bekannt.

Dweezils eigene Musik wurde dabei für fast eine Dekade an die Seitenlinie gestellt, aber aktuell erfährt sie eine Wiederbelebung. Mit neu geschriebenem Material erscheint am 27.11.2015 das Album „Via Zammata“, mit dem Dweezil zu seinen musikalischen Wurzeln zurückgekehrt.

Nebenprojekte sind das Musikcamp Dweezilla, in dem er seine Ideen mit Schülern teilt und andere Gitarristen, die er selbst bewundert, als Dozenten in sein Camp holt. Dazu gibt es auch den Online Gitarrenkurs Dweezology.

Nach dem Tod seiner Mutter fand Dweezil sich inmitten einer familiären Auseinandersetzung wieder. Der Zappa Family Trust, der nun von zweien seiner jüngeren Geschwister betrieben wurde, erließ eine Unterlassungsklage gegen ihn. Dweezil sollte umgehend die Nutzung des Namens Zappa Plays Zappa stoppen. Als Antwort auf die Klage des ZFT änderte Dweezil den Namen seiner Band in Dweezil Zappa Plays Frank Zappa und spielte weiterhin die Musik seines Vaters.

Nach einer weiteren Unterlassungsklage, auch diesen Namen betreffend, beschloss Dweezil, die Absurdität dieser Situation für seine nächste Tour zu nutzen: Er nannte sie Dweezil Zappa Plays Whatever The F@%K He Wants.

Worauf Dweezil am allermeisten stolz ist, sind seine beiden Töchter Zola Frank Zappa (geboren 2006) und Ceylon Indira Zappa (geboren 2008). Er lebt mit seinen Töchtern und seiner Ehefrau Megan, die er im April 2012 heiratete, in Los Angeles.

Wenn Dweezil einen Auftritt ausgerechnet bei der Zappanale zusagt, macht er das sicher nicht allein aus monetären Gründen. Dies ist viel mehr als ein deutliches Zeichen an die Fans zu verstehen, die zeitlebens seines Vaters weltweit mit zu den treuesten Fans Frank Zappas gehörten. Dweezil spielt ganz selbstbewusst Wherever The F@%K He Wants! Und er verspricht ein Konzert epischer Länge.
Niemand ist glücklicher über diese Situation als der Arf Society e.V und der Veranstalter der Zappanale, Wolfhard Kutz.

Caballero Reynaldo (ES)
00:30 Uhr – MysteryStage (Sonntag)

Reynaldo: “If you would like us to perform this hard-to-describe show in your Zappa festival, your living room, your cousin’s wedding or private orgy call us direct, call us collect but call us today!”

Na? … Nicht auf der Zappanale #21 gewesen? Caballero verpasst? Schade, macht aber fast gar nichts, denn er kommt wieder.

Auf seine ganz eigene Art interpretiert Caballero Reynaldo die Kompositionen von Frank Zappa. Da gibt es Country & Western nicht nur bei Lumpy Gravy, sondern auch bei „The Torture Never Stops“ und bei vielen weiteren Titeln, bei denen man es nicht für möglich gehalten hätte, diese im Westernstyle spielen zu können. Da gibt es beinahe schon Chansons, dargebracht auf Caballeros so unnachahmlich lässige Art und Weise.

Zwar kommt die Musik fast schon provozierend relaxed daher aber Reynaldo hat mit seinen Kollegen dabei so viel Spaß auf der Bühne, dass sich dieser unweigerlich auf das Publikum überträgt und das Konzert förmlich zu einem kleinen Happening werden lässt.

Hinter dem Künstlernamen Caballero Reynaldo verbirgt sich der spanische Musiker, Komponist Produzent und Platten-Label-Inhaber Luis Miguel González Martínez. Er wurde 1962 in Cuenca geboren und lebt in Utiel, Valencia. Seit 1995 hat er mehr als 30 Alben veröffentlicht.

Mit seinen Interpretationen (sogar „Bobby Brown“ werdet Ihr garantiert nicht auf Anhieb erkennen … wenn überhaupt!) ist er auf diversen CDs der „Unmatched-Serie vertreten. Die Unmatched-Serie erscheint übrigens auf seinem eigenen Label „Hall Of Fame Records“. 2015 veröffentlichte er die Trilogie der Krüge, mit Versionen von King Crimson, Yes und Motörhead. 2016 feierte er sein 20jähriges Jubiläum mit der Veröffentlichung von „Plays Zappa?“.

Reynaldo: “The truth is that I wanted to deal with Zappa’s more frivolous music for some time, most of all because I cannot technically play the complex one, I wish I could, but being able to do it and with this country taste (which is the most anti-zappa way) I think it is the most Zappa-esque way to deal with his work. It is truly great, and being able to assemble the Kazoos from all corners of Spain is the top of the cake. I hope it lasts and if not we’ll think of something else…. Who knows… maybe King Crimson bossa-nova style?”

 

SONNTAG – 16.07.2017

Versammlung Arf Society e.V.
13:00 Uhr – Arf Tent

Mitglieder-Versammlung des Vereins Arf Society e.V. während der Zappanale 2017

Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp XXL (CH)
14:00 Uhr – MainStage

Meine englischen Freunde nennen sie die-Band-mit-dem-Namen-den-ich-mir-nie-merken-kann und ich gebe zu, dass er ziemlich unaussprechlich ist. Aber, Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp (grob übersetzt: „Das allmächtige Orchester Marcel Duchamp“) ist ein Name mit Programm. Nicht nur, dass er einen Bezug zu den wohl mythischsten Bands West-Afrikas herstellt (Orchestre Tout Puissant Konono n°1, Orchestre Tout Puissant Polyrytmo etc. etc.), er verweist auch auf einen der explosivsten Künstler des 20. Jahrhunderts (und natürlich erweckt „allmächtig“ eine ganze Reihe von Assoziationen, abgesehen von Afrikanischen Bands).

Es begann als „One Night Stand“ in Genfs eklektischem und experimentellem Club „Cave 12“ mit Vincent Bertholet (bass) als Chef des Ganzen. Bevor sich das Einmal-Kollektiv zu einer ausgewachsenen Band entwickelte, ging jedoch viel Zeit ins Land und es bedurfte diverser Umbesetzungen. Die Zutaten waren jedoch von Anfang an da: die Kräfte der freien Unordnung, das pulverisierte Alphabet des Rock’n’Roll, die Wissenschaft der zeitgenössischen Musik, die Unverschämtheit des Punk, die spekulativen Phantasien der intellektuellen Musik und unvergessene Facetten der populären Musik.

Maël Saletes‘ markante und stolpernde Gitarrenlinien führen einen hypnotischen Dialog mit Vincent Bertholets obstinaten Kontrabass-Riffs. Der melodische Kontrapunkt von Aïda Diops Marimba, mal voluminös und tanzbar, mal mehr pointillistisch, und Mathias Forges Posaune, grooven makellos über dem Schlagzeug von Wilf Plum (von den legendären Dog Faced Hermans, die einen starken Einfluss auf OTPMD haben), dessen Spiel einen Groove von Seelenschauer und Rhythm ’n‘ Blues-Synkopen hinlegt. Nicht zu vergessen, der majestätische Gesang von Liz Moscarola (Violinist und mit Bertholet das einzige übriggebliebene Originalbandmitglied), der die Zuhörer und die Welt verzaubert, als wäre es nichts: eine Stimme mit schier unendlich vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten: Maschinengewehrsalven-artiger Sprechgesang, Klangmalerei an den Grenzen der Sprache, Melodien, die sich mit einer süßen Bewegung oder gebrochenem Klingeln entfalten. Liz Moscarola ist so amüsant wie bewegend und ihre absolute Natürlichkeit grenzt an Weiße Magie.

Orchestre Tout Puissant präsentiert ROTOROTOR, ein aufregendes drittes Album, produziert von John Parish (P.J Harvey, Eels, Giant Sand, Dominique A…) und aufgenommen von Ali Chant im Toybox Studio in Bristol. ROTOROTOR (eine Verneigung vor Duchamps berühmten Rotoreliefs und seiner Vorliebe für Palindrome) ist ein Manifest der freien und abenteuerlustigen Musik, organisiert in vielseitigen Pop-Songs; verspielt und feurig, glühend, lustig und ungestüm, ohne Zurschaustellung eine Art fragmentierten futuristischen Traditionalismus annehmend, der Festlichkeit und Krieg, Hochzeit Tänze und Kriegsgeschrei kombiniert.

Chato! (DE)
16:00 Uhr – MysteryStage

Wer in den letzten Jahren öfter die Zappanale besucht hat, hat Chato Segerer bestimmt mal gesehen: als Gewinner des Zappa-Quizes mit Krässehaube 2010, seinen Gastauftritt bei Jazzprojekt Hundehagen 2011 und 2013, als Mitglied der Jamband „Arf Force One“ 2015 oder Gitarre spielend im Zappateers-Zelt auf dem Campingplatz. Außerdem hat er 2012 das Yellow Snow Festival in Larvik, Norwegen eröffnet, spielte auf der 1. Ausgabe des Moo-ah Festivals in England u.a. mit den Muffin Men und ist auf Idiot Bastard’s Zappa Compilations „On Broadway – Covers of Invention“ und „Rare Episodes vertreten. 2013 hat er mit einer Zappa-Show schon einmal auf der Zappanale gespielt, aber allein: zwischen Gitarre und Keyboards wechselnd, mit Backing Tracks und Gitarrensynthesizer inklusive Loopstation gewappnet. Das war als Solo-Show konzipiert, weil er keine Band hatte…doch die Zeiten sind vorbei.

CHATO! komponiert nach dem Yin und Yang Prinzip und verbindet gekonnt die Energie des Punk, den Intellekt des Jazz und die Krässe des Metal mit Rock, Funk & Pop. Das alles wird abgerundet mit einer Prise Humor, denn Chato und seine Mitmusiker nehmen sich und die Welt nicht so ernst…außer die Musik.

Seit Ende 2014 steht das Line-Up der Band CHATO! und im April 2015 kam ihr 1. Album „Prog-Fusion with Balls“ raus, das u.a. in Japan durch diskunion vertrieben wird und in Amerika in den Shops der Labels Cuneiform und Laser’s Edge erhältlich ist. Die Osnabrücker Band war zweimal in ihrer Stadt Vorband von Zappatika feat. Ike Willis, jeweils einmal 2015 und 2016. Pünktlich zur Zappanale ist nun ihr 2. Album „So und nicht anders“ erschienen, welches eine freshe, groovige Bearbeitung von Zappas „Let’s move to Cleveland“ beinhaltet.

Letztes Jahr konnten sie auf dem Burg Herzberg Festival das Publikum begeistern, jetzt kommen sie zur Zappanale.

“Super tight high speed sick shit with a surplus of diverse ideas bound together with bitchin guitar and rendered with a high bar of excellence”
Nick Didkovsky – Doctor Nerve

„His combination of humour and incredibly well played music deserves to be heard and should appeal to a wide range of musical aficionados“
Background Magazine (Netherlands)

Studio Dan (AUT)
17:45 Uhr – MainStage

Als sich hier vor vier Jahren 17 MusikerInnen samt ihrem Instrumentarium Platz auf der Mainstage verschafften, fand mit Studio Dan ein viel umjubeltes Konzert statt. Dieses 17köpfige Orchester, bestückt mit u. a. Cello, Violine und Kontrabass in Verbindung mit elektronisch verstärkter Musik, wollten wir unbedingt noch einmal präsentieren … nun haben wir sie sogar zweimal und wir freuen uns auf eine fette Portion Zappa und mehr.

Denn Studio Dan heißt diese Band ja nicht von ungefähr: Der Name dieses Ensembles leitet sich von dem von Frank Zappa (1979) produzierten Album Studio Tan ab und ist eine große Verneigung vor ihm. Seine völlig vorurteilsfreie Haltung jeder Art von Musik gegenüber, gepaart mit seinem alles verbindenden Humor inspirierte Studio Dan von Anbeginn. Die Verquickung jedweder Art von „Unterhaltungsmusik“ und allen möglichen Spielformen der so genannten „Kunstmusik“, ohne dabei an der Oberfläche eines substanzlosen Eklektizismus zu bleiben, ist vielleicht noch immer einzigartig und hat noch immer nicht die Bedeutung erlangt, die sie verdient. Die Besetzung bietet sowohl von der personellen wie auch der instrumentalen Seite alles, was es zur Produktion dieser „grenzenlosen“ Musik braucht.

Studio Dan wurde 2005 von Daniel Riegler im Rahmen des ersten Festivals der JazzWerkstatt Wien gegründet. Das Ensemble hat als Big Band begonnen und tritt mittlerweile, dem Anlass entsprechend, in verschieden großen Formationen auf. Die Gruppe bewegt sich an den Grenzlinien avancierter Spielformen experimenteller und zeitgenössischer Musik – zwischen Improvisation und neuer Musik, Jazz und Prog-Rock, um einige Schlagworte zu nennen.

Bei einem zweiten Auftritt auf der Mystery Stage werden Studio Dan im Rahmen ihres „Classic Project“ Werke von Varèse, Stravinsky und Zappa präsentieren.

Goodbye Session
19:45 Uhr – MainStage

Jazzprojekt Hundehagen (DE)
21:00 Uhr – MysteryStage

Das Jazzprojekt Hundehagen ist wahrscheinlich einer der ganz wenigen Bands auf der Zappanale, die sich als Hobbymusiker verstehen und ihre Brötchen ansonsten mit anderen Dingen verdienen. Seit Jahren ist sie fester Bestandteil der Zappanale und avanciert mehr oder weniger zur Zappanale-Hausband.  Mit den Auftritten im letzten Jahrzehnt auf der Zappanale ist die Band um den Gitarristen Michael Käckenmeister gewachsen und ihre gitarrenlastigen Interpretationen von Zappawerken sind gereift . Freunde von „ewig langen Gitarrensoli“ werden auf ihre Kosten kommen.

Hintergrundinformationen zu den Bands und Künstlern und zum Festival, Ticketverkauf und News gibt es unter: http://www.zappanale.de/de/
Titelbild: Quelle: Wikimedia, Autor: Heinrich Klaffs, CC-Linzenz CC-BY-SA 

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