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Doberaner haben BUND-Gruppe gegründet

Viele Straßenbauprojekte sind in Bad Doberan umgesetzt worden und viele Bäume mussten dabei weichen. Der aus dem Rathaus beworbene „Neuanfang“ bei der Goethestraße hat sich zum geflügelten Wort für „Kahlschlag“ entwickelt. Lange schon geht es auch im Wiesengrund um Baumfällungen. Bei der Sanierung des Hünenweges begann das Fällen und während der Planungen der Straße „Am Wege“ wurde den Anwohnern klar, dass im Kollbruchweg weitere Bäume fallen sollen. Dagegen wehrten sie sich und zunächst sah es auch so aus, als ob sie damit Erfolg hatten, denn an einem runden Tisch einigten sich Vorhabenträger und Anwohner auf einen Kompromiss und weitere Treffen. Inzwischen scheint die Situation festgefahren, weil die Vorhabenträger an den ursprünglichen Planungen festhalten, während die Anwohner für ihre Variante mit weniger Versieglung und ohne Baumfällungen kämpfen. Selbst der Versuch, die Stadtvertreter zu mobilisieren, brachte noch keine Einigung. Offiziell suchen beide Seiten nach einer Lösung. Eine feste Gruppe von Anwohnern hatte schon vor einiger Zeit den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) um Hilfe gebeten und fachkundige Unterstützung vom Landesverband bekommen. Das Ganze artete schnell aus, gibt es doch in der Münsterstadt große Vorhaben, wie den B12 für den Kammerhof. Eine eigene Ortsgruppe schien nötig und diese gründete sich am 27. April, zum Vorsitzenden wurde einer der Wortführer der Anwohner – Carsten Großmann aus dem Kollbruchweg – gewählt. „Die BUND-Gruppe Bad Doberan und Umland will sich für Baumschutz, Hochwasserschutz und Umweltbildung in Bad Doberan engagieren. Der BUND Bad Doberan will Ansprechpartner für Bürger, Politiker und Ämter vor Ort sein“ heißt es in der Pressemitteilung des Landesverbandes. Es soll eine Zusammenarbeit mit dem Kornhaus zur Umweltbildung geben. Das erste Thema aber ist der Schutz der Bäume in Bad Doberan und eine Suche nach baumerhaltenden Lösungen zusammen mit Ämtern und Bürgern. Es gibt in der Stadt viele Baumfreunde und diese sind nun gefragt. Dafür findet am 18. Mai um 17:00 Uhr in der Klosterstraße 1 (Hengstenstall) ein öffentlicher Informationsabend über Bäume und Stadtökologie statt.

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