Gästehaus (“Villa”, Gästehaus von Witzleben)

Alte Namen: „Villa“, Gästehaus der Familie von Witzleben

Standort:
Gartenstraße 3
54°08’20.3″N 11°50’47.0″E

Bauzeit: 1867
Nutzungen: Gästehaus (1867-unbekannt, Wohnhaus (unbekannt bis 1997), Leerstand (seit 1997)

 

Beschreibung:

(Quelle: A. Beckmann)

Das „Gästehaus der Familie von Witzleben“ bezeichnete kleinere Gebäude auf demselben Grundstück, wie die Villa „Augusta“. Auch hier ist ein Bild von Beckmann auf 1867 datiert. Offenbar ist es das einzige alte Bild, das es noch gibt.

Die Schauseite des Hauses befindet sich nach Osten in Richtung Doberan. Eine halbrunde Terrasse mit Balustradenumrandung und einer repräsentativen Treppe nach Norden – also der Villa „Augusta“ zugewandt – bildet den Eingangsbereich. Eine Eingangsloggia mit zwei Säulen führte ins Haus. Rechts und links gibt es je eine Fensterachse mit umrahmten Bogenfenstern. Die Beletage ist durch umlaufende Gesimse vom kaum kleineren Obergeschoss abgehoben. Das Obergeschoss hat nach Osten hin fünf Achsen, links mit einem Blendfenster, rechts mit einem rechteckigen schmalen Fensterpaar und dazwischen drei einzelnen solcher Fenster.

Nach Norden wiederholt sich das Fensterpaar-Motiv an der rechten Seite. Links gab es keine und unten zwei Rundbogen-Blendfenster.

Die Südseite hat nur eine Achse in der Mitte, in der sich wiederum das Doppelfenster im Obergeschoss wiederholt. Im Erdgeschoss befindet sich ein Rundbogenfenster. Die Fenster und Ecken sind mit Pilastern betont und das flache Walmdach Dach mit einem breiten Gesims abgesetzt.

Die nach Westen zeigenden Ecken sind abgewinkelt, sodass die einzige Achse an der Westseite nicht verloren wirkt. Die Ecken sind jeweils einachsig und mit Pilastern betont. Im Erdgeschoss wurden Rundbogenfenster verwendet, jedoch mit flacheren Bögen.

Die Ecken könnten zugleich noch einen anderen Grund haben: Das Haus befand sich am Ende der neu entstandenen kleinen Allee, von der ein Weg nach Osten abgewinkelt war, der dann wieder zurück zur Straße nach Doberan führte. Das Haus war also gewissermaßen ein Eckhaus.

Das Souterrain war auch über eine Tür unter der Terrasse zugänglich und auf einem Bild erkennt man im Hintergrund eine Art Gartenhaus. Später wurde die Hälfte der Terrasse verglast und die Eingangsloggia zugemauert. Weitere Vereinfachungen erfolgten nicht, aber das reichte, um dem Haus seinen Charakter zu nehmen.

Das Haus wird heute als „Gästehaus der Villa von Witzleben“ bezeichnet. Dieser Name ist so nicht in historischen Dokumenten zu finden. Bei Beckmann heißt sie einfach nur „Villa“. Zuletzt gab es im Haus mehrere Wohnungen und auf dem inzwischen von der Villa „Augusta“ abgetrennten Grundstück ein Gewächshaus.

Die EntwicklungsCompagnie Heiligendamm GmbH & Co. KG erwarb das Haus zeitgleich mit der Villa „Augusta“ zusätzlich zum Häuserpaket der TLG. Seit spätestens dann steht es leer. Pläne gibt es derzeit nicht. Das Haus steht auf der Denkmalliste.

 

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