Nachrichten

Haus der Energien in Börgerende: Gesammeltes Pro und Contra

Carlo Schmidts Plan vom „Haus der Energien“ hat Gegner und Befürworter. Neben subjektiven oder unsachlichen Äußerungen gibt es richtige Argumente von beiden.

Contra:

Ein Hochhaus passe nicht ins Ortsbild eines Fischerdorfes und das Projekt nicht in den Landschaftsrahmenplan. Es liege im Landschaftsschutz- und nahe dem Naturschutzgebiet mitten im ländlichen Freiraum und Biotopverband und könnte Vögel und Fledermäuse stören oder gefährden.

Der Raumordnungsplan sehe Tourismus und Landwirtschaft vor, das Projekt sei gewerblich. Auch die Einschränkungen durch die Bautätigkeit und die Zunahme des Verkehrs machen Sorgen.

Pro:

Das Haus sei ein optisches und bauliches Highlight und stünde in Alleinlage so weit vom Dorf entfernt, dass es das Ortsbild nicht beeinflusst. Ein Fischerdorf sei es nie gewesen und der Dorfcharakter bereits zerstört. Es gebe Zusagen von Professoren, deren Institute umziehen wollen und von Firmen aus dem Energiesektor, es seien also höhere Gewerbe-steuereinnahmen zu erwarten, was Investitionen im Tourismus auf dem Weg zum Seebad ermögliche.

Während durch die Waterkant-Suites deutlich mehr Verkehr erwartet wird, seien es beim Haus der Energien mit nur 1,7% mehr. Es würden 50 dauerhafte und gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen und das Hotel, die Tagungsräume und Wohnungen für Mitarbeiter auch in der Nebensaison für Leben sorgen. Es sei ein Alleinstellungsmerkmal, denn kein Dorf an der Ostsee könne Forschung in zukunftsträchtigen Themenfeldern vorweisen und es wäre überregional bekannt und anziehend und das ohne Kosten für die Gemeinde.

Weiterhin werden die geringe Grundfläche von 20×20 m, die Ausstellung, der Ausblick, schnelles Internet, neue Freizeitangebote, präzise Wettervorhersagen und die Grundstücksaufwertung genannt.

Die Gemeindevertretung muss entscheiden: Ob sie im Ort hochwertige Wissenschaft ansiedelt, mit positiven Einflüssen auf die Ortsentwicklung, auch im Bereich des Tourismus, der sich ohne Umsetzung des ursprünglich geplanten maritim-touristischen Zentrums nicht wie gewünscht entwickeln kann. Oder, ob der Ort so bleibt, weil die Bürger wegen bisheriger Fehlentwicklungen skeptisch sind.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.