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Im Interviw: Bargeshagens Bürgermeister Hans-Peter Stuhr

Hans-Peter Stuhr ist seit 2009 Bürgermeister der Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen. Der Stadtanzeiger befragte ihn zu aktuellen Themen.

1900 neue Einwohner seit der Wende
Admannshagen-Bargeshagen zählt zu den größten Gemeinden im Bad Doberaner Umland. Seit 1989 ist die Einwohnerzahl von 875 auf 2.850 angewachsen. Die Grundlagen dafür wurden schon in den 90er Jahren geschaffen. Bürgermeister Hans-Peter Stuhr nennt als Beispiele den Flächennutzungsplan, der inzwischen mit geplanten Bebauungsplänen umgesetzt ist und die Schaffung eines Gewerbegebietes, welches der Gemeinde gute Gewerbesteuer-Einnahmen beschert, die sie wiederum in die Infrastruktur investieren konnte und weiterhin kann.

Engagement trägt Früchte
Stuhr selbst ist seit Juli 2009 Bürgermeister der Gemeinde und sieht die Erfolge als Ganzes: Viele Bürger engagieren sich und bringen sich in das Gemeindeleben ein und nur zusammen mit der Gemeindevertretung hat er als Bürgermeister eine Menge erreichen können. Zum Beispiel die Errichtung einer Tennisanlage mit zwei Feldern und Funktionsgebäude in Bargeshagen, die Realisierung von zwei Photovoltaikanlagen mit je 24,4 KWP und den Kauf eines Grundstücks und den Umbau des darauf befindlichen Gebäudes zur Kulturscheune – die übrigens am 30.11.2012 feierlich eröffnet wird. Ein 2011 gegründeter Kulturverein organisiert u. a. die Veranstaltungen in dieser neuen Attraktion der Gemeinde, die auch den vielen engagierten Bürgern und geplanten Projekten Räumlichkeiten zur Verfügung stellen wird.

Gemeinde denkt an ihre Bürger
Auch an kleine Dinge wurde gedacht: Die Schaffung einer Grünschnittannahme für die Bürger der Gemeinde erwähnt Stuhr. Er nennt ebenso die Umsetzung des Bebauungsplanes Nr. 15 mit 21 Wohngrundstücken. Der Um- und Ausbau der Amtsschule Rethwisch gemeinsam mit den Gemeinden Nienhagen und Börgerende-Rethwisch ist ein führendes Beispiel für Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene.

Die Gemeinde hat noch viel vor, möchte eine Möglichkeit für altersgerechtes Wohnen schaffen, hat auch schon ein Grundstück dafür reserviert, bis jetzt aber keinen Investor gefunden, sodass sie darüber nachdenkt, selbst zu investieren.

Gemeinde stößt an Grenzen
Dem Wunsch nach Wachstum werden jedoch Grenzen gesetzt: Der Flächennutzungsplan ist vollständig umgesetzt und die Gemeinde möchte gern weitere Flächen erschließen, findet dafür jedoch beim Amt für Raumordnung und Landesplanung keine Zustimmung.
Zu schaffen macht der Gemeinde auch die stark gestiegene Kreisumlage: Stuhr: „Damit wird es immer schwieriger, notwendige freiwillige Leistungen zu finanzieren.“

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