Aus dem Norden

Kühlungsborn – Deutsch-deutsche Geschichte von oben

Vielleicht mit dem Auto oder Fahrrad, vielleicht auch zu Fuß oder ganz beliebt mit dem Molli geht es von Heiligendamm nach Kühlungsborn. Das Seebad heißt erst seit 1938 so – vorher bestand es aus den einzelnen Seebädern Arendsee und Brunshaupten und dem Ort Fulgen, von dem der Badetourismus in Kühlungsborn eigentlich ausging. Durch die Vereinigung der drei Orte hat Kühlungsborn heute eine geballte touristische Infrastruktur und einiges sogar doppelt zu bieten – in Kühlungsborn Ost und West.

Wenn man im Ostseebad Kühlungsborn hoch hinaus will, dann sollte man das auf dem Ostsee-Grenzwachturm tun. Der Beobachtungsturm BT-11 der Nationalen Volksarmee (NVA) ist einer der wenigen sichtbaren Überbleibsel der innerdeutschen Grenze. Kein anderes Denkmal repräsentiert an der Küste so sehr die Teilung Deutschlands.

Die hervorragende Aussicht vom direkt an der Promenade stehenden Grenzturms ist das eine – die Geschichten, die sich hinter den Fluchtversuchen über die Ostsee verbergen und die Tragödien, die gescheiterte Fluchten nach sich zogen, sind die Kehrseite der Medaille.

Der Ostsee-Grenzwachturm ist ein Muss für alle, die sich für Geschichte interessieren und auch für all jene, die sie längst vergessen haben oder gar nicht mehr kennen können.

Gab es in Kühlungsborn Fluchtversuche über die Ostsee? Sind Schüsse an der Grenze gefallen? Gab es „Mauertote“ an der Ostsee? Oder erfolgreiche Fluchten? Finden Sie es heraus!

Übrigens: Der nächste Turm steht in Börgerende und das zeigt, wie engmaschig das Netz der Grenztürme an der Ostsee war. Es gibt Pläne, diesen Turm auch für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, aber noch kommt man da nicht rauf.

Weitere Informationen: http://www.ostsee-grenzturm.com

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