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Neuwahl des Stadtvertreter-Vorstehers vertagt. Orangerie-Verkauf geebnet. Kuchenbuch schlägt geschlossenen Rücktritt der Stadtvertretung vor.

Drei Themen sollten die öffentliche Sitzung der Stadtvertreter am 28. Januar bestimmen. Das wichtigste wurde gleich vertagt: Über die Nachfolge des zurückgetretenen Stadtvertretervorstehers Guido Lex (Bürgerbund) konnte nicht entschieden werden, weil noch nicht über einen Kandidaten gesprochen wurde. Als Favoriten gelten Heinz Keuer (Grüne) und Harry Klink (FDP). Vorerst führt Gerlinde Heimann (Linke) die Geschäfte.
Die Änderung des B-Planes B 25 in Heiligendamm wurde zunächst ausdiskutiert. Es wurde deutlich, dass die Stadtvertreter nicht wissen, wie es weiter geht, welche Pläne es gibt und ob das Grand Hotel weiter als Luxus-Hotel oder Familienhotel geführt wird. Frank Pieplow (parteilos) und Guido Lex wollten das Thema nicht behandeln, Jochen Arenz (parteilos) redete den Stadtvertretern ins Gewissen und so wurde mit 11 Ja- und 6 Nein-Stimmen die Zustimmung zur Planänderung erteilt, sodass der Verkauf der Orangerie erfolgen kann. Berichten zu Folge soll die Median-Klinik den gemessen am Wert geringen Preis von 4 Mio. Euro bezahlen, um die Suiten im Gebäude für Privat-Patienten zu nutzen.
Für Wirbel sorgte ein Brief von Prof. Rolf Kuchenbuch (CDU) an die Fraktionsspitzen, in dem er den geschlossenen Rücktritt der Stadtvertretung vorschlägt und Neuwahlen einleiten will. Er schreibt, dass „viele Bürger die Arbeit des Rathauses als unbefriedigend bewerten, konzeptionelle Schwächen, handwerkliche Fehler und inkonsequentes Abstimmungsverhalten zur Verzögerung von wichtigen Entscheidungen geführt haben und die Leidenszeit nicht länger anhalten dürfe“. Durch neue Mehrheitsverhältnisse erhofft er sich ein Ende des „Trauerspiels für die Stadt“. Praktisch ist der Vorschlag nur umsetzbar, wenn alle Mandatträger und Nachrücker auf das Mandat verzichten. Derweil hat das Landgericht Greifswald zu entscheiden, ob die Kommunalwahl 2009 überhaupt gültig war. Gibt sie der Klage von Bodo Wiegand-Hoffmeister statt, würde es noch 2013 Neuwahlen geben und die regulären Kommunalwahlen 2014 ausfallen. Die Stadtvertreter signalisierten überwiegend, dem Vorschlag Kuchenbuchs nicht zu folgen.

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