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Wohin mit den Bussen?

Stau am Alexandrinenplatz Richtung Innenstadt. Das wäre an sich nicht ungewöhnlich, wenn es nicht ein später Sonntagnachmittag wäre. Die Ursache ist schnell ausgemacht: Zwei große Reisebusse versperren die rechte Spur der August-Bebel-Straße. Eine große Reisegesellschaft steigt aus, während Autofahrer versuchen, an den hintereinander stehenden Bussen vorbei zu kommen. Der Gegenverkehr muss anhalten, weil er – über eine der beiden Kurven kommend – übersehen wird. Ein wenig Rückstau gibt es auch in der Straße „Am Kamp“. Zwischen und hinter den Bussen versuchen Fußgänger, die Straße zu überqueren, um zum Kamp oder von diesem zum Rosengarten zu gelangen. Radfahrer weichen auf die Straße aus, um die Reisegesellschaft zu umgehen. Zum Glück ist es nur ein später Sonntagnachmittag und das kleine Chaos löst sich schnell wieder auf. Offen bleibt die Frage, warum ein Touristenmagnet wie Bad Doberan in der ganzen Innenstadt keinen einzigen Busstellplatz anbietet. Ein einziger in der August-Bebel-Straße oder am Alexandrinenplatz würde ja schon reichen. Innerhalb der alten Klostermauern profitiert man schon seit Jahren von Reisegruppen, die ihr Geld im Münster und Kornhaus ausgeben, weil ihr Reisebus hier einen Parkplatz gefunden hat. Nicht alle von ihnen finden in die Innenstadt – vielen ist der Weg einfach zu weit. Wie wäre es denn, den Veranstaltern auch einen offiziellen Platz in der Innenstadt anzubieten, an dem sie ihren Reisebus abstellen können? Wenn die Gäste schon direkt in der Stadt aussteigen können, dann werden sie eher geneigt sein, sie zu erkunden, als es der Fall wäre, wenn sie vom Münster den Weg suchen und in die Stadt laufen müssen. Was die Gäste an einem späten Sonntagnachmittag in Bad Doberan unternehmen und wo sie einkehren können und wie sie dort überhaupt hin finden, mag dabei auf einem anderen Blatt stehen. Ein Bus-Stellplatz wäre ein Anfang.

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