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Neuauflage Kleiner Münster-Kunstführer

Kürzlich brachte der Deutsche Kunstverlag Berlin/München die 13. überarbeitete Auflage des DKV-Kunstführers Nr. 408 „Das Münster zu Bad Doberan“ heraus.

Der Verfasser, Carl-Christian Schmidt war von 1976 bis 1992 Pastor am Doberaner Münster. In seine Amtszeit fiel die Innenrestaurierung des Doberaner Münster.

Er saß in dieser Zeit mit am Tisch der wöchentlichen Bauabsprachen und Baukonferenzen im Konventssaal des Münsters.

Daher kennt er ziemlich genau die damals immer noch schwer zu lösenden Fragen der Datierung des Bauwerkes insgesamt, besonders aber auch im Zusammenhang mit den kunsthistorischen Datierungen der Hauptausstattung des Münsters.

Schon in die 12. Auflage (2011) dieses Heftes waren Ergebnisse der Bauforschung eingeflossen. Seit 2000 ist bekannt, dass das Münster die Landschaft im Rohbau bereits seit etwa 1297 beherrschte. In die neue Auflage sind nun nicht nur Überlegungen der Bauforscher eingeflossen, sondern auch die Ergebnisse der Zisterzienserforschung. Neu aufgenommen sind auch Überlegungen zur Tatsache der deutlich späten Schlussweihe des Münsters 1368, nachdem das Münster offensichtlich schon lange vorher vom Konvent für die Stundengebete und Konventsmesse genutzt worden ist.

Dies war möglich, weil es entsprechend der fertiggestellten Bauabschnitte Teilweihen gegeben hat. Neben vielen Daten wurden auch andere neuere Ereignisse bedacht, wie zum Beispiel das nun vollständige Geläut im Vierungsturm und die Wiederherstellung der Uhrglocken, die nun in der ganzen Stadt zu hören sind. Die größere Stundenglocke trägt die Inschrift: „Stunden gehen; Stunden kommen / Horch ich künde treu sie an! Wie dem Bösen / wie dem Frommen / Kommt die Letzte – weisst du wann?“

Die 32-seitige Publikation ist an der Münsterkasse zum Preis von 3,00 Euro erhältlich. Mehr Literatur zum Doberaner Münster finden Sie neu & gebraucht auf Amazon.de!

 

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