Nachrichten

Verwirrung um Strandzentrum und Strandversorgung.

Heiligendamm ist eine Wissenschaft für sich: Da wird von einer Strandversorgung berichtet, die ein Heiligendammer Architekt bauen will und im nächsten Atemzug ist dann die Rede vom Strandzentrum und einem Gastronomen aus Templin, der sein Strandzentrum nicht durch den Bauausschuss kriegt. Da kann es schon passieren, dass man in den Medien Berichte liest, die nicht zum beigefügten Bild passen.
Darum eine kleine „Planungskunde“ für Heiligendamm: Es gibt tatsächlich beides: Der Heiligendammer Architekt Goedeke will westlich vom Golfteich – wo sich heute der Schotterparkplatz und das eingezäunte Wasserbecken befindet – eine Strandversorgung bauen. Dort soll es einen festen Imbiss in einem nierenförmigen Gebäude geben; daneben will die Stadt einen Spielplatz und die ECH wie vereinbart eine öffentliche Toilette als Ersatz für die am Strandzugang wegfallende bauen. Das Projekt verzögerte sich, weil die Kommunalaufsicht die Verträge als unrechtmäßig kassierte. Neue Verträge sind beschlossen, der mit 8% für Heiligendamm ungewöhnlich niedrige Erbpachtzins macht jedoch den Stadtvertretervorsteher misstrauisch. Trotzdem steht die Stadt zu diesem Projekt.
Westlich vom Golfteich nun gibt es ein weiteres Baufeld, wo sich einst der Golfplatz befand und nun ein Saisonparkplatz entstehen wird. Dort will der Gastronom Klaus König aus Templin schon seit Jahren für 3 Mio. Euro ein Strandzentrum bauen. Das soll viel größer ausfallen, Restaurants, Imbisse und evtl. einen kleinen Shop beherbergen. Die 40 Innen- und Außenplätze sollen Blick auf den Golfteich bieten. Hier hakt es am Bauausschuss, dem erst das Gebäude selbst zu hoch war und nun die Tiefgarage Kopfzerbrechen bereitet: Senkt König den Grundwasserspiegel, trocknet der Golfteich aus. Darum will er 1,5 m höher bauen aber dafür das Gebäude um diese Höhe reduzieren. Diese Höhe aber will der Landkreis nur genehmigen, wenn die Stadt den B-Plan ändert. Das aber wollen einige Stadtvertreter – wortführend Bürgerbund und Linke – aus Prinzip oder „ästhetischen“ Gründen nicht. Das Bauamt zweifelt inzwischen an der Realisierbarkeit und so wurden die B-Plan-Änderungen vertagt und das Strandzentrum kommt zur Saison 2013 nicht. Immerhin weiß man nun aber, was in Heiligendamm wo ist.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert