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Was passiert hier? Infos zum aktuellen Baugeschehen in Heiligendamm

Ein Gerüst am Fürstenhof, Baukräne hinter den Villen am Strand, eine Baustelle hinterm Deich, neue Häuser am südlichen Ortsrand und auch noch unsanierte Häuser. Hier gibt es Infos zum aktuellen Baugeschehen und Sanierungsstand in Heiligendamm.

 

Ein neues Haus hinter den historischen Villen

Inzwischen ist sie nicht mehr zu übersehen, die neue Villa „Klingler“ hinter den historischen Villen der „Perlenkette“. Hier entstehen 17 weitere Private Residenzen, wie die Eigentumswohnungen mit Hotelservice in der „Perlenkette“ heißen. Ursprünglich standen hier kleine Nebenbauten: Eine Poststelle und ein paar Garagen. Die 2-4-Zimmer-Wohnungen mit 60-167 Quadratmetern sind besonders: Unten gibt es Maisonettewohnungen, die das Souterrain mit der Beletage verbinden und oben eine Wohnung mit einer großen Dachterrasse.

Namensgeber für die Villa ist Klaus Klingler, der langjährige leitende Architekt der EntwicklungsCompagnie Heiligendamm, die diese Villen 1997 vom Bund gekauft hat und nach langen Meinungsverschiedenheiten mit der Stadt um die Zukunft Heiligendamms seit 2015 endlich Stück für Stück sanieren kann. 6 der 17 Wohnungen sind Stand 05/2023 bereits verkauft. Die Kaufpreise betragen zwischen 956.436 und 2.653.969 EUR netto.

 

Ein Bauzaun mit einer Mauer dahinter

Gleich neben der neuen Villa schauen die Außenmauern eines weiteren historischen Gebäudes zwischen den sanierten Villen hervor. Ursprünglich als Shoppingmeile gebaut und zu DDR-Zeiten zumindest noch annähernd dafür genutzt, gehen die „Kolonnaden“ nun einen neuen Weg. Hier entstehen 9 großzügige Wohnungen, die wie Lofts nebeneinander stehen, aber doch ein großes Ganzes ergeben.

Ursprünglich hatten die Kolonnaden unten Ladenflächen und oben die Wohnungen für die Kaufleute während der Saison. Jetzt bekommen sie noch ein Geschoss nach unten als Souterrain und eine Dachterrasse. Die Wohnungen sind zwischen 292 bis 472 qm groß und dementsprechend erst ab 3.512.550 Euro zu haben.

Da es sich um eine Denkmalimmobilie handelt, kann die Sanierung abgeschrieben werden. Das geht aber nur, wenn die Sanierung nach dem Kauf erfolgt. Das heißt, es müssen erst alle 9 Wohnungen verkauft sein, bevor die Sanierung fortgesetzt wird.

 

Ein Rohbau hinterm Deich

Es sieht aus, wie ein Parkhaus, ist aber keines. Hinter dem Deich entsteht „Pearl 8“ – ein Strandzentrum mit Gastronomie und Unterkünften im modernen Design mit Solitärcharakter. Die Bauarbeiten haben sich in letzter Zeit verzögert. Auch hier gab es Meinungsverschiedenheiten zwischen der Stadt und dem Investor Klaus König. Sie werden aber fortgesetzt und es soll noch ein zweites Gebäude entstehen, welches das jetzt etwas unvollständig aussehende Gebäude komplettiert. 

Infos zu Pearl 8 und Pearl 9 gibt es hier: Pearl 8 / Pearl 9 (Strandzentrum Ost)

 

Drei neue Häuser am südlichen Ortsrand

Auch am Südrand Heiligendamms sind neue weiße Häuser entstanden. Hierbei handelt es sich nicht um Ferienwohnungen und auch nicht um andere Unterkünfte. Diese Häuser hat das Grand Hotel Heiligendamm für seine Mitarbeiter gebaut. Dank Fördermitteln bieten die „Heiligendamm Boarding Houses“ sozialverträglichen Wohnraum. 

Weitere Infos: Boarding Houses (Mitarbeiterwohnungen)

 

Das Schlösschen auf der Steilküste

Es ist das prominenteste unsanierte Haus in ganz Heiligendamm: Das Alexandrinencottage auf der Steilküste im Kleinen Wohld. Gebaut als Sommerhaus der Prinzessin Alexandrine von Preußen – Ehefrau des Großherzogs Paul Friedrich und Mutter von Großherzog Friedrich Franz II. gehört es zu den Häusern mit der großartigsten Geschichte. Das Cottage gehörte auch zum Treuhand-Gesamtpaket und ist im Besitz der Familie Jagdfeld. Sie wollte es mit der ganzen Familie bewohnen, aber inzwischen sind die Jungs selbst Väter und auf der ganzen Welt verstreut. Für sich selbst macht eine Sanierung betriebswirtschaftlich keinen Sinn, weshalb Anno August Jagdfeld sich 2023 entschlossen hat, das Alexandrinencottage zu verkaufen.

 

Verfallene Häuser in der Gartenstraße und Seedeichstraße

Glücklicherweise gibt es inzwischen mehr schöne originalgetreu sanierte weiße Bauten in Heiligendamm zu sehen, als unsanierte graue Häuser. Dennoch fragen die Gäste natürlich, warum es überhaupt noch unsanierte Häuser gibt, wem sie gehören und was damit geplant ist.

Die ersten beiden unsanierten Häuser, die man in Heiligendamm sieht, sind die Villen „Sporn“ (an der Tür steht „Eikboom“ und „Adler“. Diese beiden Sommerhäuschen des einstigen Heiligendamm-Eigentümers Baron von Kahlden samt Sohn stehen zum Verkauf. Allerdings werden sie nicht offensiv beworben, sondern der Eigentümer sucht gezielt nach passenden Interessenten. Darum gibt es keine Verkaufsschilder.

Anders ist es bei den Häusern in der Gartenstraße. Diese stehen nicht zum Verkauf, sondern werden im Bestand erhalten. Die Stadt hat nach dem Verkauf der Immobilien durch den Bund mit dem Investor einen Grundlagenvertrag abgeschlossen, in dem geregelt ist, dass der Investor erst das Grand Hotel sanieren musste und nach erfolgreicher Sanierung die Villen der „Perlenkette“. Erst dann darf er im Hinterland etwas neues entwickeln, wozu auch eine Neuentwicklung der Nutzung von Bestandimmobilien gehört. Darum werden diese Gebäude erhalten und erst ein Konzept dafür entwickelt, wenn eine Sanierung ansteht. Ideen gab es, aber die sind inzwischen 20 Jahre alt.

Erwähnt sei noch ein privater Neubau in der Gartenstraße auf einem geteilten Grundstück und die Sanierung der Wohnblöcke in der Adolf-Kortüm-Straße. Die einstigen Mietwohnungen für in Heiligendamm tätige Menschen sind nach und nach zu Eigentumswohnungen geworden. Aktuell werden die nachträglich aufgesetzten, aber nie vollendeten Penthouses fertiggestellt und die Blöcke modernisiert.

Das dürften dann alle aktuellen Baustellen in Heiligendamm sein. Ganz viele Hintergrundinfos gibt es auch bei den Gästeführungen in Heiligendamm.

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