Urlaub 2020 in Bad Doberan-Heiligendamm: So geht Urlaub während der Corona-Krise

Die ersten Gäste sind schon da: Dauercamper, Zweitwohnungsbesitzer und Übernachtungsgäste aus dem eigenen Land sowie Menschen aus MV, die einfach noch mal ans Meer wollen. Am 25. Mai dürfen dann auch Gäste aus ganz Deutschland kommen. Wie der Urlaub abläuft und was möglich ist.

 

Übernachtung ist Bedingung

Bad Doberan-Heiligendamm zählt pro Jahr gut 300.000 Tagesgäste. Das sind Leute, die einfach kommen, was unternehmen und am selben Tag wieder fahren. Meistens übernachten sie in den umliegenden Orten, wie Börgerende, Warnemünde und Kühlungsborn. Diese Gäste können noch nicht kommen – es muss wenigstens eine Übernachtung nachgewiesen werden. Und es kann kontrolliert werden – schon an der Landesgrenze, aber auch vor Ort.

 

Aufenthalt mal anders

Die Zufriedenheit des Gastes steht für den Gastgeber im Mittelpunkt. Das ist 2020 nicht anders als alle Jahre zuvor, aber diesmal müssen sich alle an ein paar Vorgaben halten. Viele Rezeptionen werden einen Spuckschutz haben und das Servicepersonal mit direktem Gästekontakt Mund-Nasen-Masken tragen. Der Fahrstuhl wird möglicherweise nur nacheinander benutzt werden dürfen oder mit Mundschutz. Zum Frühstück geht es vielleicht in Etappen, sodass man schon am Vortag ein Zeitfenster wählen muss, statt auszuschlafen und dann frühstücken zu gehen. Man wird nicht mit Fremden an einem Tisch sitzen und wird warten müssen, bis abgedeckt und sauber gemacht wurde.

Statt am Büffet anzustehen kann es sein, dass ein Frühstückskellner bedient oder kleine Stationen aufgebaut sind, in denen man bedient wird. An Stelle von Salz und Pfeffer in Streuern werden vielleicht Tütchen auf dem Tisch liegen und statt dicker Speisekarten laminierte Blätter. Die dicken Gästemappen werden durch Faltbroschüren zum Mitnehmen ersetzt und statt des Seifenspenders und der Textilhandtücher wird es kleine Seifen und Papierhandtücher geben.

Die Gemeinschaftsbereiche werden vielleicht nacheinander genutzt werden können und die Wellness- und SPA-Angebote nicht im vollen Umfang zur Verfügung stehen. Dafür werden Schwimmbecken wenn, dann auch nur für die Hotelgäste und nicht für externe Gäste zur Verfügung stehen. Es wird immer jemand mit Reinigungsmitteln rumlaufen, es wird anders riechen, aber es wird auch ein Gefühl von Sicherheit da sein.

 

Es ist fast alles offen

Draußen ist der Urlaub gar nicht so anders als im vorigen Jahr: Der Strand und das Meer sind noch da, es gibt natürlich keine Einlasskontrolle und niemand muss am Strand einen Mundschutz tragen oder zum Baden eine Nummer ziehen. Die einzige Regel ist die Abstandsregel: Mindestens 1,50 Meter Abstand zum Nächsten, wenn er nicht zum eigenen Hausstand gehört.

Es gibt weiterhin Strandkörbe, die drei Imbisse im StrandPunkt an der Seedeichstraße, Cocos Eismilchbar und das DECK am Kinderstrand verkaufen über den Tresen. In Bad Doberan gibt es über den Tresen bei Pascham und Shanghai am Markt, im Schlemmereck und dem Bistro in der Mollistraße, aber auch in Bäckereien und vielen Cafés Speisen zum Mitnehmen. Ansonsten empfiehlt sich eine Reservierung. Es sind so gut wie alle Gaststätten wieder offen, manche haben nur ein anderes Angebot, als gewohnt.

Das Stadt- und Bädermuseum hat geöffnet, das Doberaner Münster ist offen, der Molli fährt weiterhin und auch Bus und Bahn fahren wieder normal. Selbst Hafenrundfahrten in Rostock und Ausflugsfahrten mit der MS „Baltica“ sind drin. Haffrundfahrten im Salzhaff und Kutschfahrten auf der verbotenen Halbinsel Wustrow sind ebenfalls möglich.

Die Sommerrodelbahn ist offen, die Galerie im Roten Pavillon, der Kunsthof und die Ateliers und das Besucherzentrum in der Alten Klostervogtei sind ebenfalls geöffnet. Dort befindet sich vorübergehend die Touristinformation.

 

Manches ist eingeschränkt

Ein paar Aktivitäten sind nicht wie sonst: Öffentliche Stadtführungen finden noch nicht statt. Gruppenführungen sind wegen des Kontaktverbots noch nicht möglich, aber Führungen von Personen aus einem Hausstand sind möglich. Diese müssen über die Touristinfo gebucht werden und am Besten schon eine Woche vor dem Termin, weil die Gästeführer ehrenamtlich arbeiten und nicht auf Abruf bereit stehen. 

Münsterführungen gibt es nicht, aber dafür kann man sich selbst umsehen und bekommt ein Faltblatt. Im Besucherzentrum und im Stadt- und Bädermuseum bekommt man auch Informationen zu den Ausstellungsobjekten von den Mitarbeitern.

 

Wenig geht nicht

Mühlenführungen sind noch nicht möglich, Führungen im Geschichtssalon Heiligendamm ebenfalls nicht. Der einzige echte Wehrmutstropfen ist der Ausfall der Veranstaltungen bis Ende August. Kunst offen findet zu Pfingsten statt, aber AQUAnostra mit dem historischen Anbaden, der Klostermarkt, das Kampfest, die Zappanale, das Ostseemeeting und viele andere Veranstaltungen fallen aus. Nächstes Jahr sollen sie alle nachgeholt werden – 2021 wird man in MV nur noch am Feiern sein.

 

Unterm Strich lohnt es sich

Insgesamt ist das eine ganze Menge, was man im Urlaub 2020 in Bad Doberan-Heiligendamm machen kann. Molli, Münster, Moor und Meer – also das, wofür die meisten Gäste kommen – sind weiterhin erlebbar. Wald und Wiese, Strand und Deich, Reit- und Radwege, Museen und Sehenswürdigkeiten sind erreichbar. Ein Spaziergang über den Jakobsweg zu den Hütter Klosterteichen ist drin, eine Wanderung zum Glashäger Quellental, ein Ausflug in den Nienhäger Gespensterwald oder zum Schnatermann in der Rostocker Heide. Führungen sind mit Anmeldungen möglich. Für alle, die sowieso im Sommer nicht im Hotel sitzen, sondern raus an den Strand und in die Natur wollen, ist der Urlaub 2020 immer noch voller schöner Möglichkeiten.

Kommen Sie nach Bad Doberan-Heiligendamm – wir freuen uns!

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